Bücherschau der Woche
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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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- Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Im Ententeich: Redaktionsblog
Glauben und Heucheln
Von Thierry Chervel, 19.04.2013, 13:04
Die Zeit schwärzt ohne Not die Mohammed-Figur in einer Comiczeichnung und verkauft das auch noch als höhere Moral.
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Letzte Woche war es uns in der Papier-Zeit glatt nicht aufgefallen. Nun steht der Text aber online, und die Illustration auch. Eine neue Gelegenheit auszurufen: Ihr alten Feiglinge!
Gero von Randow schreibt da aus unklarem Anlass über einen Mohammed-Comic von Stéphane Charbonnier, den dieser als Chefredakteur der Pariser Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo Anfang des Jahres herausbrachte - ohne dass sich der geringste Protest der üblichen Gläubigen regte.
Aber Randow muss es doch noch mal aufgreifen. Zunächst zitiert er das Vorstrafen-Register Charbonniers: "Er druckte im Jahr 2006 die dänischen Mohammed-Karikaturen nach, zeigte im Herbst 2012 nach dem Aufruhr um das islamfeindliche Video 'Unschuld der Muslime' satirische Darstellungen des Propheten und provozierte beleidigungsbereite Muslime mit dem Argument: 'Wir verspotten alles und jeden.'"
Da möchte die Zeit auf keinen Fall mitmachen, und darum illustriert sie Randows Artikel mit einem Bild aus dem Comic - in dem die Figur des Mohammed geschwärzt ist!
Zur Erläuterung schreibt Randow mit Blick auf die verabscheuungswürdige Satire-Zeitschrift: "Der Verdacht bleibt, es gehe den Autoren nur darum, die
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Charlie Hebdo, Die Zeit, Mohammed-Karikaturen
Pamphlet für den Ernst
Von Rainald Goetz, 11.04.2013, 11:04
Rainald Goetz gibt uns seinen dringenden Aufruf aus der heutigen Print-Zeit: Joachim Bessing, UNTITLED, Roman!
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Freund ist der, vor dem man erschrickt. Der einen erkennt, sieht, selbst erschreckt zurückstößt und sagt: »Was ist denn aus dir geworden!«
Es war in Tutzing, bei Maxim Billers Todestagung über Pop und Literatur, irgendwann vor hundert Jahren, wir sprangen auf der Wiese vor dem Tutzinger Tagungsschloss aufgeregt voreinander und umeinander herum, besonders aufgeregt war Joachim Bessing, er hatte einen weichen Pulli in rosaner Farbe an, quirlte und funkelte und schrie mich plötzlich an: »Ih! Wie riechst du denn? Aramis! So hat mein Großvater gerochen!« Und ich zuckte zusammen und schämte mich.
Gestern sagte Joachim Bessing dem Magazin DE:BUG: »Ich mag Parfüme, eigentlich Düfte generell. Ich finde es wichtig, dass alles gut riecht. Damit meine ich nicht unbedingt parfümiert, aber ich bin für Wohlgerüche empfänglich.«
Das sinnliche Erfahren der Welt, eine hochgereizte Nervosität für Körper und für die von dort ausgesendeten Signale: Ekel, Weltabscheu und Sehnsucht nach Schönem, nach schönen Dingen, schönen Menschen, nach »Beauty«, wie Joachim Bessing in UNTITLED immer wieder schreibt: vielleicht ist diese Art Fundamental- und Extrem-Erotik, das Besessensein von
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joachim bessing, literatur, untitled
Der Medienwandel als interne Revolution
Von Thierry Chervel, 11.04.2013, 10:04
Das Problem des Spiegels ist keines der Chefredaktion. Es kann im Grunde nur dann in Angriff genommen werden, wenn die Printleute aus der Mitarbeiter-KG die Online-Leute (und auch TV) integrieren.
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Ursprünglich war Spiegel Online das Schaufenster des Spiegels im Netz. Nun soll dieses Schaufenster, das beim Publikum inzwischen erfolgreicher ist als die Printausgabe, verklebt werden und selbst ein Schaufenster bekommen, während das Eigentliche hinter eine Paywall gesteckt werden soll: Und das soll den Spiegel retten? Eines kann man sagen: Da hatte Mathias Müller von Blumencron recht, wenn er sich gegen eine Schranke, die den ganzen von ihm maßgeblich gestalteten Erfolg von Spon gefährdet, mit Händen und Füßen wehrte.
Spiegel Online, hieß es bisher ja immer, sei immerhin profitabel. Der Spiegel war das einzige Institut, das frühzeitig eine Online-Entwicklung zuließ. Die anderen setzten ein paar traurige Jungjournalisten mit Werkverträgen in die Garage und sind frühestens vor fünf Jahren wachgeworden. Nun wird gerade der Erfolg des Mediums Spiegel Online, so scheint es, zum Problem.
Aber so recht Blumencron hatte: Das Dilemma, vor dem Georg Mascolo und er standen, war universell, und es ist bisher noch durch kein einziges Medium gelöst worden. Wie soll man Journalismus unter
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Was Arno Widmann nicht sagen durfte
04.04.2013, 07:04
Der Berliner Verlag hat eine kritische Auseinanandersetzung mit dem Verleger Alfred Neven DuMont nach der Onlinestellung sang- und klanglos unterdrückt - ohne jede Kenntlichmachung. Soviel zu den "journalistischen Standards" eines führenden deutschen Medienhauses, das überdies die Chuzpe hat sich in seinem Zensurakt auf eben jene Standards zu berufen (mehr in unserem vorigen Blogeintrag). Die Passage steht in Widmanns monatlicher Kolumne "Vom Nachttisch geräumt", in der der Autor neue Bücher vorstellt. Da es in der aktuellen Kolumne um Spätwerke geht, hat sich Widmann auch den Roman "Drei Mütter" seines 86-jährigen Verlegers angesehen. Es handelt sich nur um eine erstaunlich kurze Passage in Widmanns Kolumne, die von der Berliner Zeitung online und der FR gestrichen wurde. Im Grunde verreißt Widmann Alfred Neven DuMonts Roman "Drei Mütter" nicht einmal. Er schildert ihn als das Werk eines betagten Mannes, der keinerlei Rücksicht auf political correctness mehr nehmen muss und durchaus mit Details inzestuöse Erotik schildert. Allerdings findet Widmann: "Sie sind schlampigst lektoriert. Wer es aber schafft, darüber weg zu surfen, der bekommt Einblicke, die jüngere Autoren einem so lässig, unaufgeregt nicht bieten können." Außerdem biete der Roman ja auch ein interessantes Schlüsselloch: "Man blickt in den Gefühlshaushalt eines der entscheidenden Unternehmer
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Auf dem Rücken des Nachbarn
04.04.2013, 07:04
Spätestens nach dem Zeit-Gespräch mit Nico Hofmann, dem Produzenten von "Unsere Mütter, unsere Väter", müssen beim ZDF Alarmglocken geläutet haben, dass es mit der Darstellung der polnischen Partisanen als endemische Antisemiten beim Nachbarn Ärger geben könnte. Zur Schadensbegrenzung schob der Sender nach der dritten Folge hastig einen Dokumentarfilm über eine polnische Familie nach, die Juden versteckt hatte und dafür von Deutschen ermordet wurde. Die Reaktion in Polen war jedoch nicht mehr aufzuhalten.
Außenminister Radosław Sikorski twitterte, empörte Polen sollten sich nicht an ihn, sondern direkt ans ZDF wenden. Der Chef des polnischen Fernsehens, Juliusz Braun, schrieb an seinen Amtskollegen in Mainz einen vorwurfsvollen Brief. Der neue polnische Botschafter in Berlin Jerzy Margański, breitete auf der Homepage der Botschaft aus, was alles in dem verzerrten Bild der Armia Krajowa (immerhin die größte Untergrundarmee im deutschbesetzten Europa, die der Exilregierung in London unterstand) unterschlagen wurde. Und die liberale Gazeta Wyborcza, die daheim im Dauerclinch mit den national-konservativen Pappenheimern im Lande liegt, titelte treffsicher: "Wer bringt den Deutschen bei, dass die AK keine SS war"?
Und damit ist man mitten im alten deutsch-polnischen Psychodrama einer Relativierung der Nazi-Verbrechen durch den pauschalisierenden Hinweis, dass die Polen auch nicht besser waren. Das ZDF
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antisemitismus, holocaust, nico hofmann, polen, unsere mütter unsere väter, zweiter weltkrieg
Berliner Zeitung lässt Artikel verschwinden
Von Thierry Chervel, 03.04.2013, 17:00
Kaum staunte man über die innere Größe des Verlegers Alfred Neven DuMont, 86, und der Chefredaktionen der Berliner Zeitung (online) und der Frankfurter Rundschau (ebenfalls online), die eine Neven DuMont-kritische Kolumne publiziert haben – da muss man sein Bild schon wieder revidieren. Die verlegerkritische Passage in Arno Widmanns Kolumne "Vom Nachttisch geräumt" ist von beiden Redaktionen stillschweigend entfernt worden. Ein solcher tiefer nachträglicher Eingriff in einen online gestellten Artikel ohne jede Kennzeichnung widerspricht der "Netikette".
Verschwunden ist der Text wohl nach einem kleinen Bericht des Medienblogs Meedia mit der Überschrift "DuMont: Roman-Verriss im eigenen Blatt", der heute Mittag erschien. Hier wird aus dem Artikel Arno Widmanns über "Drei Mütter", den letzten Roman des schriftstellernden Verlegers, zitiert: "Es sieht derzeit so schlecht aus für Zeitungen, dass ich doch ein klitzeklein wenig mehr an Zahlen als an der blauen Blume interessiert bin," schrieb Widmann da am 28. März. Den Roman, so scheint es nach Meedia, verreißt der ehemalige Feuilletonchef der FR, der heute einen Autorstatus beim Verlag DuMont-Schauberg hat. Statt Literatur wünscht sich Widmann eine Diskussion über die Lage der Zeitungen des Konzerns: "Ein alter Mann hat das Recht auf jede Art von Flucht. Aber hier will
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Die Monotheismusdebatte - Editorial
Von Thierry Chervel, 29.01.2013, 11:36
Wer die letzten 35 Jahre Revue passieren lässt – von der iranischen Revolution über die religionsamtliche Morddrohung gegen Salman Rushdie, den 11. September und zahllose Selbstmordattentate – wird kaum bestreiten, dass es eine Gewalt im Namen Gottes gibt. Viel unheimlicher ist allerdings die Frage, ob diese Gewalt Religionen inhärent ist, ob sie womöglich ein Kennzeichen monotheistischer Religionen ist, und wo die Ursprünge dieser Gewalt liegen.
Dass ausgerechnet der Ägyptologe Jan Assmann im Zentrum einer Debatte um diese Fragen steht, ist auf den ersten Blick erstaunlich. Im Jahr 1998 veröffentlichte er sein berühmtes Buch "Moses der Ägypter". Seitdem wird über seinen Begriff der "mosaischen Unterscheidung" diskutiert: Liegt im Gründungsakt der monotheistischen Religionen, im Bund mit dem einen Gott, in der Unterscheidung zwischen Wahr und Falsch in der Religion, mit der sich Mose der Ägypter von dem polytheistischen Gegenmodell aus Ägypten absetzte, bereits ein Keim zu einer spezifischen Gewalt?
Theologen haben verständlicher Weise gegen diese Vermutung aufbegehrt, am prominentesten der Berliner Theologe Rolf Schieder in seinem Buch "Sind Religionen gefährlich?", der den heikelsten Punkt in Assmanns These anspricht: Ausgerechnet die Juden, die den Monotheismus erfunden haben, sollen die Gewalt in die Religion gebracht
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Jan Assmann, Monotheismus, mosaische Unterscheidung, Religionen, Rolf Schieder
Die Panik der Anderen
Von Ina Hartwig, 17.12.2012, 08:00
Nicht das Netz ist schuld an der Insolvenz der Frankfurter Rundschau, sondern die Inkompetenz ihrer Hierarchen, die sie mit Medienpopulismus zu Tode wirtschafteten. Statt über den Tod sollten wir über die Zukunft der Zeitung nachdenken.
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Der Anspruch einer Gesellschaft an sich selbst wird, unter anderem, von ihren Medien verkörpert. Die Medien sind so etwas wie ein Spiegel, in den die Bürger als Bürger schauen. Es ist gut für eine Gesellschaft, wenn sie den Eindruck gewinnen kann, ihre Interessen, ihre Belange, auch ihr eigenes Reflexionsniveau würden angemessen und in der gebotenen Komplexität durch die Medien repräsentiert. Völlig zu Recht hat Gustav Seibt aus gegebenem Anlass in einem engagierten Leitartikel in der SZ den direkten Zusammenhang zwischen einer gedeihlichen Demokratie und ihren Zeitungen betont; wer einmal in einer jener jüngeren Demokratien zu Gast war, die von Anfang an ohne Qualitätspresse auskommen (müssen), weiß ganz genau, was Seibt meint. Dabei spielt – oder spielte – die Fokussierung auf den Text vor dem Bild eine entscheidende Rolle. Text, und schon gar ein längerer, erfordert Konzentration. Die Konzentrationsbereitschaft der Leser geht einher mit einer Zusicherung von Qualität in Recherche und Schreibart seitens der Journalisten. So sollte es zumindest sein. Denn
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Frankfurter Rundschau, Internet, Medienwandel, Zeitungskrise
#LSR oder das Ausmaß der Desinformation
Von Thierry Chervel, 12.12.2012, 10:12
Marcel Weiß und ich haben im neuen Podcast des Neunetzes über das Leistungschutzrecht für Presseerzeugnisse und das Ausmaß der Desinformation zum Thema in den Zeitungen selbst gesprochen. Außerdem reden wir über ein paar verdrängte Aspekte in der deutschen Debatte zum Medienwandel – etwa, dass sich einige globale Medienmarken etabliert haben, die heute in Konkurrenz zu deutschen Medien stehen – etwa die New York Times, der Guardian, die großen englischsprachigen Wirtschaftszeitungen oder der Economist. Hinzu kommt die Konkurrenz der Wissenskonzerne, auf die Rüdiger Wischenbart im Virtualienmarkt hingewiesen hat. Gegen all das hilft kein #LSR! Am Ende zum wiederholten Male eine Leseempfehlung für Yochai Benklers "The Wealth of Networks" (aus Kostenlosmentalität gratis ins Netz gestellt), ein Grundlagenwerk zu den tektonischen Verschiebungen in der Informationsökonomie. Weitere Lesempfehlungen aus dem Gespräch sind bei Marcel Weiß im Neunetz verlinkt.
Thierry Chervel
twitter.com/chervel
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Stichwörter:
#LSR, Informationsökonomie, Leistungsschutzrecht, Leistungsschutzrechte, Marcel Weiß, Medienwandel, Yochai Benkler
Sendeschluss
Von Thierry Chervel, 02.12.2012, 20:12
Die Financial Times Deutschland ist tot, die Frankfurter Rundschau ist pleite, der Berliner Verlag streicht Stellen, der Spiegel baut ab. In Medien und Blogs bricht die notorische Debatte wieder los. Die Zeit veröffentlicht ein Dossier mit den deprimierenden Äußerungen deutscher Medienhierarchen zu ihrer Krise. Sie klopfen sich selbst auf die Schulter. Der Journalismus hat Zukunft, versichern sie sich gegenseitig. Zwar sinken Auflagen und Einnahmen seit Jahren, und die Leserschaft altert. Aber die Hierarchen rufen sich zu: Wir hätten unseren Journalismus nur zahlbar machen müssen, dann würde es wieder laufen. Als sei ihr Journalismus nicht stets zahlbar geblieben! FAZ, SZ und die meisten anderen Medien stellen nur geringe Auszüge ihrer Printprodukte kostenlos ins Netz. Falls die Hierarchen glauben sollten, was sie sagen, ist die Diagnose nur noch betrüblicher. Sie lügen sich was in die Tasche. Bisher haben sie noch kein Geschäftsmodell für die digitale Ära gefunden.
Gleichzeitig ertönt von anderer Seite dröhnendes Schweigen. Wahrend sich die Fürsten aus dem Print und die paar versprengten deutschen Blogger wie üblich kabbeln, duckt sich ein Dritter in die Landschaft. So ganz gelingt es ihm nicht: Wie will man die Alpen verstecken? Aber als so etwas wie die Alpen stellt sich dieser Apparat dann
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Stichwörter:
ARD, Leistungsschutzrecht, Leistungsschutzrechte, Medienwandel, Öffentlich-rechtliche Sender, ZDF
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Die vervielfältigte Stimme des Heiligen Geistes
22.05.2013. Heute vor 200 Jahren kam in Leipzig ein klitzekleiner Richard Wagner zur Welt. Die Zeitungen bringt er bis heute in große Form. Im Tagesspiegel zählt Norbert Miller all jene Autoren auf, denen wir es verdanken, dass wir ihn noch ertragen. Eleonore Büning stockt der Atem bei einem unbekannten Frühwerk Wagners, das wir in ganzer Länge als Video einbinden. Die Berliner Zeitung empfiehlt die französische Wagner-Rezeption gegen die festgefahrene deutsche Debatte. Außerdem: Ai Weiwei hat ein Heavy Metal-Video gemacht, in dem er seine Inhaftierung nachspielt. Der Guardian berichtet, wir binden es ein. Mehr lesen
Die traumhaften Renditen der Zeitungsverlage
22.05.2013. Aktualisiert: Sarah Kirsch ist tot - Qualitätsjournalismus in der Krise? Medienökonom Frank Lobigs hat Verlags-Umsatzzahlen ausgewertet - Bild-Nerd: Digital-Denker Kai Diekmann - Darmstädter Zeitung: Helmut Markwort macht's gratis - Henryk M. Broder: Wie das ZDF auf Nazi-Propaganda hereinfiel - Theater-Nachtkritiken aus Düsseldorf, Frankfurt, Recklinghausen und Wien - Leipzig: Wenn Wave-Fans Wagner treffen + Die Wahrheit des Erfundenen: Urs Widmer zum 75. Mehr lesen
Affenspiel des Teufels
21.05.2013. In El Pais Semanal joggt Martín Caparrós mit dem Ex-General, Ex-Präsidenten, Ex-Retter des Vaterlands, Ex-Sträfling und Ex-Mörder Jorge Rafael Videla. Wired sucht im Labor von Henry Markram nach einem Minimum von Gehirn. In le Monde fordert Liao Yiwu mehr Courage von westlichen Sinologen. Im Espresso fordert Marco Travaglio mehr Courage gegen Berlusconi. In der LRB betrachtet John Lanchester durch Google Glasses das große Schweigen. HVG erinnert an die Samisdat-Zeitschrift Neues Symposion. Rue 89 warnt vor dem reaktionären japanischen Premier Shinzo Abe. Der Dallas Observer umarmt einen kleinen Roboter. Vanity Fair erzählt die verzwickte Geschichte des Blockbusters "World War Z". Mehr lesen
Karikaturen und Cartoons
17.05.2013. Wie lautet das Gebot? Mehr lesen
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Ich spreche über Sie
22.05.2013. Die SZ lernt von Jean-Pierre Baudet, wie Religion zum Kapitalismus führt. Die NZZ lernt von Gerd Althoff, wie die Päpste im Mittelalter eine theologische Rechtfertigung kirchlicher Gewalt entwickelten, die in dem Motto gipfelte: "Selig sind, die Verfolgung ausüben". Gebannt verfolgt sie außerdem das Drama der Pubertät, das Marie Darrieussecq in "Prinzessinnen" am Beispiel eines Teenagers in der französischen Provinz der 80er erzählt.
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Poesie der Straße
13.05.2013. Giancarlo de Cataldo "König von Rom" lehrt, niemals Gefälligkeiten von einem Camorraboss anzunehmen. Mike Nicol besingt in seinem "Killer Country" das Grau Südafrikas, das noch trister sein soll als das Grau Berlins. Mehr lesen
Dienstleistungswürfel
08.05.2013. William T. Vollmann setzt das Schostakowitsch-Prinzip in Literatur um. Alain Mabanckou führt uns ins Trois-Cents-Viertel Brazzavilles. Jochen Schmidt führt uns im Sommer 89 ins Ferienlager Schneckenmühle. David Gilmour sucht Italien, Kathrin Passig experimentiert mit neuen Technologien. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai.
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Frühjahrsbücher 2013
15.04.2013. In diesem Frühjahr dominieren autobiografisch grundierte Romane, Bücher über die Geburtstagskinder Jean Paul und Wagner, eine fette Derrida-Biografie und ein Band über Sexualität in der arabischen Welt. Reichlich Lektüre für die Sonnentage im Park, die jetzt hoffentlich anstehen. Mehr lesen
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Club Med
21.05.2013. Marseille, Kulturhauptstadt 2013. Mit ihrem hohen Migrantenanteil ist die Mittelmeermetropole ein Vorreiter der Integration. Fünfzig Jahre später haben sich die Hoffnungen zerschlagen, die Segregation ist in vollem Gang. Die Vereinten Progressiven Territorien sichern ihre Sektorengrenzen mit aller Macht ... Eine Erzählung Mehr lesen
Monotheismus-Debatte im Perlentaucher
17.05.2013. Alle Artikel der von Jan Assmann angestoßenen Debatte zu Monotheismus und Gewalt im Perlentaucher, aktualisiert am 17. Mai. Mehr lesen
The Hebrew Bible is a problem set
02.05.2013. Some ways out of an unproductive circle in the debate about monotheism. By Marcia Pally
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Was Arno Widmann nicht sagen durfte
04.04.2013. Die Berliner Zeitung hat eine kritische Passage über den Verleger Alfred neven DuMont nachträglich unterdrückt. Aber was hat Widmann eigentlich gesagt?
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