Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Martin Mosebach

Martin Mosebach, geboren 1951 in Frankfurt am Main, studierte Jura in Frankfurt und Bonn. Kurz vor dem Zweiten Staatsexamen begann er seinen ersten Roman zu schreiben. Seit 1980 lebt er als freier Schriftsteller in Frankfurt am Main. Neben Prosa und Lyrik veröffentlichte er Aufsätze über Kunst und Literatur für Zeitungen, Zeitschriften und den Rundfunk, Hörspiele, Dramen, Libretti (u.a. für die Salzburger Festspiele, die Oper Frankfurt und das Freiburger Barockorchester) sowie Filmdrehbücher ( u.a. Buster?s Bedroom und Roussel, beide mit Rebecca Horn). Mosebach wurde 2007 mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet.

Bücher von Martin Mosebach

Mosebach, Martin: Eine lange Nacht. Roman

Cover: Eine lange Nacht

Aufbau Verlag, Berlin 2000, ISBN 3351028954, Gebunden, 600 Seiten, 25,51 EUR

"Am Souterrainfenster stand jetzt Bella. Sie trug ein Handtuch um den Körper geschlungen, das ihre Schultern unbedeckt ließ. Auf diese nackten Schultern fiel das Licht. Dieses Bild senkte sich in Ludwigs Seele und traf auf eine Stelle, die dort vorbereitet war. Dies war etwas Endgültiges. Jetzt blickte Bella auf. Er winkte nicht, und auch sie ... mehr lesen
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Mosebach, Martin: Der Nebelfürst. Roman

Cover: Der Nebelfürst

Die Andere Bibliothek/Eichborn, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3821845066, Gebunden, 352 Seiten, 27,61 EUR

Der ahnungslos entschlossene Held dieser Geschichte, ein gewisser Lerner, taumelt um die Jahrhundertwende in ein aberwitziges Unterfangen. Angestiftet und manipuliert von einer üppigen Hochstaplerin, der verwegenen Frau Neuhaus, reist er auf einem schrottreifen Dampfer in die Arktis, um eine herrenlose Insel zu annektieren ... ... mehr lesen
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Mosebach, Martin: Häresie der Formlosigkeit. Die römische Liturgie und ihr Feind

Cover: Häresie der Formlosigkeit

Karolinger Verlag, Wien 2002, ISBN 3854181027, Broschiert, 157 Seiten, 15,00 EUR

Zu den unbesiegbaren Legenden des vergangenen Jahrhunderts gehört die Behauptung, das Zweite Vatikanische Konzil habe die überlieferte römische Liturgie abgeschafft. Dabei kann sich der in der Geschichte einzigartige liturgische Traditionsbruch der nachkonziliären Ära auf das Konzil eben gerade nicht berufen. Dort war nur ... mehr lesen
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Mosebach, Martin: Das Beben. Roman

Cover: Das Beben

Carl Hanser Verlag, München 2005, ISBN 3446206612, Gebunden, 416 Seiten, 24,90 EUR

Es beginnt mit einer Liebesgeschichte im modernen Europa und endet mit einer Flucht in eine andere Welt: Als der Erzähler merkt, dass seine verführerische Geliebte Manon noch immer ein Verhältnis mit einem berühmten Maler hat, nimmt er einen Auftrag an, der ihn nach Indien führt, um den Palast eines Königs in ein ... mehr lesen
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Mosebach, Martin: Du sollst dir ein Bild machen. Über alte und neue Meister

Cover: Du sollst dir ein Bild machen

zu Klampen Verlag, Springe 2005, ISBN 3934920772, Gebunden, 230 Seiten, 19,80 EUR

Mit 10 Farbabbildungen. Martin Mosebach ist Vertreter einer raren Gattung: Unter den zahllosen, über Kunst schreibenden Autoren gehört er zu den sehr wenigen, die ihrer eigenen Wahrnehmung trauen. Die theoriebeladenen Endlosschleifen selbstverliebter Kritiker sind ihm zuwider. Denn Kunst braucht weder Manifeste noch konzeptuelle Krücken, ... mehr lesen
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Mosebach, Martin: Schöne Literatur. Essays

Cover: Schöne Literatur

Carl Hanser Verlag, München 2006, ISBN 3446207112, Gebunden, 232 Seiten, 19,90 EUR

Eine Verteidigung des Romans, der Kunst und des Denkens gegen alle Moden des Zeitgeistes. ... mehr lesen
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Mosebach, Martin: Häresie der Formlosigkeit. Die römische Liturgie und ihr Feind

Cover: Häresie der Formlosigkeit

Carl Hanser Verlag, München 2007, ISBN 3446208690, Gebunden, 256 Seiten, 21,50 EUR

Das Zweite Vatikanische Konzil, das 1965 endete, hatte einen der revolutionären Kulturbrüche des 20. Jahrhunderts zur Folge. Papst Paul VI. ordnete das Ende der alten römischen Liturgie und die Schaffung einer neuen an. Doch der Optimismus, dass die Abschaffung des Lateinischen als Liturgiesprache der Kirche neue Kreise öffnen könne, ... mehr lesen
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Mosebach, Martin: Der Mond und das Mädchen. Roman

Cover: Der Mond und das Mädchen

Carl Hanser Verlag, München 2007, ISBN 3446209166, Gebunden, 192 Seiten, 17,90 EUR

Ein Sommernachtstraum mitten im steinernen Frankfurt. Die mädchenhafte Ina und ihr junger Ehemann, ein verlorener Ehering und die verhexten Trinkgelage im Mondlicht zwischen Schnellimbiss und Autowaschanlage - ein Roman von schwebender Komik und Melancholie vor dem Hintergrund des nächtlichen Bahnhofsviertels. ... mehr lesen
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Mosebach, Martin: Stadt der wilden Hunde. Nachrichten aus dem alltäglichen Indien

Cover: Stadt der wilden Hunde

Carl Hanser Verlag, München 2008, ISBN 3446230262, Gebunden, 171 Seiten, 16,90 EUR

Büchner-Preisträger Martin Mosebach auf der Reise in Indien: Das überraschende Porträt eines Landes und seiner Menschen, das zeigt, was die Erfahrung der Fremde für das eigene Leben bedeuten kann. Mosebach berichtet von seinen Eindrücken und Begegnungen aus einer Provinzhauptstadt im Bundesstaat Rajasthan: von dem Sandsturm ... mehr lesen
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Mosebach, Martin: Rotkäppchen und der Wolf. Ein Drama

Cover: Rotkäppchen und der Wolf

Hörbuch Hamburg, Hamburg 2008, ISBN 389903614X, CD, 14,95 EUR

Martin Mosebach gelingt es, aus einem Märchen voll alter Mythen ein eindrucksvolles modernes Versdrama zu gestalten. Rotkäppchen ist halb Licht und halb Schatten, halb Alice im Wunderland, halb Iphigenie, halb Kind und halb Frau. In freien und gereimten Rhythmen, Songs und volksliedhaften Gedichten wird das ganze Märchen zur handelnden ... mehr lesen
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Mosebach, Martin: Die schöne Gewohnheit zu leben. Eine italienische Reise

Cover: Die schöne Gewohnheit zu leben

Berlin Verlag, Berlin 2010, ISBN 3827009340, Gebunden, 188 Seiten, 15,00 EUR

Die schöne Gewohnheit zu leben' ist ein Buch über Italien, über die Reisen eines Deutschen nach Italien. Martin Mosebach schreibt über die Städte Rom und Venedig, über das Leben auf dem Land nahe Neapel, dann über das Maskentheater der Commedia dell'arte. Mosebachs stilistische Präzision, sein Gespür ... mehr lesen
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Mosebach, Martin: Was davor geschah. Roman

Cover: Was davor geschah

Carl Hanser Verlag, München 2010, ISBN 3446235620, Gebunden, 332 Seiten, 21,90 EUR

Es ist eine gefährliche Frage, die bereits den Keim einer Eifersucht enthält: Wie war das eigentlich mit dir, bevor wir uns kannten? Die beiden sind seit Kurzem ein Paar, und sie stellt ihm jene Frage. Seine Antwort wird zu einem Gespinst aus Wahrheit und Dichtung, einem wahren Lügenpalast, errichtet aus soliden Bausteinen von Wirklichkeit. ... mehr lesen
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Mosebach, Martin: Das Rot des Apfels. Tage mit einem Maler

Cover: Das Rot des Apfels

zu Klampen Verlag, Springe 2011, ISBN 3866741588, Gebunden, 143 Seiten, 24,00 EUR

Den Schriftsteller Martin Mosebach und den Maler Peter Schermuly (1927-2007) verband über 35 Jahre eine enge, fast symbiotisch zu nennende Freundschaft. Der um eine Generation ältere, gelehrte, geistig und künstlerisch enorm produktive, mit den eigenen Ressourcen verschwenderisch verfahrende Maler hatte entscheidenden Anteil an der Entwicklung ... mehr lesen
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Mosebach, Martin: Als das Reisen noch geholfen hat. Von Büchern und Orten

Cover: Als das Reisen noch geholfen hat

Carl Hanser Verlag, München 2011, ISBN 3446237526, Gebunden, 496 Seiten, 21,90 EUR

Soll man lieber verreisen oder lesen? Martin Mosebach versteht von beidem etwas, und so schaffen seine Erkundungen die überraschendsten Konstellationen. Die Beschäftigung mit Orient und Okzident führt ihn nach Kairo und in das Kloster Shio Mghvime, lässt ihn aber auch Heimito von Doderers Kunst des Bogenschießens entdecken. ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen