Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Tomas Venclova

Tomas Venclova wurde 1937 in Klaipeda, Litauen, geboren. Sein Vater, der Schriftsteller Antanas Venclova, war seit der sowjetischen Okkupation 1940 ein hochrangiger Funktionär für Literatur unter den Sowjets. Von 1954-1960 studierte Tomas Venclova Philologie an der Universität Vilnius und schloß sein Studium mit dem Diplom ab. Tomas Venclova lebte mehrere Jahre in Moskau (1961-1965) und Leningrad (1969-1972) und hielt sich dort in Literatur-Dissidenten-Kreisen auf. In dieser Zeit enstanden seine Freundschaften mit Joseph Brodsky und Alexander Ginzburg, fanden Besuche bei Anna Achmatowa statt. 1977 erhielt er eine Ausreiseerlaubnis nach Berkeley, wo er eine Gastdozentur antrat. Während seines Aufenthalts dort wurde ihm im Sommer die sowjetische Staatsbürgerschaft aberkannt, und er erhielt politisches Asyl in den USA. Seit 1980 unterrichtet Tomas Venclova an der Yale University im Bereich Slawische Sprachen und Literaturen. Hier schloß er 1985 ein Doktorandenstudium ab und ist seitdem in Yale Professor für russische und osteuropäische Literaturen.

Bücher von Tomas Venclova

Venclova, Tomas: Vor der Tür das Ende der Welt. Gedichte

Cover: Vor der Tür das Ende der Welt

Rospo Verlag, Hamburg 2000, ISBN 3930325322, Broschiert, 104 Seiten, 19,94 EUR

In der Übertragung von Rolf Fieguth. Interlinearübersetzung von Claudia Sinnig-Lucas. Mit einem Essay von Joseph Brodsky. Erstmals liegen die Gedichte von Tomas Venclova in deutscher Sprache vor und machen deutlich, warum internationale Größen der Poesie wie Brodsky und Milosz sich seit Jahren für diesen litauischen Lyriker ... mehr lesen
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Grass, Günter / Milosz, Czeslaw / Szymborska, Wislawa / Venclova, Tomas: Die Zukunft der Erinnerung.

Cover: Die Zukunft der Erinnerung

Steidl Verlag, Göttingen 2001, ISBN 3882437693, Gebunden, 96 Seiten, 14,32 EUR

Herausgegeben von Martin Wälde. Auf Einladung des Goethe-Instituts und des Polnischen Kulturinstituts trafen sich im Oktober 2000 die drei Literaturnobelpreisträger Günter Grass, Czeslaw Milosz und Wislawa Szymborska sowie der litauische Dichter Tomas Vonclova, um über das Trauma der Vertreibung und die Gefahren des Nationalismus, über kulturelle ... mehr lesen
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Venclova, Tomas: Vilnius. Eine Stadt in Europa

Cover: Vilnius

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3518124730, Taschenbuch, 242 Seiten, 10,00 EUR

Aus dem Litauischen von Claudia Sinnig. Mit Fotografien von Arunas Baltenas. Einer der bedeutendsten osteuropäischen Lyriker und Intellektuellen, Tomas Venclova, verfasst einen Essay über Vilnius. Vermutlich muss man jahrzehntelang im Exil leben, um die verlorene Welt der eigenen Herkunft mit soviel Liebe, Gelehrsamkeit und Überzeugungskraft ... mehr lesen
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Venclova, Tomas: Gespräch im Winter. Gedichte

Cover: Gespräch im Winter

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2007, ISBN 3518419137, Gebunden, 135 Seiten, 19,80 EUR

Aus dem Litauischen von Claudia Sinnig und Dürs Grünbein. Ein Dichter kehrt nach Jahrzehnten der erzwungenen Abwesenheit zurück in das polnisch-litauisch-weißrussische Grenzgebiet und blickt über das "schmale geduldige Land, von der Nacht schon erdrückt" - eine Landschaft, in deren von Geschitsgewalt verzerrten ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen