Bücherschau der Woche

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Literaturbeilagen

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Außer Atem: Das Berlinaleblog

Das ganze Vokabular des Bewegungsfilmens

Von Ekkehard Knörer, 19.02.2010, 15:44

Der Berlinale-Wettbewerb bewegt sich schnurstracks in den Abgrund. Die letzten Jahre waren schlimm genug, in diesem ist die Katastrophe monumental. Unter den zwanzig zur Bärenvergabe präsentierten Filmen gab es, bei großzügiger Betrachtung, vielleicht eine Handvoll, die im Wettbewerb eines A-Festivals etwas verloren haben. (Bei Lichte betrachtet ist die Berlinale keins mehr.) Der Rest sind nicht etwa Werke, die Nobles im Gemüt gehabt hätten, das ihnen leider misslang. Sondern es ist konzeptuell, ästhetisch, intellektuell minderwertige Ware, für den Zustand des Weltkinos von vorneherein ohne jede Bedeutung.

Wenn ein Cannes- oder Venedig-Jahrgang einmal wenig zufriedenstellend ausfüllt, sagt man: Kein gutes Jahr für das Kino. Zwar steckt auch da eine gewaltige Hybris drin, aber niemand, der bei Verstand ist, glaubt, nach Ansicht eines Berlinale-Wettbewerbsjahrgangs auf den Zustand von irgendetwas anderem als dem Kunstverstand seiner Auswahlkommission schließen zu dürfen. Es ist ... mehr lesen



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Eine weitere Möglichkeitsdimension: Angela Schanelecs Orly

Von Lukas Foerster, 13.02.2010, 09:02

Nach der Godardistischen Titelsequenz beginnt der Film  "Orly" in den Straßen von Paris. Ein nicht enden wollender Schwenk begleitet eine Frau durch einen Pariser Straßenzug. Gefilmt ist diese Einstellung - wie ein Großteil des restilichen Films - mit einem Teleobjektiv, einem Objektiv mit langer Brennweite und geringer Schärfentiefe, das dazu benutzt wird, Objekte zu filmen, die weit von der Kamera entfernt positioniert sind. Die Bilder des Teleobjektivs haben oft etwas Suchendes, Investigatives, in der Filmgeschichte prägten sie unter anderem die paranoiden Politthriller der siebziger Jahre. Manchmal haben sie auch ganz im Gegenteil etwas Zurückhaltendes, dezidiert Unaufdringliches, wie in den Filmen Hou Hsiao-hsiens, der ganze Melodramen aus weiter Entfernung und durch enge Türöffnungen hindurch gefilmt hat. Angela Schanelec nutzt das Teleobjektiv in ihrem neuen Film wiederum völlig anders.

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Nach zwei kurzen, einführenden Szenen gelangt ... mehr lesen



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