Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Ödön von Horvath

Ödön Edmund von Horvath wurde 1901 als unehelicher Sohn des ungarischen Diplomaten Dr. Edmund Josef Horvath und der Maria Hermine Prehnal im damals ungarischen Fiume (heute: Rijeka, Kroatien) geboren. Ab 1923 lebte er als Schriftsteller in Berlin und Murnau (Bayern). Aufgrund von nationalsozialistischen Repressalien zog er 1933 nach Wien, 1938 emigrierte er nach Paris. Seine Stücke stehen in der Tradition des Wiener Volksstücks und der österreichischen sprachskeptischen Literatur. Vor allem durch die Demaskierung kleinbürgerlicher Sprache ("Bildungsjargon") und Verhaltensweisen übte er radikale Sozialkritik, wobei besonders die Frauen als Opfer erscheinen. In seinem Spätwerk, den Romanen "Jugend ohne Gott" (1937) und "Ein Kind unserer Zeit" (1938) befasste er sich mit dem Aufstieg des Faschismus. Kleist-Preis 1931. Am 1. Juni 1938 wurde Ödön von Horvath auf den Champs-Elysees während eines Gewitters von einem Ast erschlagen.

Bücher von Ödön von Horvath

Horvath, Ödön von: Himmelwärts und andere Prosa aus dem Nachlass. Supplementband I zur Kommentierten Werkausgabe

Cover: Himmelwärts und andere Prosa aus dem Nachlass

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3518398474, Kartoniert, 208 Seiten, 9,50 EUR

Kommentierte Werkausgabe in Einzelbänden. Herausgegeben von Klaus Kastberger. Der Supplementband Himmelwärts versammelt Prosatexte aus dem Nachlass Ödon von Horvath, die jahrelang nicht oder nur verstreut greifbar waren und die hier auf der Grundlage der originalen Manuskripte des Nachlassbestandes in überprüfter Form neu ediert wurden; bei manchen ... mehr lesen
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Horvath, Ödön von: Sechsunddreißig Stunden. Die Geschichte vom Fräulein Pollinger, 2 CD

Cover: Sechsunddreißig Stunden

Roof Music, Bochum 2002, ISBN 393618609X, CD, 22,90 EUR

Gelesen von Ulrich Tukur. Sie hatte halt so ihre Geschichten, das Fräulein Pollinger aus der Schellingstraße in München, sie fiel bei den besseren Herren nirgends besonders auf, denn sie hatte nur eine Durchschnittsfigur und ein Durchschnittsgesicht, nicht unangenehm, aber auch nicht hübsch, nur nett. Aber an jenem schwülen ... mehr lesen
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Horvath, Ödön von: Kleine Leute. Gelesen von Martina Gedeck und Wolf Euba. 2 CDs

Cover: Kleine Leute

Ullstein Verlag, München 2003, ISBN 3550090919, CD, 25,00 EUR

2 CDs, 156 Minuten. Ungekürzte Hörfassung. Mit einem Text von Elisabeth Tworek. Gelesen von Martina Gedeck und Wolf Euba. Was an Horvath so besticht, sind die Menschen in seinen Stücken und Romanen. In Zusammenarbeit mit der Horvath-Kennerin Dr. Elisabeth Tworek präsentiert dieses Hörbuch erstmals die "Kleinen Leute" in einem ... mehr lesen
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Horvath, Ödön von: Kasimir und Karoline. 2 CDs. Gelesen von Ulrich Beseler. Mit O-Tönen vom Münchner Oktoberfest

Cover: Kasimir und Karoline

Niesen Verlag, Bern 2009, ISBN 303301920X, CD, 24,00 EUR

2 CDs mit 95 Minuten Laufzeit. Das Paar Kasimir und Karoline ist ebenso in der Krise wie die Welt um sie her. Die wirtschaftlichen Aussichten sind trüb, die politischen finster, das Wiesnbier ein Katalysator für allen Unmut im Kleinen und Großen. ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen