Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Perlentaucher-Autoren
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Außer Atem: Das Berlinaleblog
Sehnt sich hinaus ins Freie: Keisuke Kinoshitas 'Farewell to dream' (Forum)
Von Lukas Foerster, 13.02.2013, 15:02

Yoichi sitzt am Fenster, im ersten Stock des Hauses, den Rücken der Kamera zugewandt und blickt durch ein Fernglas nach draußen. Und gleichzeitig, sagt der Voice Over, auf die Vergangenheit, auf sein vier Jahre jüngeres Ich, das noch nicht war, was er jetzt ist: ein Fischverkäufer, wie der Vater vor ihm, Ernährer einer kleinen Familie, die Dank ihm gerade einmal so über die Runden kommt.
Auch in der langen Rückblende, die den Rest des Films ausmacht, sitzt Yoichi des öfteren an demselben Fenster (und in derselben Einstellung), greift zum selben Fernglas und blickt hinaus. Da allerdings nicht auf die Vergangenheit, sondern auf eine mögliche Zukunft: auf ein Mädchen, das einige Straßen weiter lebt und von dem wir lange nur die Gesichtsumrisse kennen, die Yoichi auf ein Blatt Papier zeichnet. Denn der Film weigert sich, mit Yoichi gemeinsam durch ... mehr lesen
Stichwörter:
farewell to dream, forum 2013, keisuke kinoshita, yuyake gumo
Melodramatische Spitzen: Zu den Filmen von Keisuke Kinoshita (Forum)
Von Thomas Groh, 07.02.2013, 07:01

Die Würdigung japanischer Studioregisseure zählt zu den in den vergangenen Jahren am meisten liebgewonnenen, jüngeren Traditionen der Berlinale, respektive des Forums. Will einen aus dem Festivalprogramm womöglich auch sonst nichts anspringen - auf die japanische Hommage im Forum ist stets Verlass.
Dass sich rund um die Shochiku, Japans ältestem Film- und Studiogesellschaft, ein ganz eigenes "Genie des Systems" abzeichnet, wie es André Bazin in Abgrenzung zum und in Kritik am Hollywood-Geniekult seiner jüngeren Cahiers-Kollegen Godard und Truffaut bezeichnet hat, wird dabei auch in diesem Jahr aufs Neue (und Schönste) kenntlich: Hinter den Schwergewichten Kurosawa, Mizoguchi und Ozu gab es bislang eine ganze Reihe im Ausland faktisch unbekannter Routiniers zu entdecken, deren Werke unter den verlässlichen Arbeits- und Auftragsbedingungen eines Großstudios eine Meisterschaft im (gar nicht despektierlich gemeinten) kleinen aufweisen: Eine Termitenkunst, die vielleicht gerade in Japan florieren konnte, ... mehr lesen
Stichwörter:
forum 2013, japan, keisuke kinoshita
Blogroll
- Kritikerspiegel von critic.de und perlentaucher.de
- Lukas Foerster
- Thomas Groh
- Nikolaus Perneczky
- cargo
- critic.de: berlinale im dialog
- epdFilm Berlinaleblog
- Keyframe Daily





