Bücherschau der Woche

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Literaturbeilagen

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Außer Atem: Das Berlinaleblog

Füllhorn blühenden Blödsinns: Lee Tamahoris 'The Devil's Double'

Von Thomas Groh, 11.02.2011, 17:18

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Lee Tamahori
ist vielleicht am ehesten das, was man in der Filmbranche einen "Hack" nennt: Einer, den man für alles irgendwie einsetzen kann, dabei nie richtig gut, dann und wann aber richtig schlecht ist. Den sehr sonderbaren James-Bond-Film "Die Another Day" durfte er damals drehen (Madonna steuerte den ebenfalls sonderbaren Titelsong bei) und die recht bizarre Philip-Dick-Verfilmung "Next" (hier unsere Kritik). Vorsichtig gesagt: Lee Tamahori neigt dazu, seinen Stoff auf merkwürdige Weise in die Binsen gehen zu lassen. Dass Madonna einen Titelsong zu seinem neuesten Werk beisteuern würde, stand, auch vorsichtig gesagt, nicht zu erwarten: Mit dem Soundtrack zu einem Quasi-Historienfilm um den Doppelgänger eines vom schillernden Wahnsinn geküssten Sohns von Saddam Hussein, der 1987 sehr unfreiwillig in diesen mit einigen Unappetitlichkeiten verbundenen Dienst gerät, schmückt sich kein Popstar der Welt sehr gerne.

Es mag aber ... mehr lesen



Stichwörter: belgien, irak, lee tamahori, panaroma 2011, Udai Hussein

Falsche Bärte und eine Blondine: Jerzy Skolimowskis Meisterwerk 'Le depart'

Von Lukas Foerster, 19.02.2010, 09:41

Mit einem Standbild beginnt der Film: ein dunkles, statueskes Etwas in einem Zimmer. Sobald sich das Bild in Bewegung setzt, wird das Etwas zu Jean-Pierre Leaud. Der Pullover, den er sich gerade über den Kopf zieht, hat ihn im Standbild enthumanisiert. Jetzt ist Leaud Mensch geworden, schick angezogen und bereit, loszulegen. Er zögert nicht, wie überhaupt der Film nie auch nur einen Moment zögert.



1967 hatte "Le depart" auf der Berlinale den goldenen Bären gewonnen. Die diesjährige Retrospektive "Play It again..." gräbt den Film wieder aus und alleine diese Ausgrabung ist dazu angetan, einen mit der auf den ersten Blick wenig originellen Konzeption zu versöhnen. "Le depart" ist Jerzy Skolimowskis vierter Langfilm und der erste, den er außerhalb seiner Heimat Polen realisierte, als Beginn einer nicht immer glücklichen Exilkarriere. ... mehr lesen



Stichwörter: belgien, jerzy skolimowski, le depart, polen, retrospektive 2010, videos