Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Maria Leitner

Maria Leitner wurde 1892 Varazdin, (ehem. Österreich-Ungarn, heute Kroatien) geboren. Sie wuchs in einer gutbürgerlichen, deutschsprachigen jüdischen Familie auf. 1896 siedelte die Familie nach Budapest um. Leitner studierte von 1910 bis 13 in der Schweiz. Ab 1913 arbeitete sie als Journalistin beim Budapester Boulevardblatt "Az Est" (`Der Abend`) und ab 1914 als Auslandskorrespondentin für linke Blätter. 1920 musste sie Ungarn wegen antimilitaristischer Aktivitäten im Galilei-Kreis verlassen und floh über Wien nach Deutschland.
1925 ging Maria Leitner als Reporterin für das Magazin "Uhu" des Ullstein-Verlags in die USA und recherchiert auch in Mittel- und Südamerika. Ihre sozialkritischen Reportagen über Amerika erschienen in linken Zeitungen und Zeitschriften, u.a. im "Vorwärts", in der "Arbeiter-Illustrierten-Zeitung", im "Weg der Frau" und in der "Welt am Abend". 1930 kehrte Leitner nach Deutschland zurück. 1932 erfolgte die Veröffentlichung der Reportagesammlung "Eine Frau reist durch die Welt". Die "Arbeiter-Illustrierte-Zeitung" begann, den Fortsetzungsroman über die Ureinwohner Guayanas gegen eine amerikanische Aluminiumgesellschaft: "Wehr Dich, Akato!" abzudrucken.
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde "Hotel Amerika" auf die Liste der verbotenen Schriften geführt. Im Mai floh Maria Leitner nach Prag und arbeitete dort weiter als Journalistin; von dort ging sie nach Wien und 1934 ins Exil nach Paris, wo sie u.a. als Sekretärin und Hausangestellte arbeitete. Ab 1935 reiste sie mit falschen Papieren nach Deutschland, um über die Situation im faschistischen Deutschland zu berichten. 1937 erschien "Elisabeth, ein Hitlermädchen" als Fortsetzungsroman in der "Pariser Tageszeitung".
Maria Leitner lebte in Paris unter äußerst schwierigen finanziellen und gesundheitlichen Bedingungen. Verzweifelt versuchte sie eine Unterstützung durch die American Guild for German Cultural Freedom zu erhalten. Sie wurde im Frauenlager Camp de Gurs, im Süden Frankreichs interniert, aus welchem ihr die Flucht gelang und kam nach Toulouse. Im Frühjahr 1941 wurde sie zuletzt in Marseille gesehen, von Anna Seghers und Alexander Abusch. Vermutlich wurde sie im gleichen Jahr in ein Konzentrationslager deportiert und kam dort um.

Bücher von Maria Leitner

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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen