Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 24.05.2012, 14.09 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Miguel de Cervantes Saavedra

Miguel de Cervantes Saavedra wurde 1547 in Alcala de Henares als viertes von sieben Kindern einer verarmten Adelsfamilie geboren. Er studierte in Salamanca und Madrid Theologie und ging 1569 als Kammerdiener mit dem Kardinal Giulio Acquaviva nach Rom, vermutlich auch, weil gegen ihn wegen eines Duells Haftbefehl erlassen wurde, in dem ihm der Verlust der rechten Hand und zehnjährige Verbannung angedroht werden. Im Alter von 22 Jahren verpflichtete er sich als Soldat im spanischen Heer und nahm an der Seeschlacht von Lepanto (1571) teil, in der Juan de Austria gegen die Türken unter Selim II. kämpfte. Zusammen mit seinem Bruder Rodrigo wurde er 1575 auf der Rückreise nach Spanien von Piraten gefangen genommen und nach Algerien verschleppt. Fünf Jahre musste er in Gefangenschaft leben, da seine Familie das Lösegeld nicht aufbringen konnte. Von 1580 bis 1583 verdingte er sich wieder als Soldat. Mit 37 Jahren heiratete er, wurde Kaufmann und schließlich Aufkäufer und Lieferant für die spanische Kriegsflotte, die Armada. Nach misslungenen Geschäften landete er 1597/98 und 1602 in Schuldhaft, während der er an seinem großen Roman Don Quijote zu schreiben begann. 1605 veröffentlichte er den ersten Band des Don Quijote und erreichte damit schnell öffentliche Berühmtheit, aber der Gewinn aus seinem Werk blieb in den Händen des Verlegers. In Einsamkeit und Armut veröffentlichte er 1615 den zweiten Band des Don Quijote. Miguel de Cervantes Saavedra starb 1616 in Madrid.

Bücher von Miguel de Cervantes Saavedra

Cervantes Saavedra, Miguel de: Don Quijote de la Mancha. 6 CDs

Cover: Don Quijote de la Mancha

DHV - Der Hörverlag, München 2003, ISBN 3899401441, CD, 39,95 EUR

495 Minuten. Sprecher: Walter Richter, Willy Birgel und andere. Hörspielbearbeitung von Walter A. Schwarz. Miguel de Cervantes Saavedra hat eine Figur geschaffen, die sprichwörtlich geworden ist für den Kampf des Idealisten gegen die Windmühlen der Realität: Don Quijote. Der arme Ritter und sein Diener Sancho Pansa haben den ... mehr lesen
bestellen bei buecher.de

Cervantes Saavedra, Miguel de: Leben und Taten des scharfsinnigen Edlen Don Quixote von la Mancha. Zwei Bände

Cover: Leben und Taten des scharfsinnigen Edlen Don Quixote von la Mancha

Faber und Faber, Leipzig 2004, ISBN 3936618267, Gebunden, 1148 Seiten, 65,00 EUR

In der Übersetzung von Ludwig Tieck. MIt 140 Illustrationen von Sighard Gille. In der Weltliteratur ist kaum eine andere Figur so lebendig geblieben wie die von Don Quixote de la Mancha, dem Ritter von der traurigen Gestalt. Erfunden hat sie der selbst durch viele Lebensumstände gebeutelte, aus niederem Adel stammende und offenbar hochgebildete ... mehr lesen
bestellen bei buecher.de

Cervantes Saavedra, Miguel de: Don Quijote. 1 MP3-CD

Cover: Don Quijote

Patmos Verlag, Düsseldorf 2008, ISBN 3491912458, CD, 25,00 EUR

Gekürzte Fassung. 1 MP3-CD, 15,5 Stunden. Gelesen von Hans Paetsch. Der selbsternannten Ritter Don Quijote zieht mit seinem Knappen Sancho Pansa aus, für eine bessere Welt zu streiten: die wohl berühmteste Figur eines Idealisten, der gegen die profane Realität rebelliert. Der sprichwörtlich gewordene Kampf gegen die Windmühlen ... mehr lesen
bestellen bei buecher.de

Cervantes Saavedra, Miguel de: Der geistvolle Hidalgo Don Quijote von der Mancha . Zwei Bände

Cover: Der geistvolle Hidalgo Don Quijote von der Mancha

Carl Hanser Verlag, München 2008, ISBN 3446230769, Gebunden, 1490 Seiten, 68,00 EUR

Neu aus dem Spanischen von Susanne Lange. Jeder kennt Don Quijote, den Ritter, und seinen weltklugen Knappen, Sancho Panza. Wortreich und wunderbar absurd sind die Gespräche, in denen die beiden Helden streiten und philosophieren, während sie sich von ihren Blessuren kurieren. Zweihundert Jahre nach Ludwig Tieck, der den "Don Quijote" ... mehr lesen
bestellen bei buecher.de

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Faktenhuber

24.05.2012: Aichinger hören, empfiehlt die Zeit. Bei Felicitas Hoppe hält sie sich die Ohren zu: Das klappert. Die SZ stellt eine Alkibiades-Biografie vor. Die NZZ sucht mit Adorno den Konvergenzpunkt von Philosophie und Soziologie. Gründliche Ermittlung bescheinigt die FR dem Reporterteam Koldehoff/Timm im Kunstfälscherprozess Beltracchi. Die FAZ zieht höchste finanzpolitische Autorität heran, um Thilo Sarrazin Unfug vorzuwerfen. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
Mehr lesen

Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen