Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Robert Capa

Robert Capa, einer der berühmtesten Kriegsfotografen des 20. Jahrhunderts, wurde 1913 als Endre Erno Friedmann in Budapest geboren. 1931 nahm man ihn bei einer Demonstration gegen den Diktator Horthy fest und wies ihn aus Ungarn aus. Danach studierte er drei Jahre Politikwissenschaft in Berlin. Seit etwa 1930 beschäftigte er sich autodidaktisch mit der Fotografie. Capa arbeitete während seines Studiums als Film- und Photoassistent bei Ullstein und beim Deutschen Photodienst. 1931 wurde in der "Berliner Illustrierten Zeitung" sein erstes Photo veröffentlicht (Aufnahme von Trotzki).
1933 emigrierte Capa nach Paris, arbeitete als freiberuflicher Fotograf und lernte die Fotografin Gerta Taro kennen. Er nahm den Namen Robert Capa an, fotografierte mit Kleinbildkameras (Leica, Contax). 1936 gingen Capa und Taro gemeinsam nach Spanien, um den Spanischen Bürgerkrieg zu dokumentieren. Die Aufnahme vom tödlich getroffenen Regierungssoldaten machte Capa über Nacht berühmt. Gerta Taro verunglückte 1937 tödlich bei der Verteidigung von Brunete; ihrem Andenken widmete Capa seine Arbeit.
1939 Übersiedlung in die USA. 1939-1941 lebte Capa als freiberuflicher Fotograf in New York. 1941-1945 Kriegsberichterstatter im Auftrag der Magazine Life und Collier's. Capa fotografierte bei den Feldzügen in Nordafrika und Italien. Er nahm teil an der Invasion der Alliierten in der Normandie 1944 und fotografierte die Landung am Omaha Beach. Am 24.4.1945 sprang er mit amerikanischen Fallschirmtruppen ins Zentrum der deutschen Hauptverteidigungslinie in der Nähe von Wesel. Später fotografierte er in Leipzig (u.a. Bildsequenz über den Tod eines amerikanischen Soldaten) und Nürnberg.
1947 gründete Capa zusammen mit Henri Cartier-Bresson, David Seymour ("Chim"), George Rodger, Bill und Rita Vandivert die Bildagentur Magnum. 1948-1950 Reportagen über Israel, Ungarn, Polen, Tschechoslowakei. 1954 wurde Robert Capa in Thai-Binh, Indochina, von einer Mine zerfetzt.

Bücher von Robert Capa

Capa, Robert: Robert Capa: Die Sammlung.

Cover: Robert Capa: Die Sammlung

Phaidon Verlag, Berlin 2001, ISBN 071489303X, Gebunden, 572 Seiten, 76,00 EUR

Mit 937 Fotos in Duotone. Einleitung von Richard Whelan. ... mehr lesen
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Capa, Robert / Steinbeck, John: Russische Reise.

Cover: Russische Reise

Büchergilde Gutenberg, Frankfurt am Main 2011, ISBN 3940111848, Gebunden, 304 Seiten, 19,90 EUR

Aus dem Englischen von Susann Urban. John Steinbeck und Robert Capa reisen für die "New York Herald Tribune" 1948 durch die Sowjetunion, um die Befindlichkeiten und das Leben des russischen Volkes in Augenschein zu nehmen und zu dokumentieren. "Russische Reise" ist berührendes Zeitdokument, literarische Reportage und das freundschaftliche ... mehr lesen
bestellen bei buecher.de

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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen