Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Michail Lermontow

Michail Jurjewitsch Lermontow, russischer Dichter, geboren in Moskau 15.10.1814 wurde zweimal strafweise in den Kaukasus versetzt. Lermontow ist der Hauptrepräsentant der russischen Romantik nach Puschkin. Sowohl in Technik und Thematisierung (Stilisierung des Schmerzes, der Sehnsucht, Verachtung der Gesellschaft) war Byron Vorbild. Lermontows Lyrik wirkt musikalisch (oft vertont), zum Teil auch rhetorisch; Thematik und Form verbinden sich beispielhaft im lyrischen Versepos "Der Dämon" (1840). Sein Roman "Ein Held unserer Zeit" (1840) eröffnete die Reihe der großen russischen realistischen Romane, in denen die psychologische Analyse eines "überflüssigen Menschen" zu scharfer Gesellschaftskritik wird; auch Dramatiker ("Maskerade" 1835), so der Brockhaus. Michail Lermontow starb 1841 im Duell in Pjatigorsk.

Bücher von Michail Lermontow

Lermontow, Michail: Der Dämon. Eine orientalische Erzählung. Russisch-deutsch

Cover: Der Dämon

Universität Jena Institut für Slawistik, Jena 2000, ISBN 3980522636, Paperback, 103 Seiten, 8,18 EUR

Aus dem Russischen von Christine Fischer. An seinem Poem Demon (Der Dämon) arbeitete Michail Lermontov von 1829 bis zu seinem Todesjahr 1841. Erster Impuls war ein Puschkin-Gedicht; daneben finden sich Anklänge an das Faust-Motiv sowie Bezüge zu Byron. Trotz seiner Einbettung in die europäische Literaturtradition nimmt der Dämon eine Sonderstellung ... mehr lesen
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Lermontow, Michail: Ein Held unserer Zeit. Roman

Cover: Ein Held unserer Zeit

Friedenauer Presse, Berlin 2006, ISBN 3932109465, Gebunden, 256 Seiten, 22,50 EUR

Aus dem Russischen von Peter Urban. Michail Lermontovs einziger vollendeter Roman gilt als der erste realistische russische Roman. Der Titel gebende Held unserer Zeit ist ein Anti-Held: von Lebensüberdruss geplagt, versucht dieser Petschorin, an die Grenzen zu gehen - auch des Moralischen. Damit löste das Buch bei seinem Erscheinen 1840 (kurz ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen