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- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
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Reportageklassiker
Von Anja Seeliger, 30.07.2010, 21:07
(via Open Culture) Kevin Kelly hat in Cool Tools eine Liste zusammengestellt mit Reportageklassikern im Netz. Die Auswahl kann von Lesern fortlaufend ergänzt werden. Aber schon jetzt ist das genug Lektüre vom feinsten für den ganzen Sommer! Womit soll man anfangen? Vielleicht mit
Tom Wolfe: The Last American Hero Is Junior Johnson. Yes! (Esquire)
Eine Reportage über den Rennfahrer (stock car races) Junior Johnson. Gleich zu Beginn schildert Wolfe die Wagen in allen Nuancen von blau: "Ten o'clock Sunday morning in the hills of North Carolina. Cars, miles of cars, in every direction, millions of cars, pastel cars, aqua green, aqua blue, aqua beige, aqua buff, aqua dawn, aqua dusk, aqua aqua, aqua Malacca, Malacca lacquer, Cloud lavender, Assassin pink, Rake-a-cheek raspberry. Nude Strand coral, Honest Thrill orange, and Baby Fawn Lust cream-colored cars are all going to the stock-car races, and that old mothering North Carolina sun keeps exploding off the windshields. Mother dog!"
Oder Neal Stephenson: Mother Earth Mother Board (Wired)
Die Reportage eines Hacker-Touristen über die Verlegung der Unterwasserfiberglasskabel.
Oder Norman Mailer: Superman Comes to the Supermarket (Esquire, 1960)
Über John F. Kennedy und den Parteitag der Demokraten 1960. In den ersten drei Sätzen analysiert Mailer die Spezies des Politikers: "For once let us try to think about a political convention without losing ourselves in housing projects of fact and issue. Politics has its virtues, all too many of them -- it would not rank with baseball as a topic of conversation if it did not satisfy a great many things -- but one can suspect that its secret appeal is close to nicotine. Smoking cigarettes insulates one from one?s life, one does not feel as much, often happily so, and politics quarantines one from history; most of the people who nourish themselves in the political life are in the game not to make history but to be diverted from the history which is being made."
(Ergänzend dazu empfehlen wir Joan Didions Artikel über die amerikanische Politik nach dem 11. September in der New York Review of Books: Politics in the 'new normal' America (2004) )
Oder Hunter Thompson: The Kentucky Derby is Decadent and Depraved (Scanlan's Monthly, 1970)
Thompsons Reportage über das Kentucky Derby beginnt mit einem Rap: "I got off the plane around midnight and no one spoke as I crossed the dark runway to the terminal. The air was thick and hot, like wandering into a steam bath. Inside, people hugged each other and shook hands...big grins and a whoop here and there: 'By God! You old bastard! Good to see you, boy! Damn good...and I mean it!' In the air-conditioned lounge I met a man from Houston who said his name was something or other ? 'but just call me Jimbo' ? and he was here to get it on. 'I'm ready for anything, by God! Anything at all. Yeah, what are you drinkin?'"
Oder David Foster Wallace: Consider the Lobster (Gourmet Magazine, 2004)
Hummer heißt es immer kennen keinen Schmerz. Aber warum wehren sie sich dann so verzweifelt, wenn man sie in einen Topf mit kochendem Wasser steckt?
(Ergänzend dazu: A.J. Lieblings Artikel aus dem New Yorker: The Soul of Bouillabaisse Town (1962). Liebling erzählt einem Zoologen, dass man in Amerika keine vernünftige Bouillabaisse machen kann, weil der dazu unbedingt benötigte Rascasse nur im Mittelmeer schwimmt. Die Folge ist eine Flut unerwünschter Informationen ...)
Und hier einige Perlentaucher-Vorschläge für Kevin Kellys Liste:
William Langewiesches Reportage über den amerikanischen Weinkritiker Robert Parker: "The Million Dollar Nose" (Atlantic Monthly, 2000)
Ebenfalls von Langewiesche eine Reportage mit dem sprechenden Titel: How to Get a Nuclear Bomb (Atlantic Monthly, 2006)
Und Norman Mailers Klassiker über den Hipster: The White Negroe (Dissent, 1957)
Und natürlich Hannah Arendts "Eichmann in Jerusalem".
Zu den Top Ten dieses Jahres dürfte übrigens Nathaniel Poppers Essay über Hannah Arendt und Raul Hilberg gehören, "A Conscious Pariah", The Nation, 19. April.
Und Kevin Kelly (ja, der kann auch schreiben!) "Scan this Book!" über die Zukunft des Buchs aus dem New York Times Magazine, 2006.
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Für Ohrfeigen geboren
11.02.2012. In der FAZ erklärt Michail Schischkin, warum Gogol der verzweifeltste aller russischen Schriftsteller war. In der NZZ erklärt Jennifer Eagan das Konzept ihres Romans über die Aushöhlung der Musikindustrie. Der eigentliche Stukturwandel der Öffentlichkeit findet jetzt erst statt, meint Volker Gerhardt in der Welt. In der taz erklärt Bazon Brock, warum man als Humanist gegen den Tod sein muss. In der FR beklagt Timothy Snyder das politsche links-rechts-Schema in der Wahrnehmung des Holocaust. Mehr lesen
Ewig lockt das Buch
10.02.2012. Josef Joffe meint: "Die Print-Zeitung wird vergehen, das Buch bleibt bestehen" - Leonard Novy fordert eine neue Medienpolitik für neue Medien - Wolfgang Michal fragt: Ist ACTA Ansgar Hevelings Kriegserklärung? - Blutgrätsche gegen Medienpläne: Bundesliga-Pläne der Telekom in Gefahr - Schöner debattieren? Vocer und Diskurs@Deutschlandradio. Mehr lesen
Morbid-intimes Sentiment
07.02.2012. Der Economist und Himal schildern die unerfreuliche Lage Homsexueller in islamischen Ländern. Wired porträtiert die Pariser Untergrundbewegung Urban eXperiment. Dem Guardian läuft in Wien ein Proustscher Schauer über den Rücken. Caffe Europa betrachtet die verführerische Unordnung in Japan. In Russland können Linke, Rechte und sogar Liberale Nationalisten sein, notiert Nicu Popescu in Open Democracy. Sony untergräbt die langsame Liberalisierung der indischen Zensur, fürchtet Outlook India. Die NYRB fühlt mit kleinen mutlosen Italienern. Mehr lesen
Karikaturen und Cartoons
27.01.2012. Vorbild Belgien. Mehr lesen
Archiv: Bücher
Uangenehm plausibel
11.02.2012. FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012. In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012. Zum Glück erinnern sich die meisten Tiere nicht an das, was wir Menschen ihnen antun. Leseprobe Mehr lesen
Erde im Blut
17.01.2012. In Parker Bilals "Die dunklen Straßen von Kairo" kämpft Privatdetektiv Makana für Aufklärung und bringt damit Magnaten und Sittenwächter gegen sich auf. In "Der achte Zwerg" lässt Ross Thomas einen Nazijäger durch das Deutschland im Jahre Null jagen. Mehr lesen
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Selbst ist der Autor
09.02.2012. Die entscheidenden Akteure im Buchmarkt sind die Leser und die Autoren. Sie können nun direkt zueinander finden. Eine Antwort auf Jürgen Neffe von Cora Stephan Mehr lesen
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08.02.2012. Die entscheidenden Akteure im Buchmarkt sind die Leser und die Autoren. Sie können nun direkt zueinander finden. Weitere Regulierungen braucht es nicht. Eine Antwort auf Jürgen Neffe Mehr lesen
Der Abschied vom Universum Buch
30.01.2012. Jürgen Neffe will einen anti-globalen Schutzwall um einen Markt ziehen, der sich bereits in völliger Auflösung befindet. Das wird nicht funktionieren. Trotzdem braucht der Wandel gute Rahmenbedingungen. Mehr lesen
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01.11.2011. Nach fünf Jahren ist es jetzt amtlich: Der Perlentaucher darf 13 Abstracts zu FAZ- und SZ-Buchkritiken nicht mehr vertreiben, entschied heute das OLG Frankfurt. Mit ihren weitergehenden Anträgen sind die Zeitungen gescheitert. Mehr lesen





