Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Wolfgang Schneider

Wolfgang Schneider, geboren 1938, war von Hause aus Journalist, Diplomhistoriker und Kulturwissenschaftler. Er veröffentlichte zahlreiche kulturwissenschaftliche Bücher, u.a. die Begleitbücher zur ARD-Serie über den Nationalsozialismus und die Apokalypse Vietnam. Bekannt wurde er durch sein Buch "Die neue Spur des Bernsteinzimmers" sowie die Bücher "Alltag unter Hitler" und "Frauen unterm Hakenkreuz". 2003 erschien "Die Enzyklopädie der Faulheit". Wolfgang Schneider kam im Frühjahr 2003 bei einem Autounfall in Frankreich ums Leben.

Bücher von Wolfgang Schneider

Schneider, Wolfgang: Frauen unterm Hakenkreuz.

Cover: Frauen unterm Hakenkreuz

Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2001, ISBN 345509337X, Gebunden, 384 Seiten, 20,40 EUR

Frauen galten nach der NS-Ideologie als natürliche ?Gefolgschaft? des Mannes, traditionell eingebunden in Haushalt und Familie. Und dennoch kam es unter dem Diktat des Krieges zu unfreiwilligen Ansätzen partieller Gleichberechtigung. Wolfgang Schneider widerlegt das Pauschalurteil, das Dritte Reich habe die Frauen entrechtet, versklavt und zu Gebärmaschinen ... mehr lesen
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Schneider, Wolfgang: Die Enzyklopädie der Faulheit. Ein Anleitungsbuch

Cover: Die Enzyklopädie der Faulheit

Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3821807202, Gebunden, 190 Seiten, 24,90 EUR

Sie waren große Faulpelze: Charlie Chaplin, Albert Einstein, George Gershwin. In der Schule haben sie versagt, und doch kennt jeder ihre Namen. Vielleicht war ja gerade ihre Faulheit die Basis ihres Weltruhms. Bemerkte doch schon Salomon: "Wer seine Tätigkeit einschränkt, erlangt Weisheit." Und Dostojewski ebenso treffend: ... mehr lesen
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Schneider, Wolfgang (Hrsg.): Alltag unter Hitler.

Cover: Alltag unter Hitler

Rowohlt Verlag, Berlin 2000, ISBN 3871344044, Taschenbuch, 251 Seiten, 15,29 EUR

Am 30. Januar 1933 war Adolf Hitler am Ziel: Reichspräsident Hindenburg ernennt den Führer der NSDAP zum Kanzler - ein Machtwechsel, der dem Mehrheitswillen der Bevölkerung durchaus entsprach. Die politische Ereignisgeschichte ist weithin bekannt. Weniger bekannt ist, wie die Kontroll- und Gestaltungsmacht der Nazis "von unten" erlebt wurde, von ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen