Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 08.37 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Francisco de Quevedo

Francisco Gomez de Quevedo y Villegas wurde 1580 in Madrid geboren. Der von Jesuiten erzogene Frühwaise aus einer Familie des niederen Adels studierte alte Sprachen und Theologie. Er begleitete 1613 als Vertrauter den Herzog von Osuna, als dieser zum Vizekönig von Neapel ernannt worden war, nach Italien. 1618 wurde er zum Ritter des Santiago-Orden ernannt. Nach dem Sturz seines Gönners auf sein Familiengut La Torre Juan Abad verbannt, wurde Quevedo erst mit der Thronbesteigung Philipp IV. wieder an den Hof berufen, wo er zum Sekretär des Königs aufstieg und 1634 eine unglückliche Ehe mit Dona Esperanza de Aragon einging. Wohl wegen seiner Zusammenarbeit mit Frankreich und eines gegen Philipp gerichteten Pamphlets "Catolica, sacra real Majestad" verbüßte er eine mehrjährige Kerkerstrafe. Erst nach dem Sturz des Olivares im Jahr 1643 befreit, kehrte er als kranker Mann auf sein Familiengut zurück. Quevedo verfasste neben zahlreichen Satiren, Gedichten und von Seneca beeinflussten philosophischen Dichtungen eine Reihe politisch-philosophischer, asketischer und moralkritischer Prosaschriften, und übersetzte und kommentierte die Werke Dantes und Petrarcas. Quevedo starb 1645 in Villanueva de los Infantes.

Bücher von Francisco de Quevedo

Quevedo, Francisco de: Aus dem Turm. Moralische und erotische Gedichte, Satiren und Grotesken. Spanisch - Deutsch

Cover: Aus dem Turm

Dieterichsche Verlagsbuchhandlung, Mainz 2003, ISBN 3871620580, Gebunden, 303 Seiten, 20,00 EUR

Ausgewählt und übersetzt von Werner von Koppenfels. Als Zeitgenosse gleichen Ranges von Luis de Gongora und John Donne war Francisco de Quevedo (1580-1645) einer der bedeutendsten und vielseitigsten Barockdichter Europas, und ebenso leidenschaftlicher wie wortmächtiger Zeuge des beginnenden Verfalls der spanischen Macht. Während ... mehr lesen
bestellen bei buecher.de

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Dies pralle Leben

02.01.2012: Albrecht Selge flaniert durch Berlin. Christina Maria Landerl streift durch Wien. Josh Weil liebt seinen Deutz-Traktor. Mary Bauermeister experimentiert mit Karlheinz Stockhausen. Doug Saunders erkundet die Geburtsstätte der neuen Mittelschicht. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Januar. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
Mehr lesen

Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen