Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 09.02.2010, 16.23 Uhr

Bücher der Saison

Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Marlene Dietrich

Marlene Dietrich wurde 1901 als Tochter des Königlichen Polizeileutnants Louis Dietrich und dessen Ehefrau Wilhelmine in Schöneberg bei Berlin geboren. Nach einer Ausbildung zur Konzertgeigerin und einem abgebrochenem Studium an der Berliner Hochschule für Musik sprach sie 1922 in der Schauspielschule des Deutschen Theaters vor und erhielt ihre erste Theaterrolle bei Max Reinhardt. 1923 heiratete sie den Regieassistenten Rudolf Sieber, ein Jahr später wurde ihre Tochter Maria geboren. Nach verschiedenen Bühnen- und Filmrollen gelang ihr 1929 unter der Regie von Josef von Sternberg als "Lola Lola" im Film "Der blaue Engel" der Durchbruch. Kurz danach ging sie mit Sternberg in die USA, wo sie unter anderem "Morocco", "Shanghai Express" und "The devil is a woman" drehten. 1936 bot ihr NS-Propagandaminister Joseph Goebbels für jeden Film, den sie in Deutschland drehte, 200.000 Reichsmark an, sie lehnte ab. Sie filmte weiter in den USA mit Ernst Lubitsch, Billy Wilder, Alfred Hitchcock und Orson Welles. 1939 nahm sie die amerikanische Staatsbürgerschaft an, während des Zweiten Weltkriegs tritt vor amerikanischen Truppen in Nordafrika, in Italien und in Frankreich auf.  Die USA verliehen ihr nach dem Krieg die Medal of Freedom, Frankreich nahm sie in die Ehrenlegion auf. Im Rahmen einer Europatournee kehrte Marlene Dietrich auch nach Deutschland zurück, wo sie nur verhalten begrüßt wurde, viele schmähten sie als "Landesverräterin". Von 1976 an lebte sie zurückgezogen in Paris. Dort starb Marlene Dietrich 1992, beigesetzt wurde sie in Berlin-Friedenau.

Bücher von Marlene Dietrich

Dietrich, Marlene / Torberg, Friedrich: Schreib. Nein, schreibt nicht. Briefwechsel 1946-1979

Synema Verlag, Wien 2008, ISBN 3901644288, Gebunden, 272 Seiten, 25,00 EUR

Herausgegeben von Marcel Atze. "In meiner Verlorenheit hier heute morgen war es schön, Ihre Schrift zu sehen", heißt es in einem Brief Marlene Dietrichs, den sie am 10. Januar 1947 an Friedrich Torberg richtete. Die Filmdiva hatte New York, wo Torberg seit 1944 lebte, eine Woche zuvor per Schiff mit dem Ziel Paris verlassen. Doch ... mehr lesen
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Dietrich, Marlene: Nachtgedanken.

Cover: Nachtgedanken

C. Bertelsmann Verlag, München 2005, ISBN 3570008746, Gebunden, 187 Seiten, 20,00 EUR

Deutsch von Reiner Pfleiderer. Marlene Dietrich, legendäre Film-Diva und eine der schönsten Frauen des 20. Jahrhunderts, lebte in ihren letzten Lebensjahren zurückgezogen in Paris. Dass sie ihre quälend schlaflosen Nächte mit Schreiben verbrachte, wussten nur die Familie und enge Freunde. Erst jetzt hat die Dietrich-Tochter ... mehr lesen
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Dietrich, Marlene / Remarque, Erich-Maria: 'Sag mir, dass Du mich liebst...'. Zeugnisse einer Leidenschaft

Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2001, ISBN 3462030329, Gebunden, 214 Seiten, 19,43 EUR

Herausgegeben von Werner Fuld und Thomas F. Schneider. Erich Maria Remarque und Marlene Dietrich verband über Jahre eine leidenschaftliche Liebesbeziehung, die Remarque zu hinreißenden und bewegenden Liebesbriefen motivierte. Sie werden hier, mit den wenigen erhaltenen Antworten von Marlene Dietrich, zum ersten Mal veröffentlicht... ... mehr lesen
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Das Gegenglück, der Geist

09.02.2010: Großer Bahnhof für J.M. Coetzee: Zu seinem Siebzigsten preisen FAZ, FR, NZZ und SZ den neuen autobiografischen Roman "Sommer des Lebens" als "grandios", "raffiniert" und "wahrste, kühnste und unterhaltsamste Literatur". Sehr lieb ist der NZZ die Anti-Hysterie von Arno Geigers Eheroman "Alles über Sally". Die taz feiert Amir Hassan Cheheltans großartigen Roman "Teheran Revolutionsstraße". Mehr lesen

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Mein Hymen gehört mir!

03.02.2010: Joachim Sartorius nimmt uns mit auf die Prinzeninseln. Alma Guillermoprieto schickt uns ins Kuba der Siebziger. Alek Popov füttert uns mit Erzählungen für Fortgeschrittene. Helene Hegemann und Seyran Ates lassen Rezensentenschläfen pochen. Und Barbara Vine serviert eine bildschöne Leiche. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats. Mehr lesen

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Emotional labiler Federfetisch

19.01.2010: Wäre Inspektor Jensen nicht von einem Feticheur mit einem Fluch belegt worden, dann wäre er nicht nach Island gefahren, nicht von einer Fremden im Bett gebissen worden und würde nicht von einem Psychopathen verfolgt. Dies alles und noch etwas Quantenphysik findet man in Linus Reichlins "Assistent der Sterne". Jochen Schmidt präsentiert mit "Gangster, Opfer, Detektive" eine 1.100 Seiten starke Typengeschichte des Kriminalromans. Mehr lesen

Kein Schlaf, nur Albträume

02.12.2009: In seinem Roman "Tokio im Jahr Null" lässt David Peace neben allen anderen Untätern auch noch einen Serienmörder umgehen. Das ergibt einen einzigen Albtraum. Die Frage ist allerdings: wessen? Mehr lesen

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