Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Antonio Negri

Antonio Negri, geboren 1933 in Padua, ist marxistischer Soziologe und politischer Philosoph. Er war Professor für Staatstheorie in Padua, als er Anfang der 70er Jahre den bewaffneten Aufstand propagierte und führendes Mitglied der militanten Arbeiterbewegung Autonomia Operaia wurde. Nach der Ermordung Aldo Moros durch die Roten Brigaden 1978 wurde Negri in einem umstrittenen Prozess zu einer langen Haftstrafe verurteilt. Ihm wurde unter andere vorgeworfen, die Roten Brigaden in ihren Terroranschlägen bestärkt zu haben. Während er noch auf seinen Prozess wartete, wurde er 1983 für die Radikale Partei ins Europäische Parlament gewählt und konnte nach Frankreich fliehen. Dort erhielt er Asyl als politischer Häftling und lehrte als Professor für Philosophie an der Sorbonne. 1997 kehrte er nach Italien zurück und saß den Rest seiner - inzwischen stark reduzierten - Strafe ab. 2003 wurde er aus dem Gefängnis entlassen. Heute lebt er in Rom.

Bücher von Antonio Negri

Hardt, Michael / Negri, Antonio: Common Wealth. Das Ende des Eigentums

Cover: Common Wealth

Campus Verlag, Frankfurt am Main 2010, ISBN 3593391694, Gebunden, 437 Seiten, 34,90 EUR

Aus dem Englischen von Thomas Atzert und Andreas Wirthensohn. In der Krise wächst das gesellschaftliche Unbehagen am Kapitalismus. Viele Menschen fragen nach einer humaneren Alternative des Zusammenlebens. Michael Hardt und Antonio Negri entwerfen das Bild einer globalen Gesellschaft, in der die Idee des Gemeinsamen (»common«) ganz neue Kräfte ... mehr lesen
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Negri, Antonio: Goodbye Mr. Socialism. Das Ungeheuer und die globale Linke. Mit einem Postscriptum über die aktuelle Krise

Cover: Goodbye Mr. Socialism

Edition Tiamat, Berlin 2009, ISBN 3893201300, Kartoniert, 239 Seiten, 16,00 EUR

Aus dem Italienischen von Thomas Atzerrt. Antonio Negri entfaltet im Gespräch seine theoretischen Prämissen wie seine politische Kritik. Die Veränderung der Welt bleibt notwendig und ist möglich, so das Fazit, doch wäre es tragisch, würde eine globale gesellschaftliche Linke ihre Perspektive Sozialismus nennen, der doch ... mehr lesen
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Hardt, Michael / Negri, Antonio: Multitude. Krieg und Demokratie im Empire

Cover: Multitude

Campus Verlag, München 2004, ISBN 3593374102, Gebunden, 420 Seiten, 34,90 EUR

Aus dem Englischen von Thomas Atzert und Andreas Wirthensohn. Die Demokratie wird heute bedroht durch einen scheinbar permanenten und allgegenwärtigen Kriegszustand, der auch in Ländern und Regionen ohne aktuelle bewaffnete Konflikte die Freiheitsrechte und Demokratie einschränkt. Die Anschläge vom 11. September 2001 und der folgende ... mehr lesen
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Dufourmantelle, Anne / Negri, Antonio: Rückkehr. Alphabet eines bewegten Lebens

Cover: Rückkehr

Campus Verlag, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3593372428, Gebunden, 238 Seiten, 17,90 EUR

Aus dem Französischen und deutsche Bearbeitung von Thomas Atzert. Antonio Negri, Autor von "Empire", berichtet in seinem autobiografischen Alphabet von den Stationen eines turbulenten Lebens und den theoretischen Leidenschaften eines politischen Denkers. In einem ausführlichen Gespräch mit der französischen Journalistin Anne Dufourmantelle ... mehr lesen
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Hardt, Michael / Negri, Antonio: Empire. Die neue Weltordnung

Cover: Empire

Campus Verlag, Frankfurt am Main 2002, ISBN 359336994X, Gebunden, 480 Seiten, 34,90 EUR

Aus dem Englischen von Thomas Atzert und Andreas Wirtensohn. "Empire" ist eine politische Diagnose des postmodernen Kapitalismus im Zeitalter der Globalisierung. Die Phase des Imperialismus ist zu Ende, abgelöst wurde er vom "Empire", einem Weltreich ohne Zentrum und mit umfassendem Herrschaftsanspruch, das in seinem rastlosen ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Dies pralle Leben

02.01.2012: Albrecht Selge flaniert durch Berlin. Christina Maria Landerl streift durch Wien. Josh Weil liebt seinen Deutz-Traktor. Mary Bauermeister experimentiert mit Karlheinz Stockhausen. Doug Saunders erkundet die Geburtsstätte der neuen Mittelschicht. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Januar. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen