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Außer Atem: Das Berlinaleblog

Ein Monstrum, aber ein amüsantes: Oskar Roehlers 'Jud Süß - Film ohne Gewissen'

Von Thomas Groh, 18.02.2010, 21:00

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Wie umgehen mit diesem Film? Oskar Roehlers "Jud Süß - Film ohne Gewissen" mangelt es an eben diesem ganz gehörig und dies, aber nur vielleicht, zum Glück. Ein Monstrum ist dieser Film, zwischen deutsch-mehlspeisigem Melodram aus Opas Kino, bizarrer Clownerie und einer den Produzenten, wenn auch nur sacht, untergejubelten Prise Punk.

Dass Roehler wahrscheinlich selbst nicht ganz genau weiß, was er mit dem Stoff des Theater- und Filmschauspielers Ferdinand Marian (Tobias Moretti) anfangen soll, den Goebbels zur Darstellung des Joseph Süß Oppenheimer in Harlans Propaganda-Melodram "Jud Süß" vermutlich zwang (der Film spitzt hier drastisch zu, was wohl zahmer abgelaufen ist) und diesen Jud Süß fortan nicht mehr los wurde, ist vielleicht das beste, was ihm, dem Film, geschehen konnte. Was als Stoff einlädt zur zweiten Runde "Untergang" und Herumhitlern (oder eben: -goebbeln), zu einem weiteren pathosschwangeren Spiel ... mehr lesen



Stichwörter: deutschland, drittes reich, jud süß - film ohne gewissen, oskar roehler, wettbewerb 2010