Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 09.02.2010, 16.23 Uhr

Bücher der Saison

Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Hans Sahl

Hans Sahl wurde 1902 als Sohn eines jüdischen Kaufmanns in Dresden geboren. Er wuchs in Berlin auf und arbeitete als Journalist; Theater- und Filmkritiker, bevor er 1933 über Prag, Zürich, Paris in die USA emigierte. Ab 1941 lebte er in New York, 1989 kehrte er nach Deutschland zurück. Hans Sahl veröffentlichte Gedichtbände Lyriker ("Die hellen Nächte", 1942; "Wir sind die Letzten", 1976) und Romane ("Die Wenigen und die Vielen", 1959); auch Hörspiele, Dramen, Essays und autobiografische Werke ("Memoiren eines Moralisten", 2 Bände, 1983-90); bedeutende Übersetzungen, v.a. dramatischer Werke (T.Wilder, T.Williams, J.Osborne). Hans Sahl starb 1993 in Tübingen. Der nach ihm benannte "Hans-Sahl-Preis" wird seit 1995 an Autoren vergeben, deren Werk für die Freiheit des Wortes steht.

Bücher von Hans Sahl

Sahl, Hans: Memoiren eines Moralisten. Das Exil im Exil

Cover: Memoiren eines Moralisten

Luchterhand Literaturverlag, München 2008, ISBN 3630872786, Gebunden, 500 Seiten, 21,95 EUR

In diesem Buch erzählt er von seiner behüteten Kindheit in Dresden und den zwanziger Jahren in Berlin, von seinem Aufstieg zum Filmkritiker und Kulturjournalisten. Hans Sahl hatte Kontakt zu Bertolt Brecht, er war befreundet mit Iwan Goll und Ernst Toller, er kannte Ernst Rowohlt sehr gut und gehörte unter den Schriftstellern damals ... mehr lesen
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Sahl, Hans: Jemand. Ein Chorwerk

Cover: Jemand

Bostelmann und Siebenhaar Verlag, Berlin 2002, ISBN 3934189598, Gebunden, 160 Seiten, 24,80 EUR

Herausgegeben von Gregor Ackermann und Momme Brodersen. Mit 1 CD. Mit 25 Holzschnitten von Frans Masereel sowie 20 Abbildungen. ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

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Das Gegenglück, der Geist

09.02.2010: Großer Bahnhof für J.M. Coetzee: Zu seinem Siebzigsten preisen FAZ, FR, NZZ und SZ den neuen autobiografischen Roman "Sommer des Lebens" als "grandios", "raffiniert" und "wahrste, kühnste und unterhaltsamste Literatur". Sehr lieb ist der NZZ die Anti-Hysterie von Arno Geigers Eheroman "Alles über Sally". Die taz feiert Amir Hassan Cheheltans großartigen Roman "Teheran Revolutionsstraße". Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Mein Hymen gehört mir!

03.02.2010: Joachim Sartorius nimmt uns mit auf die Prinzeninseln. Alma Guillermoprieto schickt uns ins Kuba der Siebziger. Alek Popov füttert uns mit Erzählungen für Fortgeschrittene. Helene Hegemann und Seyran Ates lassen Rezensentenschläfen pochen. Und Barbara Vine serviert eine bildschöne Leiche. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Emotional labiler Federfetisch

19.01.2010: Wäre Inspektor Jensen nicht von einem Feticheur mit einem Fluch belegt worden, dann wäre er nicht nach Island gefahren, nicht von einer Fremden im Bett gebissen worden und würde nicht von einem Psychopathen verfolgt. Dies alles und noch etwas Quantenphysik findet man in Linus Reichlins "Assistent der Sterne". Jochen Schmidt präsentiert mit "Gangster, Opfer, Detektive" eine 1.100 Seiten starke Typengeschichte des Kriminalromans. Mehr lesen

Kein Schlaf, nur Albträume

02.12.2009: In seinem Roman "Tokio im Jahr Null" lässt David Peace neben allen anderen Untätern auch noch einen Serienmörder umgehen. Das ergibt einen einzigen Albtraum. Die Frage ist allerdings: wessen? Mehr lesen

Papa war doch einfach der Beste

09.10.2009: In Neapel brennt der Müll, im Nordosten Italiens wird das schmutzige Geld in respektable Geschäftsgewinne verwandelt. Massimo Carlotto beschreibt in seinem Krimi "Wo die Zitronen blühen" die Anmaßungen einer Patrizierschicht, die ganze Städte ihrem Privilegiensystem unterworfen hat. Mehr lesen