Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 09.02.2010, 14.07 Uhr

Bücher der Saison

Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Robert Menasse

Robert Menasse, geboren 1954 in Wien, studierte Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft in Wien, Salzburg und Messina. Er lebt heute als Romancier und Essayist in Wien und Amsterdam.

Bücher von Robert Menasse

Menasse, Robert: Ich kann jeder sagen. Erzählungen vom Ende der Nachkriegsordnung

Cover: Ich kann jeder sagen

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 351842114X, Gebunden, 189 Seiten, 17,80 EUR

Alles kommt wieder. Sogar die Erinnerungen. Wann war sie zu Ende, die Nachkriegsordnung? Als die Mauer fiel? An diesen 9. November 1989 wird sich das junge Paar, das die Hochzeitsnacht vor dem Fernseher verbrachte, ein Leben lang erinnern. Es hat in dieser Nacht deutsche Geschichte erlebt. Zufällig. Denn eigentlich wollten sie nur so schnell wie ... mehr lesen
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Menasse, Robert: Permanente Revolution der Begriffe. Vorträge zur Kritik der Abklärung

Cover: Permanente Revolution der Begriffe

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 3518125923, Kartoniert, 124 Seiten, 9,00 EUR

Wie kann man die Realität begreifen, wenn schon ihre Begriffe nicht mehr begriffen werden? Das Eigentümliche an großen Begriffen wie "Demokratie", "Arbeit", "Religion", "Kultur" oder "Europa" ist, daß sie einer permanenten Banalisierung unterworfen sind: sie wurden zu bloßen ... mehr lesen
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Menasse, Robert: Don Juan de la Mancha oder Die Erziehung der Lust. Roman

Cover: Don Juan de la Mancha oder Die Erziehung der Lust

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2007, ISBN 3518419102, Gebunden, 276 Seiten, 18,80 EUR

"Man kann nur mit der ersten Frau oder mit der letzten glücklich werden", sagt der Vater und fasst so das Dilemma des Verführers zusammen. Auch Nathan, der nie ganz aus seines Vaters Schatten getretene Sohn, ist ein Verführer. Schnell sind wir ihm verfallen, dem melancholischen, tragikomischen Wiederholungstäter im ritterlichen ... mehr lesen
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Menasse, Robert: Die Zerstörung der Welt als Wille und Vorstellung. Frankfurter Poetikvorlesungen

Cover: Die Zerstörung der Welt als Wille und Vorstellung

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3518124641, Broschiert, 142 Seiten, 8,00 EUR

"Einen Dichter einzuladen, eine Poetikvorlesung zu halten, ist etwa so sinnvoll, wie einen Kannibalen als Ernährungsberater zu engagieren. Am Ende nagt er an Ihren Knochen, in diesem Fall an den Resten Ihres geistigen Stützapparats", warnte Robert Menasse zu Beginn seiner Poetikvorlesungen im Frühjahr 2005 im legendären ... mehr lesen
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Menasse, Robert: Das war Österreich. Gesammelte Essays zum Land ohne Eigenschaften

Cover: Das war Österreich

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3518456911, Taschenbuch, 457 Seiten, 14,00 EUR

Robert Menasse, luzider Kritiker der österreichischen Verhältnisse, hat die Zweite Republik von ihren Anfängen an untersucht und kommentiert. Mit den vorliegenden Essays, aktualisiert und um neue Beiträge ergänzt, legt Robert Menasse ein Standardwerk zur österreichischen Geschichte und Politik seit dem Zweiten Weltkrieg ... mehr lesen
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Menasse, Robert: Die Vertreibung aus der Hölle. Roman

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am main 2001, ISBN 3518412671, Gebunden, 494 Seiten, 25,46 EUR

Was ist aus uns bloß geworden? Bei einem Klassentreffen, 25 Jahre nach dem Abitur, herrscht fröhliche Selbstzufriedenheit – bis Viktor seine ehemaligen Schulkollegen mit der Nazi-Vergangenheit ihrer Lehrer konfrontiert. Es kommt zu einem Eklat, der aus dieser Nacht eine Abenteuerreise in die Geschichte macht. ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

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Archiv: Bücherschauen

Das Gegenglück, der Geist

09.02.2010: Großer Bahnhof für J.M. Coetzee: Zu seinem Siebzigsten preisen FAZ, FR, NZZ und SZ den neuen autobiografischen Roman "Sommer des Lebens" als "grandios", "raffiniert" und "wahrste, kühnste und unterhaltsamste Literatur". Sehr lieb ist der NZZ die Anti-Hysterie von Arno Geigers Eheroman "Alles über Sally". Die taz feiert Amir Hassan Cheheltans großartigen Roman "Teheran Revolutionsstraße". Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Mein Hymen gehört mir!

03.02.2010: Joachim Sartorius nimmt uns mit auf die Prinzeninseln. Alma Guillermoprieto schickt uns ins Kuba der Siebziger. Alek Popov füttert uns mit Erzählungen für Fortgeschrittene. Helene Hegemann und Seyran Ates lassen Rezensentenschläfen pochen. Und Barbara Vine serviert eine bildschöne Leiche. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Emotional labiler Federfetisch

19.01.2010: Wäre Inspektor Jensen nicht von einem Feticheur mit einem Fluch belegt worden, dann wäre er nicht nach Island gefahren, nicht von einer Fremden im Bett gebissen worden und würde nicht von einem Psychopathen verfolgt. Dies alles und noch etwas Quantenphysik findet man in Linus Reichlins "Assistent der Sterne". Jochen Schmidt präsentiert mit "Gangster, Opfer, Detektive" eine 1.100 Seiten starke Typengeschichte des Kriminalromans. Mehr lesen

Kein Schlaf, nur Albträume

02.12.2009: In seinem Roman "Tokio im Jahr Null" lässt David Peace neben allen anderen Untätern auch noch einen Serienmörder umgehen. Das ergibt einen einzigen Albtraum. Die Frage ist allerdings: wessen? Mehr lesen

Papa war doch einfach der Beste

09.10.2009: In Neapel brennt der Müll, im Nordosten Italiens wird das schmutzige Geld in respektable Geschäftsgewinne verwandelt. Massimo Carlotto beschreibt in seinem Krimi "Wo die Zitronen blühen" die Anmaßungen einer Patrizierschicht, die ganze Städte ihrem Privilegiensystem unterworfen hat. Mehr lesen