Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Richard Wagner

Richard Wagner wurde am 22. Mai 1819 in Leipzig geboren. Nach einigen Jahren als Opernkapellmeister in Würzburg, Magdeburg, Königsberg und Riga lebte er in ärmlichen Verhältnissen in Paris, bevor er als Hofkapellmeister nach Dresden ging. Nach einer Teilnahme am Maiaufstand 1949 sah er sich jedoch gezwungen ins Exil zu gehen und lebte vorübergehend in Zürich. Von 1861 an folgten Jahre in Venedig, Luzern, Brüssel, Paris und Wien. Seine Freundschaft mit Ludwig II. von Bayern beendete schließlich seine materielle Not und ließ ihn vorübergehend wieder nach Deutschland zurückkehren. 1870 heiratete Wagner Cosima von Bülow, eine Tochter Franz Liszts, und zog nach Bayreuth, wo er die Erbauung eines eigenen Festspielhauses verwirklichte, das 1876 mit dem "Ring der Nibelungen" eingeweiht wurde. Wagner starb 1883 in Venedig. Wagner gilt als einer der bedeutendsten und einflussreichsten Komponisten seiner Zeit und als Begründer des "Musikdramas". Kennzeichnend ist die Abkehr vom Nummernschema der älteren Oper hin zu geschlossenen Formen, der "unendlichen Melodie" und dem "Leitmotiv", mit dem das Orchester stärker als in früheren Zeiten Anteil am musikalisch-dramatischen Geschehen erhielt. Die Idee vom musikalischen Gesamtkunstwerk, bei der Rezitativ und Arie zugunsten einer sich an der Sprachmelodie orientierenden Gesangsweise aufgegeben wurden, konnte er in seinen späteren Opern verwirklichen. Besonders in "Tristan und Isolde" zeigt Wagner ein Harmonieverständnis, das weit über seine Zeit hinausweist.

Bücher von Richard Wagner

Wagner, Richard: Tristan und Isolde. Handlung in drei Aufzügen. Ein Opernführer

Cover: Tristan und Isolde

Insel Verlag, Frankfurt am Main/Leipzig 2000, ISBN 3458346090, Taschenbuch, 125 Seiten, 10,17 EUR

Herausgegeben von der Staatsoper Unter den Linden Berlin. Tristan und Isolde - seit mehr als tausend Jahren stehen diese beiden Namen für den Mythos von der Liebe schlechthin. Von allen Neu- und Umgestaltungen der Geschichte ist neben dem höfischen Epos Gottfried von Straßburgs Richard Wagners "Handlung" von Bedeutung. Ein leicht aufführbares ... mehr lesen
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Wagner, Richard: Richard Wagner: Werke, Schriften, Briefe.

Cover: Richard Wagner: Werke, Schriften, Briefe

Directmedia Publishing, Berlin 2004, ISBN 3898532070, CD-ROM, 51714 Seiten, 45,00 EUR

Die vorliegende CD-ROM enthält neben den Texten von Wagners Musikdramen auch seine zahlreichen Schriften und Briefe, deren autobiografische wie ästhetische Bedeutung und Stellung der seiner theoretischen Schriften gleichgestellt werden muss. Dazu kommen Wagners Autobiografie "Mein Leben" sowie die Tagebücher Cosima Wagners, ... mehr lesen
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Dorn, Thea / Wagner, Richard: Die deutsche Seele.

Cover: Die deutsche Seele

Albrecht Knaus Verlag, München 2011, ISBN 3813504514, Gebunden, 560 Seiten, 26,99 EUR

Mit zahlreichen meist farbigen Abbildungen. Alle Debatten über Deutschland landen am selben Punkt im Abseits: Darf man das überhaupt öffentlich sagen, etwas sei "deutsch" oder "typisch deutsch"? Kann man sich mit dem Deutschsein heute endlich versöhnen? Man muss es sogar, meinen Thea Dorn und Richard Wagner. Sie verspüren eine ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen