Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 08.02.2012, 16.40 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Claude Levi-Strauss

Claude Levi-Strauss, geboren 1908 in Brüssel, studierte von 1927 bis 1932 an der Pariser Universität Rechtswissenschaften und Soziologie. Anschließend arbeitete er als Gymnasialprofessor. Von 1934 bis 1938 lehrte er als Professor für Soziologie an der Universität von Sao Paulo in Brasilien. In dieser Zeit unternahm er mehrere ethnologische Forschungsreisen zu den Caduveo und Bororo, indianischen Gruppen in Brasilien. Mit Unterstützung des französischen Staates führte er in den Jahren 1938 und 1939 weitere Feldforschungen bei den Nambikwara und Tupi-Kawahib in Zentralbrasilien durch. Im Jahr 1941 emigrierte er in die USA. Dort lehrte er bis 1945 Sozialwissenschaften an der New Yorker New School for Social Research. Danach war er in New York als französischer Kulturattache tätig.
Im Jahr 1949 kehrte Levi-Strauss nach Paris zurück und wurde stellvertretender Direktor des Musee de l'Homme. Von 1950 bis 1974 war er Studiendirektor an der Ecole Pratique des Hautes Etudes der Universität von Paris und hatte dort am Institut für Sozialanthropologie einen Lehrstuhl für Vergleichende Religionswissenschaft der schriftlosen Völker inne. Von 1959 bis 1982 war Levi-Strauss außerdem Professor für Sozialanthropologie am College de France. Levi-Strauss gilt als Begründer und führender Vertreter des französischen Strukturalismus.
Zu den wichtigsten Veröffentlichungen zählen "Das wilde Denken" (1968), "Strukturale Anthropologie" in zwei Bänden (1967 und 1975) und "Traurige Tropen" (1978).

Bücher von Claude Levi-Strauss

Levi-Strauss, Claude: Sehen, Hören, Lesen.

Cover: Sehen, Hören, Lesen

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3518292617, Taschenbuch, 183 Seiten, 9,00 EUR

Aus dem Französischen von Hans-Horst Henschen. Sehen: Der Ethnologe und Kulturanthropologe betrachtet und entschlüsselt Meisterwerke des Maler-Philosophen Nicolas Poussin. Hören: Er hört die Musik von Jean-Philippe Rameau und interpretiert dessen wegweisende Harmonielehre. Lesen: Er liest und analysiert kunsttheoretische Schriften ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Seefahrergeschichten

08.02.2012: Die SZ feiert Michael Ondaatjes Geschichte seiner Schiffspassage von Sri Lanka nach England "Katzentisch". Auch Petur Gunnarssons Kindheitserinnerungen "Punkt Punkt Kommas Strich" kann sie sehr empfehlen. Als großes Vermächtnis würdigt die NZZ die "Römische Sozialgeschichte" des ungarischen Althistorikers Geza Alföldy. Sehr beeindruckt ist sie auch von Norbert Hummelts neuem Gedichtband "Pans Stunde". Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Dies pralle Leben

02.01.2012: Albrecht Selge flaniert durch Berlin. Christina Maria Landerl streift durch Wien. Josh Weil liebt seinen Deutz-Traktor. Mary Bauermeister experimentiert mit Karlheinz Stockhausen. Doug Saunders erkundet die Geburtsstätte der neuen Mittelschicht. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Januar. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen