Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 09.02.2010, 16.23 Uhr

Bücher der Saison

Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Wenedikt Jerofejew

Wenedikt Jerofejew, geboren 1938 in Kiowsk bei Murmansk, studierte in Moskau und Wladimir Geschichte und Literatur, bis er von der Universität flog und sich fortan als Heizer, Wärter in der Pfandflaschenannahme, als Milizionär, Straßenarbeiter und Monteur beim Fernmeldewesen durchs Leben schlug. Sein Meisterwerk "Moskau - Petuski" entstand im Herbst 1969 "bei der Telefonkabelverlegung in Scheremetjewo", wurde in Israel 1973 erstmals auf russisch publiziert und erschien 1988 schließlich - leicht gekürzt - in der sowjetischen Zeitschrift "Nüchternheit und Kultur". Wenedikt Jerofejew starb 1990 in Moskau.

Bücher von Wenedikt Jerofejew

Jerofejew, Wenedikt: Moskau - Petuschki. Ein Poem

Cover: Moskau - Petuschki

Kein und Aber Verlag, Zürich 2005, ISBN 3036951415, Gebunden, 270 Seiten, 18,90 EUR

Aus dem Russischen übersetzt und mit einem Anmerkungsapparat versehen von Peter Urban. Die aberwitzige Reisebeschreibung einer feuchtfröhlichen Zugfahrt gehört schon heute zu den modernen Klassikern der russischen Literatur. Sein Köfferchen voller Schnaps fest ans Herz gedrückt, besteigt der Moskauer Venedikt Venicka, der ... mehr lesen
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Jerofejew, Wenedikt: Aufzeichnungen eines Psychopathen.

Cover: Aufzeichnungen eines Psychopathen

Tropen Verlag, Köln 2004, ISBN 3932170636, Gebunden, 191 Seiten, 17,80 EUR

Aus dem Russischen von Thomas Reschke. Mit einer editorischen Notiz von Sergei Gladkich. Die Aufzeichnungen bringen dem Leser in berührender Weise den Autor von "Die Reise nach Petuschki" in all seiner Zerrissenheit und Größe nahe. In einer Zeitspanne von knapp zwölf Monaten verfasst, stellen die "Aufzeichnungen eines Psychopathen" ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

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Archiv: Bücherschauen

Das Gegenglück, der Geist

09.02.2010: Großer Bahnhof für J.M. Coetzee: Zu seinem Siebzigsten preisen FAZ, FR, NZZ und SZ den neuen autobiografischen Roman "Sommer des Lebens" als "grandios", "raffiniert" und "wahrste, kühnste und unterhaltsamste Literatur". Sehr lieb ist der NZZ die Anti-Hysterie von Arno Geigers Eheroman "Alles über Sally". Die taz feiert Amir Hassan Cheheltans großartigen Roman "Teheran Revolutionsstraße". Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Mein Hymen gehört mir!

03.02.2010: Joachim Sartorius nimmt uns mit auf die Prinzeninseln. Alma Guillermoprieto schickt uns ins Kuba der Siebziger. Alek Popov füttert uns mit Erzählungen für Fortgeschrittene. Helene Hegemann und Seyran Ates lassen Rezensentenschläfen pochen. Und Barbara Vine serviert eine bildschöne Leiche. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Emotional labiler Federfetisch

19.01.2010: Wäre Inspektor Jensen nicht von einem Feticheur mit einem Fluch belegt worden, dann wäre er nicht nach Island gefahren, nicht von einer Fremden im Bett gebissen worden und würde nicht von einem Psychopathen verfolgt. Dies alles und noch etwas Quantenphysik findet man in Linus Reichlins "Assistent der Sterne". Jochen Schmidt präsentiert mit "Gangster, Opfer, Detektive" eine 1.100 Seiten starke Typengeschichte des Kriminalromans. Mehr lesen

Kein Schlaf, nur Albträume

02.12.2009: In seinem Roman "Tokio im Jahr Null" lässt David Peace neben allen anderen Untätern auch noch einen Serienmörder umgehen. Das ergibt einen einzigen Albtraum. Die Frage ist allerdings: wessen? Mehr lesen

Papa war doch einfach der Beste

09.10.2009: In Neapel brennt der Müll, im Nordosten Italiens wird das schmutzige Geld in respektable Geschäftsgewinne verwandelt. Massimo Carlotto beschreibt in seinem Krimi "Wo die Zitronen blühen" die Anmaßungen einer Patrizierschicht, die ganze Städte ihrem Privilegiensystem unterworfen hat. Mehr lesen