Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Wolfgang Hilbig

Wolfgang Hilbig wurde 1941 im thüringischen Meuselwitz geboren und ist in der Bergarbeiterfamilie seines Großvaters aufgewachsen. Nach der Volksschule machte er eine Dreherlehre und arbeitete nach dem Wehrdienst als Werkzeugmacher, Hilfsschlosser und Abräumer in einer Ausflugsgaststätte. Ab 1970 war er zehn Jahre lang Heizer in Meuselwitz und Ost-Berlin. Von 1981 bis zu seiner Übersiedlung in die Bundesrepublik lebte er in Ost-Berlin und Leipzig als freier Schriftsteller. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter mit dem Brüder-Grimm-Preis, dem Kranichsteiner Literaturpreis, dem Ingeborg-Bachmann-Preis, dem Bremer Literaturpreis und dem Georg-Büchner-Preis. Wolfgang Hilbig starb 2007 in Berlin.

Bücher von Wolfgang Hilbig

Hilbig, Wolfgang: Das Provisorium. Roman

Cover: Das Provisorium

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2000, ISBN 3100336232, gebunden, 319 Seiten, 20,35 EUR

Der Schriftsteller C. aus Leipzig darf in den achtziger Jahren die DDR vorübergehend mit einem Visum verlassen. In der Bundesrepublik verliebt er sich in eine Westdeutsche, doch die gegensätzlichen Erfahrungen und Prägungen der beiden Partner zermürben ihr Verhältnis. Obwohl sich C. im Westen nach wie vor unwohl und fremd fühlt, er immer mehr ... mehr lesen
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Hilbig, Wolfgang: Bilder vom Erzählen. Gedichte

Cover: Bilder vom Erzählen

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3100336259, Gebunden, 64 Seiten, 50,00 EUR

25 neue Gedichte von Wolfgang Hilbig, illustriert mit Radierungen des Berliner Buchkünstlers Horst Hussel. Bibliophile, großformatige Ausgabe zum 60. Geburtstag des Autors am 31. August 2001 in limitierter Auflage. ... mehr lesen
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Hilbig, Wolfgang: Wolfgang Hilbig: Erzählungen.

Cover: Wolfgang Hilbig: Erzählungen

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3596158095, Taschenbuch, 360 Seiten, 11,90 EUR

Die Erzählungen dieses Bandes - angeordnet in der Reihenfolge ihrer Entstehung von 1968 bis 1994 - gestatten einen umfassenden Blick auf das Prosawerk eines der bedeutendsten zeitgenössischen deutschen Dichter. Mit unvergleichlicher poetischer Imagination und einer ebenso suggestiven wie präzisen Sprache erzählt Wolfgang Hilbig von ... mehr lesen
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Hilbig, Wolfgang: Der Schlaf der Gerechten. Erzählungen

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3100336240, Gebunden, 160 Seiten, 16,90 EUR

Ein Mann geht zum Briefkasten und gerät in seiner Erinnerung auf den täglichen Weg zur Arbeit im unheimlichen Heizkraftwerk einer Fabrik. Ein anderer entdeckt eine abgelegene Insel in einem See, auf der die Natur ein wucherndes, magisches Regiment entfaltet, und betritt noch einmal die Wildnis einer Nachkriegskindheit. Ein dritter kehrt in ... mehr lesen
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Hilbig, Wolfgang: Der Geruch der Bücher. Prosa und Gedichte. Gelesen vom Autor. 1 CD

Cover: Der Geruch der Bücher

Audio Verlag, Berlin 2003, ISBN 3898132234, CD, 14,95 EUR

"Ich glaube nicht an die Wahrheit, ich glaube an Wahrnehmungen", ist der produktive Ausgangspunkt für die Poesie und Prosa des Schriftstellers Wolfgang Hilbig. Die ursprüngliche Kraft der Beobachtung des am Rande der Gesellschaft aufgewachsenen Arbeiterkindes durchzieht Hilbigs Werk. Texte aus vier Jahrzehnten versammelt dieses Hörbuch. ... mehr lesen
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Hilbig, Wolfgang: Wolfgang Hilbig: Gedichte. Werke, Band 1

Cover: Wolfgang Hilbig: Gedichte

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2008, ISBN 3100336410, Gebunden, 538 Seiten, 22,90 EUR

Als Wolfgang Hilbig am 2. Juni 2007 starb, verlor die deutschsprachige Literatur eine einzigartige Stimme. Bis zuletzt gelangen ihm Gedichte von dunkler, träumerischer Schönheit; sie waren der Anfang und das Ende seines Schreibens. Selbst in seinen großen Romanen war der lyrische Ton unüberhörbar. Ausgehend von den Traditionen ... mehr lesen
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Hilbig, Wolfgang: Wolfgang Hilbig: Erzählungen und Kurzprosa. Werke, Band 2

Cover: Wolfgang Hilbig: Erzählungen und Kurzprosa

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 3100336429, Gebunden, 767 Seiten, 26,95 EUR

Dieser Band sammelt sämtliche Erzählungen von Wolfgang Hilbig in der Reihenfolge ihres Entstehens. Ergänzt werden sie um bisher nie publizierte Texte aus dem Nachlass. Ein Nachwort von Katja Lange-Müller rundet den Band ab. Wolfgang Hilbigs Erzählungen sind sein eigentliches Hauptwerk: unverwechselbare Erkundungsgänge durch ... mehr lesen
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Hilbig, Wolfgang: Eine Übertragung. Roman. Werke: Band IV

Cover: Eine Übertragung

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2011, ISBN 3100338448, Gebunden, 427 Seiten, 22,95 EUR

Wolfgang Hilbigs erster Roman, erschienen im Herbst 1989, erzählt die Geschichte des Heizers C., der in der DDR die Existenz eines einfachen Arbeiters führt. Heimlich aber geht er der "Schwarzarbeit des Schreibens" nach, was die Stasi auf ihn aufmerksam macht. Entlassen aus der Untersuchungshaft, in die er wegen angeblicher Brandstiftung ... mehr lesen
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Hilbig, Wolfgang: Wolfgang Hilbig: Werke. Band 3. Die Weiber. Alte Abdeckerei. Die Kunde von den Bäumen

Cover: Wolfgang Hilbig: Werke. Band 3

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2010, ISBN 310033843X, Gebunden, 377 Seiten, 19,95 EUR

Der dritte Band der Werke Wolfgang Hilbigs sammelt die drei langen Erzählungen "Die Weiber", "Alte Abdeckerei" und "Die Kunde von den Bäumen". Herausgewachsen aus den Erfahrungen des Autors in den maroden Industriebetrieben der DDR und der Beobachtung ihres endgültigen Verfalls in der Nachwendezeit, wuchern ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

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Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen