Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Marlene Dietrich

Marlene Dietrich wurde 1901 als Tochter des Königlichen Polizeileutnants Louis Dietrich und dessen Ehefrau Wilhelmine in Schöneberg bei Berlin geboren. Nach einer Ausbildung zur Konzertgeigerin und einem abgebrochenem Studium an der Berliner Hochschule für Musik sprach sie 1922 in der Schauspielschule des Deutschen Theaters vor und erhielt ihre erste Theaterrolle bei Max Reinhardt. 1923 heiratete sie den Regieassistenten Rudolf Sieber, ein Jahr später wurde ihre Tochter Maria geboren. Nach verschiedenen Bühnen- und Filmrollen gelang ihr 1929 unter der Regie von Josef von Sternberg als "Lola Lola" im Film "Der blaue Engel" der Durchbruch. Kurz danach ging sie mit Sternberg in die USA, wo sie unter anderem "Morocco", "Shanghai Express" und "The devil is a woman" drehten. 1936 bot ihr NS-Propagandaminister Joseph Goebbels für jeden Film, den sie in Deutschland drehte, 200.000 Reichsmark an, sie lehnte ab. Sie filmte weiter in den USA mit Ernst Lubitsch, Billy Wilder, Alfred Hitchcock und Orson Welles. 1939 nahm sie die amerikanische Staatsbürgerschaft an, während des Zweiten Weltkriegs tritt vor amerikanischen Truppen in Nordafrika, in Italien und in Frankreich auf.  Die USA verliehen ihr nach dem Krieg die Medal of Freedom, Frankreich nahm sie in die Ehrenlegion auf. Im Rahmen einer Europatournee kehrte Marlene Dietrich auch nach Deutschland zurück, wo sie nur verhalten begrüßt wurde, viele schmähten sie als "Landesverräterin". Von 1976 an lebte sie zurückgezogen in Paris. Dort starb Marlene Dietrich 1992, beigesetzt wurde sie in Berlin-Friedenau.

Bücher von Marlene Dietrich

Dietrich, Marlene / Torberg, Friedrich: Schreib. Nein, schreibt nicht. Briefwechsel 1946-1979

Synema Verlag, Wien 2008, ISBN 3901644288, Gebunden, 272 Seiten, 25,00 EUR

Herausgegeben von Marcel Atze. "In meiner Verlorenheit hier heute morgen war es schön, Ihre Schrift zu sehen", heißt es in einem Brief Marlene Dietrichs, den sie am 10. Januar 1947 an Friedrich Torberg richtete. Die Filmdiva hatte New York, wo Torberg seit 1944 lebte, eine Woche zuvor per Schiff mit dem Ziel Paris verlassen. Doch ... mehr lesen
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Dietrich, Marlene: Nachtgedanken.

Cover: Nachtgedanken

C. Bertelsmann Verlag, München 2005, ISBN 3570008746, Gebunden, 187 Seiten, 20,00 EUR

Deutsch von Reiner Pfleiderer. Marlene Dietrich, legendäre Film-Diva und eine der schönsten Frauen des 20. Jahrhunderts, lebte in ihren letzten Lebensjahren zurückgezogen in Paris. Dass sie ihre quälend schlaflosen Nächte mit Schreiben verbrachte, wussten nur die Familie und enge Freunde. Erst jetzt hat die Dietrich-Tochter ... mehr lesen
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Dietrich, Marlene / Remarque, Erich-Maria: 'Sag mir, dass Du mich liebst...'. Zeugnisse einer Leidenschaft

Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2001, ISBN 3462030329, Gebunden, 214 Seiten, 19,43 EUR

Herausgegeben von Werner Fuld und Thomas F. Schneider. Erich Maria Remarque und Marlene Dietrich verband über Jahre eine leidenschaftliche Liebesbeziehung, die Remarque zu hinreißenden und bewegenden Liebesbriefen motivierte. Sie werden hier, mit den wenigen erhaltenen Antworten von Marlene Dietrich, zum ersten Mal veröffentlicht... ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Dies pralle Leben

02.01.2012: Albrecht Selge flaniert durch Berlin. Christina Maria Landerl streift durch Wien. Josh Weil liebt seinen Deutz-Traktor. Mary Bauermeister experimentiert mit Karlheinz Stockhausen. Doug Saunders erkundet die Geburtsstätte der neuen Mittelschicht. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Januar. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen