Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 09.02.2012, 20.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Giacomo Leopardi

Giacomo Leopardi, der als einer der größten italienischen Dichter des 19. Jahrhunderts gilt, wurde 1798 in Recanati geboren. Als er zwanzig Jahre alt war, hatte er schon ein durch und durch pessimistisches Weltbild entwickelt, was sein gesamtes literarisches Schaffen prägen sollte. Er begann seine Dichterlaufbahn im Jahre 1820. Die Helden seiner frühen Gedichte waren meistens Patrioten, die gegen Widrigkeiten ankämpften. Zu Lebzeiten gründete sich sein Ruhm jedoch auf seine Prosaarbeiten, darunter Dialoge und Essays, die er Operette Morali (1827) nannte und seine Gedanken und Briefe. Ab 1833 verschlechterte sich sein seit der Jugend prekärer Gesundheitszustand, und er zog mit seinem Gefährten Rainieri ins wärmere Neapel. Dort lebte und arbeitete er bis zu seinem Tode im Jahre 1837.

Bücher von Giacomo Leopardi

Leopardi, Giacomo: Die Fortsetzung des Froschmäusekriegs. Eine italienische Zeitsatire über das Zeitalter Napoleons, der Restauration und der Revolutionen bis 1830/31

Cover: Die Fortsetzung des Froschmäusekriegs

Königshausen und Neumann Verlag, Würzburg 2006, ISBN 3826032802, Gebunden, 144 Seiten, 16,80 EUR

Italienisch-Deutsch. Übersetzung von Heinz G. Ingenkamp. Einführung und Kommentar von Karl-Hans Brungs. Die Paralipomeni sind Leopardis letztes Werk. Sie sind in vier Büchern zu je 45-51 Stanzen eingeteilt. Äußerlich geben sie sich als Fortsetzung des pseudohomerischen Epos "Froschmäusekrieg" (Batrachomyomachie). ... mehr lesen
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Leopardi, Giacomo: Das Massaker der Illusionen.

Cover: Das Massaker der Illusionen

Die Andere Bibliothek/Eichborn, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3821845112, Gebunden, 308 Seiten, 27,50 EUR

Aus dem Italienischen von Sigrid Vagt. Ausgewählt und kommentiert von Mario A. Rigoni. Wie Leopardi zu dem Ruf eines eher harmlosen Klassikers gekommen ist, dem allenfalls ein paar schöne, wehmütige Gedichte zu verdanken sind - das ist einigermaßen schleierhaft. Er war, darin Schopenhauer ebenbürtig, einer der radikalsten Pessimisten ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Dressierte Geschichten über dressierte Gefühle

09.02.2012: Großes Ereignis: Peter Nadas' Jahrhundertroman "Parallelgeschichten" liegt vor und beendet damit das Sandkastenspiel der bürgerlichen Literatur. Die Zeit ist überwältigt. Auch Christian Krachts Roman "Imperium" über den Begründer eines Kokusnussreichs kommt bei ihr sehr gut an. Die FAZ liest Hanna Kralls Erinnerungen "Rosa Straußenfedern". Die NZZ lernt in Bernd Stieglers "Belichtete Augen" alles über die Wunder der Optografie. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Dies pralle Leben

02.01.2012: Albrecht Selge flaniert durch Berlin. Christina Maria Landerl streift durch Wien. Josh Weil liebt seinen Deutz-Traktor. Mary Bauermeister experimentiert mit Karlheinz Stockhausen. Doug Saunders erkundet die Geburtsstätte der neuen Mittelschicht. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Januar. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen