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Außer Atem: Das Berlinaleblog
Cinephiles Profil
Von Lukas Foerster, 06.02.2013, 09:02




Bruno Dumont, Steven Soderbergh, Ulrich Seidl, Danis Tanovic
So ganz hat man sich noch immer nicht daran gewöhnt, aber es scheint sich zu verstetigen: Der Berlinale-Wettbewerb ist seit letztem Jahr - und zwar ohne jede Vorankündigung - keine Leistungsschau des cineastischen Mittelstandes mehr, keine zusammengewürfelte Auswahl, die so ausschaut, als sei sie zur einen Hälfte in der Vorauswahl für Cannes ausgesiebt, zur anderen Hälfte dort aus guten Gründen gar nicht erst eingereicht worden. Statt dessen tauchten letztes Jahr wagemutige, erstaunliche Filme von Miguel Gomes, Brillante Mendoza und Alain Gomis in der zentralen Sektion auf, allesamt Regisseure, von denen man nicht vermutet hatte, dass Kosslicks Team ... mehr lesen
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berlinale 2013, eröffnungsartikel
Ausblick auf die Berlinale 2012
Von Lukas Foerster, 08.02.2012, 13:40




Benoit Jacquot, Brillante Mendoza, Miguel Gomes, Ursula Meier
Nicht jeder kann alles mögen. Klaus Lemke und Doris Dörrie zum Beispiel mögen die Berlinale nicht. Dem einen ist sie zu risikoscheu, der anderen zu avantgardistisch. Auch die Filmkritik, die überregionale und internationale zumal, ist zunehmend verstimmt, die Berlinale sei, das war der letztjährige Tenor, in Bezug auf das aktuelle Weltkino längst minderrelevante Provinz. Festivalleiter Dieter Kosslick, schon seit 2001 im Amt, ließ seinen Vertrag, davon unbeeindruckt, kürzlich verlängern, bis 2016 vorerst. Die Kritik an seiner kuratorischen Praxis weist er nicht einmal unbedingt zurück, er stellt ... mehr lesen
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Vorhutkonkurrenz: Ausblick auf die Berlinale 2011
Von Ekkehard Knörer, 09.02.2011, 11:02
22 potenzielle Oscars sind im Anmarsch auf die Berlinale: "True Grit", der Eröffnungsfilm der Coen-Brüder , hat zehnmal die Chance, wird allerdings, wie es aussieht, vergleichsweise leer ausgehen in Konkurrenz zum Historien-Heuler, -Flucher und -Stotterer "The King's Speech", den Dieter Kosslick in die unfreiweillig surreal zusammengesetzte Gemischtwarenreihe namens Berlinale Special nachnominiert hat, auf deren Operationstisch sich regelmäßig Nähmaschinen und Regenschirme begegnen. "The King?s Speech" sagte im Gegenzug den zugesicherten Schlussfilmauftritt beim kurz vor Berlin liegenden Rotterdam-Festival wieder ab. Nur ein Zeichen für das Hauen und Stechen um Prominenz und Publizität, dessen Austragungsort, Opfer und Profiteure Festivals heute mehr denn je sind.
Cannes ist der König, in der zweiten Reihe, zu der Venedig und jedenfalls nominell die Berlinale gehören, sind die Gewichte in ständiger Verschiebung begriffen. Man ist aber längst nicht mehr unbedrängt und allein. Auch ... mehr lesen
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berlinale 2011, eröffnungsartikel
Laboratorium für den Mainstream
Von Lukas Foerster, 11.02.2010, 16:02

40 Jahre ist das Forum alt und damit zwar zwanzig Jahre jünger als die große Berlinale, aber doch auch selbst ein wenig in die Jahre gekommen. Als politisch engagiertes Gegenfestival war man 1970 angetreten, inzwischen ist das Internationale Forum des jungen Films fest in die Berlinale integriert. Es sucht auch nicht mehr das Gegenkino, sondern begreift sich als "Laboratorium für den Mainstream". Und doch: Die besten (neuen wie alten) Filme der Berlinale laufen auch dieses Jahr aller Voraussicht nach wieder im Forum.
Die große Stärke des bis 2000 von Erika und Ulrich Gregor geprägten Forums war, dass es sich zur Aufgabe gemacht hatte, minoritäre Positionen im Weltkino in ihrer ganzen Komplexität abzubilden: das historische sozialrevolutionäre "dritte Kino" Lateinamerikas und Afrikas etwa, die Kinematografien der ehemaligen Ostblockstaaten, den deutschen Experimentalfilm, aber auch beispielsweise das populäre ... mehr lesen
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christoph terhechte, erika und ulrich gregor, eröffnungsartikel, forum 2010
Der Wettbewerb: eine tiefinnere Liebe zum Kompromiss
Von Ekkehard Knörer, 11.02.2010, 10:00

Ein Filmfestival von der Größe der Berlinale ist immer vieles auf einmal. Ein Wirtschaftsunternehmen zuerst, das auf die Gunst von staatlichen Geldgebern und privaten Sponsoren angewiesen und von beiden darum zu einem gewissen Grad abhängig ist. Den Gönnern hat es etwas zu bieten, ein Renommee, das sich Stars auf roten Teppichen sehr viel eher als großer Filmkunst verdankt. Ein A-Festival wie die Berlinale ist zugleich ein Ereignis, auf das die machtvollen Interessen der nationalen Filmproduktion starken Druck ausüben. Man will eine Leistungsschau des im eigenen Land produzierten Kinos, also möglichst viele "eigene" Filme im Wettbewerb. Die Granden der Industrie, die in Deutschland gar keine, sondern ein stark fernsehgestützter Subventionsbetrieb ist, sitzen dem Festivalleiter unweigerlich im Genick. Dazu kommt ein längst globalisierter Verkaufsbetrieb mit den Filmverkäufern als einflussreichen Figuren, die jedes Festival in die Knie zwingen könnten, das sich den ... mehr lesen
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