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- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
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Außer Atem: Das Berlinaleblog
Ein Wunder von einem Film: Ramon Zürchers 'Das merkwürdige Kätzchen' (Forum)
Von Lukas Foerster, 11.02.2013, 17:02

Damit ich es gleich los bin: "Das merkwürdige Kätzchen" ist, in meinen Augen, ein Wunder von einem Film. Ich habe mich in den ersten fünf Minuten in ihn verliebt und wenn ich im Folgenden diese Liebe nicht zu fassen bekommen sollte, dann liegt das an mir und an der vielleicht blind machenden Liebe, nicht an dem Film.
Alltag, auseinandergenommen und neu zusammengesetzt. Menschen, Tiere, Dinge, Worte, Räume. Menschen: Die Mutter hat ein ernstes Gesicht, steht in der Küche, beobachtet, kommentiert. Der Vater ist mal da, mal weg, hat wenig Präsenz. Der Sohn ist ein Ironiker. Die ältere Tochter hat einen kleinen Gesundheitsfimmel. Die jüngere Tochter reißt gelegentlich den Mund weit auf und schreit, nur um Krach zu machen (aber lärmig wird der Film auch in diesen Momenten nicht). Die Oma schläft meistens. Ein Nachbarskind schaut zur Tür herein, ... mehr lesen
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Big in Berlin: Shah Ruhk Khan in 'Don - The King is Back' (Berlinale Special)
Von Thomas Groh, 10.02.2012, 14:57

Es ist eine Szene wie aus einem alten Serial: Der Held steht inmitten in einer ausweglosen Situation, diverse Gewehrläufe sind auf ihn gerichtet, zwei, drei coole Sprüche - "Wo finde ich hier eigentlich ein gutes italienisches Restaurant, wenn ich mit euch fertig bin?" - sowie einen spektakulären Kampf einer gegen alle unter allerlei Verrenkungen und Zweckentfremdungen später bleibt dem Held nur noch, sich den Staub von der Kleidung zu klopfen und das Feld, auf dem sich die zuvor noch aufrechten Bösewichte nun in der Horizontalen stapeln, mit einem schelmischen Grinsen zu verlassen.
So ein Held ist Shah Rukh Khan als Don, so eine Szene markiert den Anfang der raumgreifenden, comicartigen Action-Oper "Don - The King is Back". Zurück ist der König gleich in zweierlei Hinsicht: Nicht nur handelt es sich um ein Sequel (das man auch gut versteht, ... mehr lesen
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Spricht chorisch Vitruvisches: Jaume Collet-Serras 'Unknown'
Von Ekkehard Knörer, 18.02.2011, 17:02

Was kann man Höheres und Schöneres erreichen im Blockbuster-Kino als eine Szene, in der es der Plot des Films möglich macht, dass Liam Neeson und Aidan Quinn chorisch einen Satz mit irgendwas über Vitruv sprechen, aus heiterem Himmel, und selbst nicht begreifen, warum sie tun, was sie da tun? Oder Bruno Ganz als stolzen Ex-Stasimann und nunmehr in Friedrichshain residierenden Privatdetektiv in den Armen eines von Frank Langella gespielten Oberbosses der Killer nach genossenem Trank aus dem Schierlingsbecher in aller Ganovenehre dahinscheiden zu lassen? Oder bei einem Anschlag auf einen Scheich, der in Sachen Weltrettung oder dergleichen unterwegs ist, die oberen Stockwerke des Hotel Adlon in die Luft zu jagen? (Szenenapplaus.) Und January ... mehr lesen
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Bewältigt Kindheitstraumata: Tamara Trampes 'Wiegenlieder' im Panorama
Von Anna Steinbauer, 16.02.2010, 14:02
Was haben ein trockener Alkoholiker, ein Knasti und ein Flüchtling aus Tschetschenien gemeinsam? Sie können keine Wiegenlieder singen! Und das bedeutet, dass sie keine schöne Kindheit hatten, zumindest, wenn man dem Film "Wiegenlieder" glaubt.
Zu Beginn des Dokumentarfilms fragt die Regisseurin Tamara Trampe verschiedene Menschen auf der Straße, ob sie ein Wiegenlied kennen und ob sie dies singen wollen. Einige singen, was meist wenig angenehm ist, andere nicht, einige erzählen viel von sich und ihrer Kindheit, andere schweigen - mit Tränen in den Augen. Es ergibt sich ein Potpourri aus Porträts und Einzelschicksalen rund um das Thema Kindheit. Inklusive Liebeserklärung an die Stadt Berlin.
Der Film steht und fällt mit seinen Protagonisten, unter denen einige besondere Originale hervorstechen. Wie zum Beispiel die kleine Mila, die sehr selbstbewusst und altklug erklärt, warum es ihr peinlich ist, wenn ihre ... mehr lesen
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Patrone für Patrone: Thomas Arslans 'Im Schatten'
Von Lukas Foerster, 15.02.2010, 15:12
Die Titelsequenz liegt über einem Straßenzug in Berlin Mitte. Ampeln und Leuchtreklamen dominieren das Bild und werfen bunte Schlieren, die nahelegen, dass die Kamera hinter einer Glasscheibe positioniert ist. Danach, in kurzer Folge, drei Einstellungen von Trojan (großartig in seiner körperlichen Präsenz: Misel Maticevic, zuletzt unter anderem in den beiden tollen Dominik-Graf-Filmen "Eine Stadt wird erpresst" und "Das Gelübde" und auf der Berlinale außerdem in Grafs sehnsüchtig erwarteter Serie "Im Angesicht des Verbrechens" zu sehen). Er steht an einer Häuserfassade, blickt sich um und macht sich schließlich auf den Weg in einen Berliner Gangsterfilm. Trojan, gerade aus dem Gefängnis entlassen, betritt zunächst einen Hausflur, dann eine Wohnung, bald darauf eine weitere, er wartet in Straßencafes, er besorgt sich ein Auto, ist damit auf Berliner Straßen und in Berliner Parkhäusern unterwegs, bezieht ein Hotelzimmer mit denkbar unglamouröser Aussicht, funktionalisiert sein Leben wie der Film ihn und die Stadt funktionalisiert. Ziel der ... mehr lesen
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