Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 20.03.2010, 13.13 Uhr

Bücher der Saison

Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Jonathan Littell

Jonathan Littell, 1967 in New York geboren in einer jüdischen Familie russischer Herkunft, die sich Ende des 19. Jahrhunderts in Amerika niedergelassen hat, ist in Frankreich aufgewachsen, wo er 1985 das Abitur machte. Er studierte in Yale und arbeitete zwischen 1993 und 2001 für die humanitäre Organisation "Aktion gegen den Hunger" (ACF) in Bosnien und Afghanistan, im Kongo und in Tschetschenien. Littell lebt mit seiner Familie in Barcelona.

Bücher von Jonathan Littell

Littell, Jonathan: Ein Sonntag im Sommer.

Cover: Ein Sonntag im Sommer

Matthes und Seitz Berlin, Berlin 2009, ISBN 3882217413, Gebunden, 77 Seiten, 14,80 EUR

Aus dem Französischen von Heiner Kober. Die vier Erzählungen in "Ein Sonntag im Sommer" reflektieren Erfahrungen und Erlebnisse während seiner Einsätze in humanitären Hilfsaktionen unter anderem in Tschetschenien. ... mehr lesen
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Littell, Jonathan: Die Wohlgesinnten. Roman

Cover: Die Wohlgesinnten

Berlin Verlag, Berlin 2008, ISBN 3827007380, Gebunden, 1388 Seiten, 36,00 EUR

Aus dem Französischen von Hainer Kober. "Die Wohlgesinnten" sind die fiktiven Lebenserinnerungen des SS-Obersturmführers Maximilian Aue, Jahrgang 1913, Sohn eines deutschen Vaters und einer französischen Mutter, promovierter Jurist, frühes NSDAP-Mitglied, in die SS eingetreten, um sich der Strafverfolgung nach Paragraf ... mehr lesen
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Littell, Jonathan: Georgisches Reisetagebuch.

Cover: Georgisches Reisetagebuch

Berlin Verlag, Berlin 2008, ISBN 3827008549, Kartoniert, 56 Seiten, 5,00 EUR

Aus dem Französichen von Hainer Kober. Kurz nach dem russisch-georgischen Konflikt ist Jonathan Littell durch den südlichen Kaukasus gereist. Dort ist er den radikal entgegengesetzten Positionen der Akteure begegnet. Und er konnte sich ein Bild machen von jenem anderen Krieg, der den bewaffneten Konflikt überdauern wird: dem Krieg der ... mehr lesen
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Littell, Jonathan: Das Trockene und das Feuchte. Ein kurzer Einfall in faschistisches Gelände

Cover: Das Trockene und das Feuchte

Berlin Verlag, Berlin 2008, ISBN 3827008255, Kartoniert, 160 Seiten, 16,90 EUR

Aus dem Französischen von Hainer Kober. Mit einem Nachwort von Klaus Theweleit. Jonathan Littells Biografie des belgischen Faschistenführers Leon Degrelle. "Einige Hinweise. Dieser Text entstand 2002, als ich mit den Recherchen zu einem anderen, inzwischen veröffentlichten Buch beschäftigt war. Er erwuchs aus der Begegnung zwischen ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

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Buch: Das andere Ende der LeinePatricia B. McConnell: Das andere Ende der Leine
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Archiv: Bücherschauen

Vexierspielkünstler

20.03.2010: Die FAZ hat Denis Johnsons Thriller "Keine Bewegung!" gelesen und freut sich über das Gespür des Autors für kriminelle Loser. Die FR folgt der zehnjährigen Dora durch Jacques Roubauds Abenteuer und Geheimnis verheißenden "Verwilderten Park". Sehr anregend findet die NZZ Eric Hobsbawms Buch über "Globalisierung, Demokratie und Terrorismus". Die taz spürt einen Hauch von Erlösung in Don DeLillos Roman "Der Omega-Punkt". Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Engel der Nutzlosigkeit

05.03.2010: Reiche Ausbeute in diesem Monat: Wir fanden surrealistische Geschichten von Jiri Kratochvil und Leonora Carrington, Liebe überkreuz bei Ulrike Draesner, clevere Hacker bei Cory Doctorow, chinesische Gegenwartslyrik und einige Bücher, die den Rezensenten den Glauben an die Germanistik wiedergaben: Thomas Strässles Literaturgeschichte des Salzes und die Biografie der Brüder Grimm von Steffen Martus. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Emotional labiler Federfetisch

19.01.2010: Wäre Inspektor Jensen nicht von einem Feticheur mit einem Fluch belegt worden, dann wäre er nicht nach Island gefahren, nicht von einer Fremden im Bett gebissen worden und würde nicht von einem Psychopathen verfolgt. Dies alles und noch etwas Quantenphysik findet man in Linus Reichlins "Assistent der Sterne". Jochen Schmidt präsentiert mit "Gangster, Opfer, Detektive" eine 1.100 Seiten starke Typengeschichte des Kriminalromans. Mehr lesen

Kein Schlaf, nur Albträume

02.12.2009: In seinem Roman "Tokio im Jahr Null" lässt David Peace neben allen anderen Untätern auch noch einen Serienmörder umgehen. Das ergibt einen einzigen Albtraum. Die Frage ist allerdings: wessen? Mehr lesen

Papa war doch einfach der Beste

09.10.2009: In Neapel brennt der Müll, im Nordosten Italiens wird das schmutzige Geld in respektable Geschäftsgewinne verwandelt. Massimo Carlotto beschreibt in seinem Krimi "Wo die Zitronen blühen" die Anmaßungen einer Patrizierschicht, die ganze Städte ihrem Privilegiensystem unterworfen hat. Mehr lesen