Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 09.02.2010, 16.23 Uhr

Bücher der Saison

Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Thomas Brussig

Thomas Brussig, 1964 in Berlin geboren, wuchs im Ostteil der Stadt auf. Er studierte Soziologie und Dramaturgie und debütierte 1991 mit dem Roman "Wasserfarben". 1995 erschien sein in zahlreiche Sprachen übersetzter und auch als Bühnenfassung erfolgreicher Roman "Helden wie wir". Sein dritter Roman "Am kürzeren Ende der Sonnenallee" wurde 1999 gleichfalls zum Bestseller und der Film "Sonnenallee" zum erfolgreichsten deutschen Film des Jahres. Thomas Brussig lebt in Berlin.

Bücher von Thomas Brussig

Brussig, Thomas: Berliner Orgie.

Cover: Berliner Orgie

Piper Verlag, München 2007, ISBN 3492050379, Gebunden, 208 Seiten, 16,90 EUR

Gefällt einem Sex auch, wenn man dafür bezahlt? fragt sich der Schriftsteller Thomas Brussig und bekennt: "Ich habe mal wenige Kilometer nach der Einreise in Tschechien am Straßenrand gehalten, weil ich dachte, sie würde trampen. In eine Nachtbar mit blinkenden Lichtern und blickdichten Fenstern bin ich nie gegangen." ... mehr lesen
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Brussig, Thomas: Schiedsrichter Fertig. Eine Litanei

Cover: Schiedsrichter Fertig

Residenz Verlag, Salzburg 2007, ISBN 3701714819, Gebunden, 92 Seiten, 12,90 EUR

Wie ist es, von achtzigtausend Menschen ausgepfiffen zu werden? Wie ist es, für neunzig Minuten nur von Lügnern, Tricksern und Betrügern umgeben zu sein, die, je nach Situation, eine Leidens- oder Unschuldsmiene aufsetzen? Wie ist es, nur durch Fehler Aufmerksamkeit zu erlangen, denn schließlich wird nur über Fehlentscheidungen ... mehr lesen
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Brussig, Thomas: Wie es leuchtet. Roman

Cover: Wie es leuchtet

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3100095804, Gebunden, 672 Seiten, 19,90 EUR

Sommer 1989 bis Sommer 1990 - als alle über Ungarn rübermachen, die Mauer fällt und Deutschland Weltmeister wird. Thomas Brussig erzählt von der rollschuhfahrenden Lena, die den Wendehit schreibt, von Lenas großem Bruder, dem einzigartigen Leica-Fotografen, von Leo Lattke, dem Starreporter, der gerade jetzt in eine Schreibkrise ... mehr lesen
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Brussig, Thomas: Leben bis Männer.

Cover: Leben bis Männer

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3596154170, Taschenbuch, 96 Seiten, 10,02 EUR

Einer packt aus. Mehr als zwanzig Jahre war er der Stratege am Rand, im Training ein harter Knochen, auf dem Platz ein Erlöser. Sein Verein hieß einst "Tatkraft Börde", sein Beruf ist Fußballtrainer. Jetzt zieht er vom Leder, und es gibt kein Halten: Weil einer seiner Spieler vor Gericht gestellt wurde, hat die Mannschaft den Aufstieg nicht geschafft. ... mehr lesen
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Brussig, Thomas: Am kürzeren Ende der Sonnenallee. Roman

Cover: Am kürzeren Ende der Sonnenallee

Volk und Welt Verlag, Berlin 1999, ISBN 3353011684, Gebunden, 157 Seiten, 14,32 EUR

Brussig erzählt von seiner Generation, die in der DDR aufwuchs, dabei aber schon auf dem Sprung ins vereinte Deutschland war, ohne es auch nur zu ahnen. Erste Liebe, Eifersucht - das und vieles dazu war ähnlich auf der kürzeren Seite der Berliner Sonnenallee (im Osten) und der längeren Seite (im Westen). ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

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Archiv: Bücherschauen

Das Gegenglück, der Geist

09.02.2010: Großer Bahnhof für J.M. Coetzee: Zu seinem Siebzigsten preisen FAZ, FR, NZZ und SZ den neuen autobiografischen Roman "Sommer des Lebens" als "grandios", "raffiniert" und "wahrste, kühnste und unterhaltsamste Literatur". Sehr lieb ist der NZZ die Anti-Hysterie von Arno Geigers Eheroman "Alles über Sally". Die taz feiert Amir Hassan Cheheltans großartigen Roman "Teheran Revolutionsstraße". Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Mein Hymen gehört mir!

03.02.2010: Joachim Sartorius nimmt uns mit auf die Prinzeninseln. Alma Guillermoprieto schickt uns ins Kuba der Siebziger. Alek Popov füttert uns mit Erzählungen für Fortgeschrittene. Helene Hegemann und Seyran Ates lassen Rezensentenschläfen pochen. Und Barbara Vine serviert eine bildschöne Leiche. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Emotional labiler Federfetisch

19.01.2010: Wäre Inspektor Jensen nicht von einem Feticheur mit einem Fluch belegt worden, dann wäre er nicht nach Island gefahren, nicht von einer Fremden im Bett gebissen worden und würde nicht von einem Psychopathen verfolgt. Dies alles und noch etwas Quantenphysik findet man in Linus Reichlins "Assistent der Sterne". Jochen Schmidt präsentiert mit "Gangster, Opfer, Detektive" eine 1.100 Seiten starke Typengeschichte des Kriminalromans. Mehr lesen

Kein Schlaf, nur Albträume

02.12.2009: In seinem Roman "Tokio im Jahr Null" lässt David Peace neben allen anderen Untätern auch noch einen Serienmörder umgehen. Das ergibt einen einzigen Albtraum. Die Frage ist allerdings: wessen? Mehr lesen

Papa war doch einfach der Beste

09.10.2009: In Neapel brennt der Müll, im Nordosten Italiens wird das schmutzige Geld in respektable Geschäftsgewinne verwandelt. Massimo Carlotto beschreibt in seinem Krimi "Wo die Zitronen blühen" die Anmaßungen einer Patrizierschicht, die ganze Städte ihrem Privilegiensystem unterworfen hat. Mehr lesen