Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Perlentaucher-Autoren
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Von Lesern empfohlene Bücher

Robert Neumann: Die Kinder von Wien

Olga Martynova: Mörikes Schlüsselbein

Außer Atem: Das Berlinaleblog
Rein imaginär: Miguel Gomes' 'Tabu' (Wettbewerb)
Von Lukas Foerster, 15.02.2012, 13:30

Am Anfang steht ein vollbärtiger, traurig dreinblickender Mann im Dschungel, dann verwandelt er sich vielleicht in ein Krokodil, vielleicht wird er von einem gefressen. Dazu leise, verspielte Klaviermusik und eine sanft dröhnende Voice-Over-Stimme, die über die Möglichkeit eines melancholischen Krokodils nachdenkt. Dann Schnitt auf eine ältere Frau, die alleine im Kino sitzt, bald aufsteht und mit dem Auto nach Hause fährt. Der Film im Film, mit dem "Tabu" beginnt, ist zu Ende, aber gleichzeitig setzt er sich fort im kontrastarmen Schwarz-weiß und dem 1.37:1-Bildformat des klassischen Kinos, das Miguel Gomes' dritter Langfilm bis zum Ende durchhält. Auch die Klaviermusik weht noch ein paar Einstellungen lang nach. Das melancholische Krokodil wird schließlich ebenfalls wiederkehren, als fröhliches Babyreptil, das in einer afrikanischen Badewanne planscht.
Aber zunächst: Kapitel eins ("Das verlorene Paradies"), drei Frauen in Portugal. Pilar, die Frau aus dem ... mehr lesen
Stichwörter:
afrika, miguel gomes, portugal, tabu, wettbewerb 2012
Fortgehen und reich wiederkommen: Michel Zongos 'Espoir Voyage' (Forum)
Von Thekla Dannenberg, 10.02.2012, 16:59

Wenn afrikanische Regisseure über das neue afrikanische Kino lästern, dann haben sie meist einen Film vor Augen, der mit europäischen Geldern koproduziert wurde, eine Migrationsgeschichte erzählt und zur Freude eines schuldbewussten Publikums auf Festivals und bei Arte gezeigt wird. Und wahrscheinlich wird er nie in einem afrikanischen Kino zu sehen sein. Kann gut sein, dass Michel Zongos "Espoir Voyage" zu hundert Prozent das Klischee des Weltkinos erfüllt, er ist aber trotzdem sehr schön und sehr sehenswert.
Michel Zongo, Regisseur aus Burkina Faso, begibt sich für diese Dokumentation auf die Spuren seines älteren Bruders Joanny, der 1978 mit gerade einmal 14 Jahren in die Elfenbeinküste aufgebrochen ist, um dort sein Glück zu suchen. Michel Zongo war damals vier Jahre alt, hat also keinerlei Erinnerungen an seinen Bruder. Nach achtzehn Jahren ohne ein Lebenszeichen von ihm brachte ein Cousin, der ... mehr lesen
Stichwörter:
afrika, burkina faso, espoir voyage, forum 2012, michel zongo, wanderarbeiter
Steht da licht: Ulrich Köhlers 'Schlafkrankheit'
Von Ekkehard Knörer, 13.02.2011, 15:40

Im Anfang steht da licht. Auf schwarzer Leinwand erscheint aus dem Nichts dieses Wort. Weitere dann: ton, schnitt, regie und so weiter. Die Credit-Sequenz wie ein Saal, der sich nach und nach füllt. Dann kann es losgehen.
Zu Beginn ist es Nacht. Eine Straßensperre, die der Film klug nutzt zur Vorstellung seiner Protagonisten. Eine Kleinfamilie in Afrika. Ebbo, Vera, Helen Velten. Der Vater Entwicklungshelfer und Arzt, die Tochter nur zu Besuch. Bevor steht die Rückkehr nach Wetzlar. Was sich zwischen den dreien tut, wie der Vater, die Mutter sich zu Kamerun, ihrer Heimat gewordenen Fremde, verhalten, darum geht es - zunächst. Sie gehen Schwimmen, sie sitzen am Ufer, sie essen mit dem französischen Kollegen, der sich wie ein Kolonialherr aufführt. Wir müssen nicht gehen sagen sie, wir können auch bleiben. Ein Abschied, der sich hinzieht. Menschen, die sitzen ... mehr lesen
Stichwörter:
afrika, berliner schule, deutschland, entwicklungshilfe, schlafkrankheit, ulrich köhler, wettbewerb 2011
Blogroll
- Kritikerspiegel von critic.de und perlentaucher.de
- Lukas Foerster
- Thomas Groh
- Nikolaus Perneczky
- cargo
- critic.de: berlinale im dialog
- epdFilm Berlinaleblog
- Keyframe Daily





