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Außer Atem: Das Berlinaleblog

Der Ungeehrte

Von Anja Seeliger, 15.02.2010, 11:20

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Nach der Vorführung des Films fragt eine Zuhörerin die Regisseurin Ilona Ziok sichtlich genervt, warum sie diese schrecklich dräuende Musik für ihren Film benutzt hat. Und für den Abspann dann auch noch Frank Sinatras "My way" herhalten musste. Ziok nimmt die Frage übel: "Das ist halt mein Stil. Das kann man mögen oder nicht", pampt sie zurück Als sich einige Zuschauer mit dieser Antwort nicht zufrieden geben, erklärt der Cutter Pawel Kocambasi: "Wir wollten unsere Sympathie für Fritz Bauer ausdrücken."

Das war nicht nötig. Außer alten und jungen Nazis bringt heute wohl jeder Sympathie auf für den hessischen Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, der sich in den 50er und 60er Jahren für die juristische Aufarbeitung der NS-Verbrechen einsetzte und damit fast alleine stand. Vielleicht hat Ziok die Musik für ihren Dokumentarfilm aber auch benutzt, um ein Befremden zu übermalen, dass ... mehr lesen



Stichwörter: auschwitz-prozesse, dokumentarfilm, fritz bauer, ilona ziok, nationalsozialismus, panorama 2010