Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Rudolf Leonhard

Rudolf Leonhard, geboren 1889 in Lissa (heute: Leszno, Polen), Lyriker, Erzähler, Essayist, einer der ersten deutschen Hörspieldichter. 1914 Kriegsfreiwilliger, doch bald als Kriegsgegner vor das Kriegsgericht gestellt; 1918/19 Teilnahme an den revolutionären Kämpfen, dann freier Autor. Beteiligt an der Gründung und Leitung des Theaters "Die Tribüne", Autor der "Weltbühne", Lektor des Verlages "Die Schmiede".
1927 Übersiedlung nach Paris (Publikationen in französischer Sprache). Mitbegründer des "Schutzverbandes deutscher Schriftsteller im Exil", bei Kriegsausbruch interniert: zunächst in Le Vernet (hier entstand ein Zyklus von über 600 Gedichten), dann im Auslieferungslager Castres, von hier aus Flucht, Teilnahme an der Résistance, unter Pseudonym Robert Lanzer Gedichtband für deutsche Soldaten.
1944 Rückkehr nach Paris, schwere Erkrankung und zeitweise Erblindung. 1950 Übersiedlung nach Berlin/DDR. Rudolf Leonhard starb 1953 in Berlin.
Werke u. a.: Segel am Horizont (Stück,1925); Das nackte Leben (Gedichte, 1925) Das Wort (Versuch eines sinnlichen Wörterbuchs der deutschen Sprache, 1932), Der Tod des Don Quijote (Geschichten aus dem Spanischen Bürgerkrieg, 1938), Geiseln (Tragödie, 1945, dt. 1946); Unsere Republik. (Aufsätze und Gedichte, 1951).

Bücher von Rudolf Leonhard

Leonhard, Rudolf: In derselben Nacht. Das Traumbuch des Exils

Cover: In derselben Nacht

Aufbau Verlag, Berlin 2001, ISBN 3351025270, Gebunden, 527 Seiten, 25,51 EUR

Mit Anmerkungen. Herausgegeben und mit einem Nachwort von Steffen Mensching. Die Entdeckung eines faszinierenden Dokuments, das im Archiv verschollen war: Rudolf Leonhard hielt auf 1200 Blättern vom Mai 1941 bis April 1944 seine Träume in der französischen Internierung fest. In verblüffenden surrealen Bildern reflektieren diese Aufzeichnungen die ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen