Bücher der Saison
Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Bücher von Rainald Goetz
Goetz, Rainald: Loslabern. Gesprochen von Rainald Goetz
Intermedium records, München 2010, ISBN 3939444766, CD, 17,95 EUR
Eine Art monologisches Sprechen hebt an, es ist die Stimme des Autors, die zu hören ist. Es ist die am Mikrofon stattfindende Wiederbegegnung bzw. Selbstkonfrontation mit dem eigenen, Monate zuvor entstandenen und mittlerweile in Buchform vorliegenden Text, der seinen Anfang nimmt in der Beschreibung eines initiatorischen Moments, und zwar exakt ... mehr lesen
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Goetz, Rainald: Loslabern. Bericht

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 3518421123, Gebunden, 188 Seiten, 17,80 EUR
Beck wurde rausgeschmissen am Schwielowsee, in Cern wurde der Teilchenbeschleuniger angestellt, und nachdem Damien Hirst in London seine Sensationsauktion glücklich (111 Millionen Pfund Erlös) hinter sich gebracht hatte, kollabierten noch am selben Tag in New York die in die dortigen Feuchtbiotope und Felsen hinein errichteten Banken: Lehman, ... mehr lesen
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Goetz, Rainald: Jahrzehnt der schönen Frauen.

Merve Verlag, Berlin 2001, ISBN 3883961698, Taschenbuch, 213 Seiten, 12,27 EUR
„Ja, was wird erwartet von einem, vom Mann?“ „Ich weiß genau wie ich es gerne hätte“. „Ich verstehe es nicht, das wird als schön empfunden.“ Den Jahreswechsel 1999/2000 mit kleinen Texten zu begleiten, war die Idee. In den Interviews „Kaputt“ spricht Rainald Goetz über seine fünfbändige Gegenwartsgeschichte "Heute Morgen". Die Taggedichte „Krank“ skizzieren ... mehr lesen
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Goetz, Rainald: Dekonspiratione. Erzählungen

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2000, ISBN 3518411225, gebunden, 200 Seiten, 18,41 EUR
"Dekonspiratione" ist ein Buch über die Verlockung des Öffentlichen, die Gefahr seiner Institutionen, erzählt von Ambition, Karriere, Wahrheit und Macht, vom Ringen um Vertrauen und Integrität und von Scheitern und Verrat. Außerdem erzählt das Buch eine kleine Geschichte des Schreibens. Schreiben: wie kommt man dazu? Wie lebt es sich in dieser Welt ... mehr lesen
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Goetz, Rainald: Abfall für alle. Roman eines Jahres

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3518410946, gebunden, 863 Seiten, 25,46 EUR
Ein Pioniertext ganz ohne die Verständnishürden der Avantgarde, im Internet entstanden: ein unverwechselbarer großer Zeitroman. Zunächst mal ist "Abfall für alle" ein ganz normales Tagebuch. Es erzählt vom Leben eines Schreiber-Ichs in Berlin. Das innere Thema des ganzen Buches ist die Praxis der Schrift, die Arbeit des Schreibers heute, unter den Bedingungen ... mehr lesen
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Goetz, Rainald: Jeff Koons. Stück

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1998, ISBN 3518409883, Taschenbuch, 160 Seiten, 17,38 EUR
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Archiv: Bücherschauen
Vexierspielkünstler
20.03.2010: Die FAZ hat Denis Johnsons Thriller "Keine Bewegung!" gelesen und freut sich über das Gespür des Autors für kriminelle Loser. Die FR folgt der zehnjährigen Dora durch Jacques Roubauds Abenteuer und Geheimnis verheißenden "Verwilderten Park". Sehr anregend findet die NZZ Eric Hobsbawms Buch über "Globalisierung, Demokratie und Terrorismus". Die taz spürt einen Hauch von Erlösung in Don DeLillos Roman "Der Omega-Punkt". Mehr lesen
Archiv: Bücherbrief
Engel der Nutzlosigkeit
05.03.2010: Reiche Ausbeute in diesem Monat: Wir fanden surrealistische Geschichten von Jiri Kratochvil und Leonora Carrington, Liebe überkreuz bei Ulrike Draesner, clevere Hacker bei Cory Doctorow, chinesische Gegenwartslyrik und einige Bücher, die den Rezensenten den Glauben an die Germanistik wiedergaben: Thomas Strässles Literaturgeschichte des Salzes und die Biografie der Brüder Grimm von Steffen Martus. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats. Mehr lesen
Archiv: Kolumnen
Emotional labiler Federfetisch
19.01.2010: Wäre Inspektor Jensen nicht von einem Feticheur mit einem Fluch belegt worden, dann wäre er nicht nach Island gefahren, nicht von einer Fremden im Bett gebissen worden und würde nicht von einem Psychopathen verfolgt. Dies alles und noch etwas Quantenphysik findet man in Linus Reichlins "Assistent der Sterne". Jochen Schmidt präsentiert mit "Gangster, Opfer, Detektive" eine 1.100 Seiten starke Typengeschichte des Kriminalromans. Mehr lesen
Kein Schlaf, nur Albträume
02.12.2009: In seinem Roman "Tokio im Jahr Null" lässt David Peace neben allen anderen Untätern auch noch einen Serienmörder umgehen. Das ergibt einen einzigen Albtraum. Die Frage ist allerdings: wessen? Mehr lesen
Papa war doch einfach der Beste
09.10.2009: In Neapel brennt der Müll, im Nordosten Italiens wird das schmutzige Geld in respektable Geschäftsgewinne verwandelt. Massimo Carlotto beschreibt in seinem Krimi "Wo die Zitronen blühen" die Anmaßungen einer Patrizierschicht, die ganze Städte ihrem Privilegiensystem unterworfen hat. Mehr lesen



