Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 25.05.2012, 14.00 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Lenore Kandel

Lenore Kandel wurde am 14. Januar 1932 in New York als Kind rumänisch-jüdischer Eltern geboren. Noch im selben Jahr zog die Familie nach Kalifornien. Mit zwölf Jahren begann Kandel, sich mit dem Buddhismus zu beschäftigen und zu schreiben. Sie ging auf das Los Angeles City College und besuchte später die New School for Social Research in New York. Dort praktizierte sie seit Ende der fünfziger Jahre "zazen". Eine frühe deutsche Anthologie fasste ihre Brotberufe in jener Zeit etwas ratlos zusammen: "Bauchtänzerin in einem türkischen Kabarett, Französischlehrerin, Modell, Autobuschauffeur, Arbeit in einer Käsekuchenbäckerei; jetzt Hostess in [einem] Cafehaus in Los Angeles. Gehört einem rassisch gemischten Chor an." In dem kalifornischen Kleinverlag Three Penny Press veröffentlichte Kandel 1959 drei Einzelbände mit Gedichten und, zusammen mit Walter C. Brown, 1961 das schmale "Beat and Beatific". Aus einem kurzen Besuch in San Francisco wurde ein dauernder Aufenthalt. Kandel war eine Zeitlang mit dem Dichter Lew Welch liiert und lernte dessen Freunde unter den Beats und Dichtern der San Francisco Renaissance kennen, einer Szene, in der sie sich akzeptiert und aufgehoben fühlte. Nach einer kurzen Zeit auf Hawaii begründete sie in San Francisco die "Diggers" mit, eine lose Gruppe politischer Aktivisten, in der sie sich mit Diane di Prima anfreundete. 1966 erschien bei Stolen Paper Review "The Love Book", das wenig später wegen Obszönität verboten wurde, ein Jahr darauf brachte Grove Press Word Alchemy heraus. 1970 erlitt Kandel einen Motorradunfall, den sie schwer verletzt überlebte. Seitdem ist sie nur noch sporadisch aufgetreten und hat keinen weiteren Gedichtband mehr veröffentlicht.

Bücher von Lenore Kandel

Kandel, Lenore: Das Liebesbuch / Wortalchemie.

Cover: Das Liebesbuch / Wortalchemie

Stadtlichter Presse, Berlin 2005, ISBN 3936271240, Paperback, 173 Seiten, 14,00 EUR

Aus dem Amerikanischen von Caroline Hartge. Hier werden die beiden entscheidenden Gedichtbände Kandels vorgelegt: "The Love Book", 1967 für obszön erklärt und verboten, und "Word Alchemy", im selben Jahr bei Grove Press erschienen. "The Love Book", 30 Jahre lang vergriffen und erst 2004 wieder neu aufgelegt, ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Ungesetzliche Liaison

25.05.2012: Die FAZ taucht mitgenommen aus Stefan Merrill Blocks Roman über seinen bipolaren Großvater auf und verliebt sich mit Peter Goldsworthys 15-jährigen Helden in eine Lateinlehrerin. Die SZ findet die erstaunlichsten Querverbindungen in Marcel Beyers Reisebeschreibungen, Gedichten und ornithologischen Recherchen. Und sie stellt fest: Wer heute über Plagiat und Urheberrecht reden will, muss Philipp Theisohn lesen. Mehr lesen

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Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen