Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Nikos Kazantzakis

Nikos Kazantzakis wurde am 18. Februar 1883 in Megalokastro, jetzt Iraklion (Kreta), geboren als Sohn von Michael Kazantzakis und Maria Christodoulzki. Er besuchte die Schule der Franziskaner des Heiligen Kreuzes auf Naxos und das Gymnasium in Iraklion (1899-1902). Er studierte vier Jahre an der Universität von Athen studiert und machte sein Doktorat der Rechtswissenschaften im Jahre 1906. Von 1907 bis zu 1909 studierte er Philosophie in Paris unter der Leitung von Heinrich Bergson. Während der Balkankriege kämpfte er als Freiwilliger in der griechischen Armee. Zwischen 1910 und dem Ende der 30er Jahre ist er viel gereist (China, Japan, Rußland, England, Spanien, u.a.). Später hat er Reportagen über seine Reisen veröffentlicht (Spanien, Ägypten-Sinai, China-Japan, Was ich in Rußland gesehen habe, England...). 1914 macht er die Bekanntschaft von Angelos Sikelianos und besucht mit ihm den Berg Athos. 1918-1919 nimmt er an der Rückführung der Griechen aus dem Kaukasus teil. Schon früh wurde Kazantzakis vom Leninismus angezogen, und später hat er den Lenin-Friedenspreis erhalten, aber er ist nie Mitglied der kommunistischen Partei gewesen. Er wurde tief beeinflußt durch die Werke von Nietzsche und Bergson, seines Lehrers, und durch die Philosophien des Christentums, des Marxismus' und des Buddhismus'. In seinem Werk hat er versucht, eine Synthese der verschiedenen Geistesrichtungen zu verwirklichen. 1936 veröffentlicht er Reportagen über den spanischen Bürgerkrieg als Korrespondent der Zeitung "Kathimerini". Vor dem Zweiten Weltkrieg läßt sich Kazantzakis auf der Insel Aegina nieder. Nach dem Krieg ist er einige Zeit als Minister tätig. Von 1947-48 arbeitet er in Paris für die UNESCO. In 1948 verläßt er Griechenland, um sich in Antibes, Frankreich, niederzulassen, wo er seine literarische Arbeit fortführt. Am 28. Juni 1956 erhält er den "Internationalen Friedenspreis" in Wien. In 1957 unternimmt er eine Reise nach China, wo er krank wird. Er kehrt nach Europa zurück und wird von Kopenhagen in die Universitätsklinik von Freiburg im Breisgau, Deutschland, transferiert, wo er am 26 Oktober 1957 stirbt. Er wird auf Martinego, einer der Venezianischen Basteien begraben, die Iraklion umgeben. Das Epitaph auf seinem Grab lautet: "Ich hoffe auf nichts, ich fürchte nichts, ich bin frei ".

Bücher von Nikos Kazantzakis

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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Dies pralle Leben

02.01.2012: Albrecht Selge flaniert durch Berlin. Christina Maria Landerl streift durch Wien. Josh Weil liebt seinen Deutz-Traktor. Mary Bauermeister experimentiert mit Karlheinz Stockhausen. Doug Saunders erkundet die Geburtsstätte der neuen Mittelschicht. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Januar. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen