Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 13.02.2012, 09.25 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Bernard Stiegler

Bernard Stiegler, geboren 1952, ist Leiter der Abteilung "Kulturelle Entwicklung" im Centre Georges Pompidou. Zuvor war er wissenschaftlicher Leiter am College international de philosophie, Professor an der Technischen Universität von Compiegne (UTC) in Paris und am Nationalen Institut für Audiovisuelles INA, Direktor des IRCAM (Institut für Akustik- und Musikforschung). Stiegler ist auch Begründer der Ars-Industrialis-Konferenzen, die sich mit dem Einfluss neuer Technologien auf die Gesellschaft beschäftigen. Stiegler hat in seinem Buch "Passer a l'acte" beschrieben, wie er während eines Gefängnisaufenthaltes (er saß von 1978 bis 1983 wegen bewaffneten Raubüberfalls) zur Philosophie fand.

Bücher von Bernard Stiegler

Stiegler, Bernard: Technik und Zeit. Der Fehler der Epimetheus

Cover: Technik und Zeit

Diaphanes Verlag, Zürich 2009, ISBN 3037340126, Kartoniert, 357 Seiten, 29,90 EUR

Aus dem Französischen von Ronald Voullie. Lange Zeit hat die Philosophie die Frage nach der Technik zu stellen versäumt, als sei sie es nicht wert, gedacht zu werden. Die Technik als Horizont jeder künftigen Möglichkeit und jeder Möglichkeit des zukünftigen Werdens ist Gegenstand von Stieglers auf drei Bände angelegtem ... mehr lesen
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Stiegler, Bernard: Von der Biopolitik zur Psychomacht. Logik der Sorge 1.2

Cover: Von der Biopolitik zur Psychomacht

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 3518125753, Taschenbuch, 203 Seiten, 15,00 EUR

Aus dem Französischen von Susanne Baghestani. In "Die Logik der Sorge" beschrieb Bernard Stiegler den epochalen Wandel des Erziehungssystems: Werte und Wissen werden nicht länger von einer Generation zur nächsten, sondern von den Medien vermittelt. Diese bringen jedoch keine mündigen Bürger hervor, sondern Konsumenten, ... mehr lesen
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Stiegler, Bernard: Denken bis an die Grenzen der Maschine.

Cover: Denken bis an die Grenzen der Maschine

Diaphanes Verlag, Berlin 2009, ISBN 3037340576, Kartoniert, 108 Seiten, 19,90 EUR

Herausgegeben von Erich Hörl. Der vorliegende Band versammelt die Gespräche, die Elie During mit Bernhard Stiegler auf France Culture führte. Stiegler gibt darin Einblick in seine erstaunliche Durcharbeitung und Reformulierung der Technikfrage, die seit den 1990er Jahren mit einer unerhörten Intensität und bis heute ungebrochen ... mehr lesen
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Stiegler, Bernard: Die Logik der Sorge. Verlust der Aufklärung durch Technik und Medien

Cover: Die Logik der Sorge

Suhrkamp Verlag, Frankfiurt am Main 2008, ISBN 3518260065, Gebunden, 190 Seiten, 10,00 EUR

Aus dem Französischen von Susanne Baghestani. Seit der Aufklärung gilt das Idealbild vom mündigen Individuum, das Verantwortung für sein Handeln trägt. Durch die Übermacht der neuen Medien und den globalen Kapitalismus wird jedoch die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen, systematisch zerstört. Auch Erwachsene ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Dies pralle Leben

02.01.2012: Albrecht Selge flaniert durch Berlin. Christina Maria Landerl streift durch Wien. Josh Weil liebt seinen Deutz-Traktor. Mary Bauermeister experimentiert mit Karlheinz Stockhausen. Doug Saunders erkundet die Geburtsstätte der neuen Mittelschicht. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Januar. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen