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- Der 11.September: Eine Presseschau
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Außer Atem: Das Berlinaleblog
Lebenszeichen: Werner Herzogs Blick in die 'Death Row' (Berlinale Special)
Von Thomas Groh, 14.02.2012, 14:30

"Ich will eins von vornherein klarstellen", sagt Werner Herzog dem zum Tode verurteilten James Barnes gleich direkt ins Gesicht, "ich bin kein Befürworter der Todesstrafe. Aber das muss nicht heißen, dass ich dich mag." Barnes zuckt kurz, versteht aber offenbar umgehend, was Sache ist, dass es hier nicht um eine Empathieshow geht. "Okay", sagt er kurz, verständig. Wie viele andere Figuren in Herzogs dokumentarischem wie fiktionalem Oeuvre wirkt auch Barnes fahrig, unergründlich, als würde ein Wille in ihm rumoren, der ihm diese Welt zu klein werden lässt. Mit einem Unterschied: Weder will Barnes Weltmeister im Skispringen werden, noch ein Schiff über einen Berg ziehen. Barnes sitzt wegen einiger bestialischer Morde - dass es wohl noch weitere gibt, die ihm bislang nicht angelastet werden konnten, schimmert zudem überdeutlich durch - in der Death Row, im Todestrakt des amerikanischen Gefängnissystems, und ... mehr lesen
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berlinale special 2012, dokumentarfilm, todesstrafe, usa, werner herzog
Raunen und Staunen: Wim Wenders und Werner Herzog in 3D
Von Ekkehard Knörer, 14.02.2011, 09:02

Die erste Einstellung von Wim Wenders "Pina" simuliert den Guckkastenblick aufs Theater aus den hinteren Reihen. An der Bühnenwand trifft der Blick auf ein hingekrakeltes "Alles vorbei. 2009". Ein Anfilmen gegen den Guckkastenblick ist dieser Film, der sich als Aufhebung von Pina Bauschs choreografischen Arbeiten in 3D-Bilder geriert, dem stolz ausgestellten eigenen Verständnis nach. Es gibt manchen Grund dafür, dass "Pina" schwer erträglich ist: das erwartbare Weihevolle seines Herangehens, das komplett analysefreie Gerede der Pina-Tänzerinnen und -Tänzer. Ein komplett hagiografischer Blick auf alles und jedes, das Pina Bausch je tat. Das fernsehkultursendungstaugliche Geschnipsel aus Tanz, Talking Head, Archivaufnahmen und Bedeutung behauptendem, aber nirgends historisch, theoretisch oder sonstwie begründendem oder unterfütterndem Geraune. All das ist schlimm, das eigentliche Scheitern von "Pina" hat seinen Grund anderswo: Wenders übereignet den theatralen und choreografierten Raum einem Verständnis von Film (a fortiori in 3D), ... mehr lesen
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3d, Cave of Forgotten Dreams, chauvet-höhlen, deutschland, pina, pina bausch, tanz, usa, werner herzog, wettbewerb 2011, wim wenders
Vom Gehen im Eis
Von Thomas Groh, 11.02.2010, 17:35
"Vom Gehen im Eis" lautet der erhabene Titel von Werner Herzogs Tagebuch über seine legendäre Wanderschaft per pedes von München nach Paris, mit der der Regisseur die kranke Lotte Eisner heilen wollte. Kein Opfer, eine Erlaubnisverweigerung sah er darin: "Der Eisnerin wird mit physischem Nachdruck die Erlaubnis entzogen, zu sterben.", sagt er vor kurzem im Interview mit der Zeit, das mit "Herr der Schmerzen" passend pathetisch überschrieben war. In der Berliner Zeitung macht Harald Jähner das deutsche Grimmig-Schöne als Ursache für Herzogs jüngste Popularität in den Staaten aus. Mit Kinski machte Herzog Filmemachen zum Gewaltakt, das berühmte Schiff-über-den-Berg findet allüberall Erwähnung - keine Frage: Ein Wahnsinniger steht der Jury vor.
Und dann das: Herzog zeigt sich auf der eröffnenden Pressekonferenz als versöhnlich väterliche Figur. Er freue sich sehr auf die Berlinale und jedem Film begegnet er, begegnet die ... mehr lesen
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berlinale-jury 2010, werner herzog
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