Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 23.05.2012, 14.28 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Mary Wollstonecraft Shelley

Mary Wollstonecraft Shelley wurde 1797 in London als Tochter der Frauenrechtlerin Mary Wollstonecraft des Revolutionärs William Godwin geboren. Die Mutter starb als Mary zur Welt kam. Nachdem William 1801 wieder geheiratet hatte, wuchs sie mit vier Geschwistern verschiedener Eltern auf. 1814 brannte Mary, noch nicht 17 Jahre alt, mit dem jungen Dichter Percy Shelley (1792-1822) durch und heiratete ihn ein Jahr später. Im Frühjahr 1816 reisten die beiden mit Marys Schwester Claire in die Schweiz. Claire war auf der Suche nach Lord Byron. Während des Sommers verbrachten sie gemeinsame Nacht in seiner Villa Diodati. Während gespenstischer Gewitternächte lasen sie sich gerne Schauergeschichten vor und verfassten eigene, auch unter dem Einfluss von Opiaten. Mary erweiterte ihre Geschichte zum Frankenstein Roman, den sie 1818 veröffentlichen konnte. Damit hatte sie im Alter von 19 Jahren den ersten Science Fiction Roman geschrieben. Byrons Leibarzt John Polidori veröffentlichte 1819 die Erzählung The Vampyre. 1822 ertrank Percy Shelley während eines Urlaubs in Italien. Fortan widmete sie sich komplett der Schriftstellerei. Sie starb 1851 in London.

Bücher von Mary Wollstonecraft Shelley

Shelley, Percy B. / Wollstonecraft Shelley, Mary: Flucht aus England. Reiseerinnerungen und Briefe 1814-1816

Cover: Flucht aus England

Achilla Presse, Hamburg 2002, ISBN 3928398814, Gebunden, 140 Seiten, 18,00 EUR

Aus dem Englischen und herausgegeben von Alexander Pechmann. In den Erinnerungen der Autorin des "Frankenstein" an ihre Reisen durch Deutschland, Frankreich und die Schweiz mischen sich tragische und komische Ereignisse zu einer Collage, die in ihrer Authentizität oft verblüffender ist als jede erfundene Schauergeschichte. Im Sommer ... mehr lesen
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Wollstonecraft Shelley, Mary: Verwandlung - Der falsche Vers - Die Trauernde. Erzählungen

Cover: Verwandlung - Der falsche Vers - Die Trauernde

Manesse Verlag, Zürich 2003, ISBN 3717540351, Pappband, 96 Seiten, 9,90 EUR

Aus dem Englischen übersetzt und mit einem Nachwort von Alexander Pechmann. Als Schöpferin des "Frankenstein" erlangte Mary Shelley (1797-1851) Weltruhm - ihr weiteres Werk steht bis heute im Schatten dieses Erfolgs. Unser Band versammelt drei der schönsten Erzählungen daraus, von denen zwei erstmals auf deutsch erscheinen. "Verwandlung" ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Zwei lachende Augen

23.05.2012: Die FAZ lässt sich in Fabio Genovesis "Fische füttern" von einem ungeküssten italienischen Jüngling bezaubern und von Andreas Rinke und Christian Schwägerl auf 11 drohende Kriege vorbereiten. Die NZZ liest Thomas Pogges leidenschaftliches politikphilosophisches Werk "Weltarmut und Menschenrechte" und folgt Beatriz Preciado durch das "Pornotopia" Hugh Hefners. Die SZ teilt Esther Kinskys Sehnsucht nach Leben. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen