Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Ted Hughes

Ted Hughes wurde 1930 als jüngster von drei Geschwistern im dem Städtchen Mytholmroyd in West-Yorkshire/England geboren. Mytholmroyd liegt in einem Tal zwischen den Bergen der Yorkshire Moors mit ihren verstreuten Farmen und Farmruinen. Die ersten sieben Jahre seiner Kindheit verbrachte Hughes in dieser Landschaft. Er und sein zehn Jahre älterer Bruders Gerald teilten eine Leidenschaft für Jagen, Fallenstellen, Angeln.
In den fünfziger Jahren studierte Hughes in Cambridge. Das Anglistikstudium empfand er bald als lähmend, so dass er den Studiengang (zu Archäologie und Anthropologie) wechselte. In Cambridge lernte Hughes 1956 auch die amerikanische Dichterin Sylvia Plath kennen. Nach wenigen Monaten heirateten die beiden. Plath nahm sich im Februar 1963 das Leben. Hughes nahm die Kinder zu sich. 1969 nahm seine Partnerin Assia Wevill sich selbst und der gemeinsamen Tochter Shura das Leben.
In den folgenden Jahren zog sich Hughes mehr und mehr zurück. Er heiratete erneut und ließ sich mit den Kindern schließlich wieder in Devon nieder. Zusammen mit seinem Schwiegervater widmete er sich der Farmarbeit. Und er schrieb.
Er gilt heute als einer der bedeutendsten englischsprachigen Dichter des 20. Jahrhunderts neben Eliot, Auden und Larkin. Zeitgenössische Lyriker wie die Nobelpreisträger Seamus Heaney und Derek Walcott zählten zu seinen Freunden und wurden von ihm beeinflusst. Ted Hughes starb 1998.

Bücher von Ted Hughes

Hughes, Ted: Wie Dichtung entsteht. Essays

Cover: Wie Dichtung entsteht

Insel Verlag, Frankfurt am Main 2001, ISBN 345817060X, Gebunden, 450 Seiten, 20,35 EUR

Ausgewählt und übersetzt von Jutta Kaußen, Wolfgang Kaußen und Claas Kazzer. Mit einem Nachwort von Claas Kazzer. Mit autobiografischen Stücken beginnt die Auswahl: mit dem Felsen, in dessen bedrohlichem Schatten Ted Hughes aufwuchs, mit ersten Leseerfahrungen. Sodann geht es um Grundsätzliches: um kindliche Sensibilität ... mehr lesen
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Hughes, Ted: Etwas muss bleiben. Gedichte. Englisch und deutsch

Cover: Etwas muss bleiben

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3518223526, Gebunden, 200 Seiten, 14,80 EUR

Mit der Gedenkrede auf Ted Hughes von Seamus Heaney. Ausgewählte und übertragen von Jutta und Wolfgang Kaußen. Die zweisprachige Ausgabe führt, thematisch geordnet, durch das breite Spektrum von Hughes' lyrischem Werk: von den energetischen Tier-, Pflanzen- und Landschaftsgedichten über zarte Lyrismen der Naturerfahrung ... mehr lesen
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Hughes, Ted: Prometheus auf seinem Felsen. Gedichte. Englisch und deutsch

Cover: Prometheus auf seinem Felsen

Insel Verlag, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3458192301, Gebunden, 96 Seiten, 13,80 EUR

Übertragung und Nachwort von Jutta Kaußen. Mit einem Bilderzyklus von Eva Clemens. Die einundzwanzig Gedichte von Ted Hughes aus "Prometheus auf seinem Felsen" (1973 in einer limitierten und raren Ausgabe erschienen) zeigen den Protagonisten bewegungsunfähig, festgehalten in einer ausweglosen, todesgleichen Situation - bis er verstanden ... mehr lesen
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Downer, Jim / Hughes, Ted: Timmy der Schlepper.

Cover: Timmy der Schlepper

Gerstenberg Verlag, Hildesheim 2010, ISBN 3836953099, Gebunden, 44 Seiten, 18,90 EUR

Aus dem Englischen von Uwe-Michael Gutzschhahn. Faksimile der Originalausgabe mit einem Nachwort des Illustrators. Timmy der Schlepper wird von der modernen Technik überholt. Er kann es nicht ertragen, zum Alten Eisen zu gehören. Auf hoher See sucht er eine neue Chance und wird am Ende dafür mit der Liebe belohnt. In den 50er-Jahren schuf ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen