Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 23.05.2012, 14.28 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Michel de Montaigne

Michel de Montaigne wurde 1533 auf Schloss Montaigne im Perigord geboren. Der Sohn einer reichen und spät geadelten Kaufmannsfamilie erhielt eine Erziehung, die sich ganz an humanistischen Prinzipien orientierte. Nach dem Studium der Rechte wurde Montaigne Parlamentsrat in Bordeaux. Hier traf er das junge Genie Etienne de la Boetie, dessen Denken sein Leben nachhaltig beeinflusste. Dem früh verstorbenen Freund widmete er sein Lebenswerk, die Essais. Nach dem Tod seines Vaters 1571 zog sich Montaigne aus dem Trubel der Welt auf sein Schloss zurück. Im mit gut tausend Büchern ausgestatteten Bibliotheksturm des Schlosses nahm er die Arbeit an seinen Essais auf, die als Versuch einer Selbstfindung begannen und zu einer monumentalen Reflexion über den Menschen schlechthin wurden. Nachdem er die ersten beiden Bände verfasst hatte, reiste Montaigne 1580 - 81 durch Frankreich, die Schweiz, Deutschland und Italien. Er starb 1592.

Bücher von Michel de Montaigne

Montaigne, Michel de: Tagebuch der Reise nach Italien über die Schweiz und Deutschland von 1580 bis 1581.

Cover: Tagebuch der Reise nach Italien über die Schweiz und Deutschland von 1580 bis 1581

Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3821807253, Gebunden, 433 Seiten, 29,90 EUR

Übersetzt, herausgegeben und mit einem Essay von Hans Stilett. Neun Jahre lang saß Michel de Montaigne in seinem berühmten Turm und schrieb an den Essais - kaum waren sie 1580 erschienen, da machte er sich auf zu einer großen Reise in die Schweiz, Deutschland und Italien. Und auch dabei hatte der knorrige Eigenbrödler seine ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Zwei lachende Augen

23.05.2012: Die FAZ lässt sich in Fabio Genovesis "Fische füttern" von einem ungeküssten italienischen Jüngling bezaubern und von Andreas Rinke und Christian Schwägerl auf 11 drohende Kriege vorbereiten. Die NZZ liest Thomas Pogges leidenschaftliches politikphilosophisches Werk "Weltarmut und Menschenrechte" und folgt Beatriz Preciado durch das "Pornotopia" Hugh Hefners. Die SZ teilt Esther Kinskys Sehnsucht nach Leben. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen