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- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
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Außer Atem: Das Berlinaleblog
Raunen und Staunen: Wim Wenders und Werner Herzog in 3D
Von Ekkehard Knörer, 14.02.2011, 09:02

Die erste Einstellung von Wim Wenders "Pina" simuliert den Guckkastenblick aufs Theater aus den hinteren Reihen. An der Bühnenwand trifft der Blick auf ein hingekrakeltes "Alles vorbei. 2009". Ein Anfilmen gegen den Guckkastenblick ist dieser Film, der sich als Aufhebung von Pina Bauschs choreografischen Arbeiten in 3D-Bilder geriert, dem stolz ausgestellten eigenen Verständnis nach. Es gibt manchen Grund dafür, dass "Pina" schwer erträglich ist: das erwartbare Weihevolle seines Herangehens, das komplett analysefreie Gerede der Pina-Tänzerinnen und -Tänzer. Ein komplett hagiografischer Blick auf alles und jedes, das Pina Bausch je tat. Das fernsehkultursendungstaugliche Geschnipsel aus Tanz, Talking Head, Archivaufnahmen und Bedeutung behauptendem, aber nirgends historisch, theoretisch oder sonstwie begründendem oder unterfütterndem Geraune. All das ist schlimm, das eigentliche Scheitern von "Pina" hat seinen Grund anderswo: Wenders übereignet den theatralen und choreografierten Raum einem Verständnis von Film (a fortiori in 3D), ... mehr lesen
Stichwörter:
3d, Cave of Forgotten Dreams, chauvet-höhlen, deutschland, pina, pina bausch, tanz, usa, werner herzog, wettbewerb 2011, wim wenders
Will nicht in die Tiefe: Michel Ocelots 'Les contes de la nuit'
Von Thomas Groh, 13.02.2011, 16:30

Wie sinnvoll ist es, die Ästhetik des Scherenschnitt- und Silhouettenfilms, der gerade aus seiner Flächigkeit Reiz bezieht, mit 3D-Technologie zu kreuzen? Mit Blick auf den 3D-Boom des vergangenen Jahres aus Sicht von Finanziers vermutlich sehr, davon abgesehen wirft eine solche Unternehmung zumindest Fragen auf. In "Les Contes de la Nuit" von Michel Ozelot sitzt man jedenfalls einigermaßen verwirrt vor der Leinwand: In einer technisch etwas aufgefrischten Variante der Schnerenschnittanimation a la Lotte Reiniger (ein paar Beispiele) erzählt der Episodenfilm kleinere Geschichten aus Märchenbüchern aus aller Welt, gerahmt wird das von einer kleinen Gruppe Animationsfilmer, die nachts in einem heruntergekommenen Kino eben jene Geschichten mit viel Enthusiasmus auf die Leinwand bringen.
Nur ganz buchstäblich in die Tiefe will das nicht gehen: Lediglich die letzte Fabel des Reigens wartet mit einigen kleineren, dafür recht hübschen Ideen auf, ... mehr lesen








