Perlentaucher - Das Kulturmagazin

Anmelden | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 12.03.2010, 14.10 Uhr

Bücher der Saison

Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Milo Dor

Milo Dor, 1923 in Budapest geboren, aufgewachsen in Belgrad, schloss sich nach der Besetzung Belgrads durch deutsche Truppen einer Gruppe serbischer Widerstandskämpfer an. Er wurde verhaftet, schwer gefoltert und schließlich zur Zwangsarbeit nach Wien deportiert. Dort blieb Dor auch nach der Befreiung Österreichs, und schon seine erste Bü+cher schrieb er in deutscher Sprache. Für sein umfangreiches literarisches Werk wurde er vielfach ausgezeichnet.

Bücher von Milo Dor

Dor, Milo: Roman über Milo Dor.

Cover: Roman über Milo Dor

Otto Müller Verlag, Salzburg 2003, ISBN 3701310653, Gebunden, 180 Seiten, 7,95 EUR

Die Verbindung der Texte von und über Milo Dor, die der serbische Autor und Herausgeber Dragi Bugarcic ausgewählt und die Dor selbst ins deutsche übersetzt hat, ergibt ein höchst ungewöhnliches Buch. Zu den Autoren, die am "Roman über Milo Dor" mitgeschrieben haben, zäöhlen Aleksandar Tisma, Bogdan Bogdanovic, ... mehr lesen
bestellen bei buecher.de

Dor, Milo: Grenzüberschreitungen. Positionen eines kämpferischen Humanisten

Cover: Grenzüberschreitungen

Picus Verlag, Wien 2003, ISBN 385452465X, Gebunden, 120 Seiten, 14,90 EUR

Dreizehn Aufsätze Milo Dors - Reflexionen zur jüngsten Geschichte unseres Kontinents und zur Rolle der Schriftsteller, Begegnungen mit Zeitgenossen und Anekdoten - zeigen den Autor in dem für ihn typischen temperamentvollen Engagement und als großen Humanisten und Europäer. ... mehr lesen
bestellen bei buecher.de

Archiv: Buchautoren

Bücher von Lesern empfohlen

Buch: Signatura rerumGiorgio Agamben: Signatura rerum
Aus dem Italienischen von Anton Schütz. Jede Untersuchung hat einen unausgesprochenen Kern. Doch nur ein Denken, ...

Buch: Reina GilbertaNina Nahmia: Reina Gilberta
Aus dem Griechischen von Argyris Sfountouris. Thessaloniki 1943. Am 8. Februar werden die Nürnberger Rassengesetze ...

Archiv: Bücherschauen

Herrlich nutzloses Wissen

12.03.2010: Die FAZ liest lustvoll Kathrin Rögglas wütend reflektierende Monologe "die alarmbereiten". Mit Begeisterung entdeckt die FR in Martin Walsers Tagebüchern "Leben und Schreiben" die Mentalitätsgeschichte eines ganzes Landes. Die SZ folgt amüsiert Erwin Einzingers "Von Dschalalabad nach Bad Schallerbach". Thomas Lang eröffnet ihr mit "Bodenlos" die pure Hölle. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Engel der Nutzlosigkeit

05.03.2010: Reiche Ausbeute in diesem Monat: Wir fanden surrealistische Geschichten von Jiri Kratochvil und Leonora Carrington, Liebe überkreuz bei Ulrike Draesner, clevere Hacker bei Cory Doctorow, chinesische Gegenwartslyrik und einige Bücher, die den Rezensenten den Glauben an die Germanistik wiedergaben: Thomas Strässles Literaturgeschichte des Salzes und die Biografie der Brüder Grimm von Steffen Martus. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats.
Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Emotional labiler Federfetisch

19.01.2010: Wäre Inspektor Jensen nicht von einem Feticheur mit einem Fluch belegt worden, dann wäre er nicht nach Island gefahren, nicht von einer Fremden im Bett gebissen worden und würde nicht von einem Psychopathen verfolgt. Dies alles und noch etwas Quantenphysik findet man in Linus Reichlins "Assistent der Sterne". Jochen Schmidt präsentiert mit "Gangster, Opfer, Detektive" eine 1.100 Seiten starke Typengeschichte des Kriminalromans. Mehr lesen

Kein Schlaf, nur Albträume

02.12.2009: In seinem Roman "Tokio im Jahr Null" lässt David Peace neben allen anderen Untätern auch noch einen Serienmörder umgehen. Das ergibt einen einzigen Albtraum. Die Frage ist allerdings: wessen? Mehr lesen

Papa war doch einfach der Beste

09.10.2009: In Neapel brennt der Müll, im Nordosten Italiens wird das schmutzige Geld in respektable Geschäftsgewinne verwandelt. Massimo Carlotto beschreibt in seinem Krimi "Wo die Zitronen blühen" die Anmaßungen einer Patrizierschicht, die ganze Städte ihrem Privilegiensystem unterworfen hat. Mehr lesen