Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 08.02.2012, 16.40 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Giuseppe Ungaretti

Giuseppe Ungaretti, italienischer Lyriker, wurde 1888 in Alexandria (Ägypten) geboren. Seine Eltern stammten aus Lucca. Ungaretti studierte in Ägypten und Paris, wo er Freundschaft mit den bedeutendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts schloss, von Apollinaire bis Picasso. 1915 kehrte er nach Italien zurück und nahm am Ersten Weltkrieg teil. Von 1936-42 war er Professor für moderne italienische Literatur an der Univerersität Sao Paolo in Brasilien und in Rom. Ungaretti war Begründer der "Poesia ermetica": Seine vom Symbolismus beeinflusste Hinwendung zu neuen Ausdrucksformen führte zur "hermetischen Schule" mit Dichtungen in schwer zugänglicher, konzentriertester, ausdrucksstarker Sprache voll rätselhaft-dunkler, of vieldeutiger, umstrittener Bilder. Daneben übersetzte Ungaretti 40 Sonette von Shakespeare und Racines "Phédre" und verfasste Prosaschriften und Kritiken. Er starb 1970 in Mailand.

Bücher von Giuseppe Ungaretti

Ungaretti, Giuseppe: Angefügt, nahtlos, dem Heute / Agglutinati all' oggi. Paul Celan übersetzt Giuseppe Ungaretti

Cover: Angefügt, nahtlos, dem Heute / Agglutinati all' oggi

Insel Verlag, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3458172971, Gebunden, 222 Seiten, 45,00 EUR

Herausgegeben von Peter Goßens. "Die Fragilität der Dinge, die Bedrohtheit der Existenz und, als ihr Begrenzendes, das Unermeßliche, aus dem Alles aufsteigt, flüchtig aufglänzt, in dem es wieder versinkt - das ist die Erfahrung, aus der heraus Ungaretti nach dem Ersten Weltkrieg zu dichten begonnen hat. Sie ist der Grundriß ... mehr lesen
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Ungaretti, Giuseppe: Zeitspüren. Gedichte

Cover: Zeitspüren

Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), Stuttgart - München 2003, ISBN 3421056927, Gebunden, 158 Seiten, 18,90 EUR

Ausgewählt und aus dem Italienischen übertragen von Christoph W. Aigner. "Dorthin gelangt der Dichter / und dann taucht er auf mit seinen Gesängen / und streut sie ins Licht..." So beginnt eines der berühmtesten Gedichte Giuseppe Ungarettis in der neuen Übertragung von Christoph Wilhelm Aigner. Was Ungaretti aus dem Versunkenen ... mehr lesen
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Ungaretti, Giuseppe: Ein Menschenleben. Giuseppe Ungaretti Werkausgabe in 6 Bänden. Band 4: Die Wüste und weiter. Reiseprosa 1931-46

Cover: Ein Menschenleben. Giuseppe Ungaretti Werkausgabe in 6 Bänden

Peter Kirchheim Verlag, München 2001, ISBN 3874100502, Gebunden, 454 Seiten, 50,11 EUR

Herausgegeben und aus dem Italienischen übersetzt von Angelika Baader und Michael von Killisch-Horn. Die zwischen 1931 und 1934 für die "Gazzetta del Popolo" geschriebenen Reiseberichte befassen sich neben dem Land Ägypten, in dem Ungaretti aufwuchs, mit Korsika, Süditalien, Apulien, der Poebene und den Lagunen seines Deltas, Flandern, ... mehr lesen
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Ungaretti, Giuseppe: Die Freude und der Schmerz. Gedichte

Cover: Die Freude und der Schmerz

Peter Kirchheim Verlag, München 2000, ISBN 3874100723, Broschiert, 159 Seiten, 15,29 EUR

Übersetzt von Michael von Killisch-Horn unter Mitarbeit von Angelica Baader. ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Seefahrergeschichten

08.02.2012: Die SZ feiert Michael Ondaatjes Geschichte seiner Schiffspassage von Sri Lanka nach England "Katzentisch". Auch Petur Gunnarssons Kindheitserinnerungen "Punkt Punkt Kommas Strich" kann sie sehr empfehlen. Als großes Vermächtnis würdigt die NZZ die "Römische Sozialgeschichte" des ungarischen Althistorikers Geza Alföldy. Sehr beeindruckt ist sie auch von Norbert Hummelts neuem Gedichtband "Pans Stunde". Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Dies pralle Leben

02.01.2012: Albrecht Selge flaniert durch Berlin. Christina Maria Landerl streift durch Wien. Josh Weil liebt seinen Deutz-Traktor. Mary Bauermeister experimentiert mit Karlheinz Stockhausen. Doug Saunders erkundet die Geburtsstätte der neuen Mittelschicht. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Januar. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen