Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Kurt Tucholsky

Kurt Tucholsky wurde am 9.1.1890 als Kaufmannssohn in Berlin geboren. Seit 1913 war er Mitarbeiter der `Schaubühne`, der späteren `Weltbühne`, ab 1924 Korrespondent in Paris und ab 1926 Herausgeber der `Weltbühne`. Bereits 1929 emigrierte er nach Schweden, wo er 1935 Selbstmord beging. Tucholsky war ein `humorvoller und geistreich-ironischer Moralist und Zeitkritiker der Weimarer Republik, Vertreter eines linksorientierten, pazifistischen Humanismus im Kampf gegen jede Art von Spießertum, Reaktion, bürgerlicher Lethargie, Justiz, Militarismus und Nationalismus` (Lexikon der Weltliteratur). Tucholsky schrieb auch unter den Pseudonymen Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger und Ignaz Wrobel.

Bücher von Kurt Tucholsky

Tucholsky, Kurt: Kurt Tucholsky: Gesamtausgabe. Texte und Briefe. Band 1: Texte 1907-1913

Cover: Kurt Tucholsky: Gesamtausgabe. Texte und Briefe

Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 1997, ISBN 3498065300, Broschiert, 697 Seiten, 39,88 EUR

Im Januar 1913 standen Tucholskys erste Beiträge in Siegfried Jacobsons "Schaubühne", der späteren "Weltbühne", im Februar meldete sich Ignaz Wrobel zu Wort, im März Peter Panter und im September Theobald Tiger. Auch kamen unter verschiedenen Versuchspseudonymen wie Schigolch oder Horatio von Massarena ... mehr lesen
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Tucholsky, Kurt: Kurt Tucholsky: Gesamtausgabe. Texte und Briefe. Band 3: Texte 1919

Cover: Kurt Tucholsky: Gesamtausgabe. Texte und Briefe

Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 1999, ISBN 3498065327, Broschiert, 856 Seiten, 50,11 EUR

Die berühmte "Militaria"-Serie beginnt - Tucholsky sucht sich für seine neu gewonnenen Einsichten über den preußisch-deutschen Militarismus Gehör zu verschaffen. Und die Behandlung der Revolutionsthematik wird zu einer diffizilen Gratwanderung zwischen Bewunderung (für Rosa Luxemburg etwa) und Ablehnung (etwa ... mehr lesen
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Tucholsky, Kurt: Kurt Tucholsky: Gesamtausgabe. Texte und Briefe. Band 4: Texte 1920

Cover: Kurt Tucholsky: Gesamtausgabe. Texte und Briefe

Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 1996, ISBN 3498065335, Broschiert, 910 Seiten, 39,88 EUR

Der Band enthält unter anderem die großen abschließenden Artikel aus der 1919 in der "Weltbühne" begonnenen Militaria-Serie, das heißt die kritischen Auseinandersetzungen mit den militärischen Führungseliten im Krieg und dem Fortdauern militaristischen Denkens in der Weimarer Republik. Ein weiterer Schwerpunkt: ... mehr lesen
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Tucholsky, Kurt: Kurt Tucholsky: Gesamtausgabe. Texte und Briefe. Band 9: Texte 1927

Cover: Kurt Tucholsky: Gesamtausgabe. Texte und Briefe

Rowohlt Verlag, Reinbek 1998, ISBN 3498065386, Broschiert, 1197 Seiten, 49,00 EUR

1927 war für Kurt Tucholsky ein entscheidendes Jahr. Er übernahm die Redaktion der "Weltbühne" und nutzte die Gelegenheit für eine breitangelegte Justizkampagne: Der Angriff galt der verstockten wilhelminischen Gesinnung der Richter und ihrer konsequenten Obstruktion gegen die demokratische Republik.1927 erschien auch ... mehr lesen
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Tucholsky, Kurt: Kurt Tucholsky: Gesamtausgabe. Texte und Briefe. Band 14: Texte 1931

Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 1998, ISBN 3498065432, Broschiert, 766 Seiten, 39,88 EUR

Eine Reihe von Aufsätzen, Gedichten und Aphorismen nimmt mit scharfer Kritik und satirisch-polemischem Spott Justiz und Strafvollzug oder militärisches Denken ins Visier, so in dem Artikel - Der bewachte Kriegsschauplatz -, in dem der Satz - Soldaten sind Mörder - fällt. Wiederholt setzt er sich mit dem Katholizismus auseinander, ... mehr lesen
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Tucholsky, Kurt: Kurt Tucholsky: Gesamtausgabe. Texte und Briefe. Band 20: Briefe 1933-1934.

Cover: Kurt Tucholsky: Gesamtausgabe. Texte und Briefe

Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 1996, ISBN 3498065491, Broschiert, 1038 Seiten, 39,88 EUR

Der Autor war verstummt, Briefe waren für ihn die einzige Form des Schreibens. Seine Bücher waren verbrannt, Tucholsky war ausgebürgert.­ Die Sorgen um die Sicherung des schwedischen Fremdenpasses werden hier erstmalig vollständig dokumentiert. Er kämpft für Ossietzky, der in einem nationalsozialistischen KZ inhaftiert ... mehr lesen
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Tucholsky, Kurt: Kurt Tucholsky: Gesamtausgabe. Texte und Briefe. Band 21: Briefe 1935.

Cover: Kurt Tucholsky: Gesamtausgabe. Texte und Briefe

Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 1997, ISBN 3498065505, Broschiert, 892 Seiten, 39,00 EUR

Der Band enthält die Briefe aus Kurt Tucholskys letztem Lebensjahr. Sie seien mit dem "Müdigkeits- und Krankheits-Koeffizienten" zu multiplizieren, schreibt er an seine Hauptbriefpartnerin dieser Zeit, Hedwig Müller, genannt Nuuna. Es sind beklemmende Schilderungen seiner Krankheiten und Operationen, nüchterne Berichte über ... mehr lesen
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Tucholsky, Kurt: Kurt Tucholsky: Gesamtausgabe. Texte und Briefe. Band 5: Texte 1921-1922

Cover: Kurt Tucholsky: Gesamtausgabe. Texte und Briefe

Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 1999, ISBN 3498065343, Broschiert, 982 Seiten, 50,11 EUR

Tucholsky gehörte zu den Autoren von Trude Hesterbergs "Wilder Bühne" und lieferte die Texte für zwei große Revuen. Gleichzeitig entstanden sein wohl bekanntestes Antikriegsgedicht "drei Minuten Gehör" ("Nie wieder Krieg!"), das am 30.7.1922 bei Kundgebungen in Berlin und im ganzen Reich vorgetragen ... mehr lesen
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Tucholsky, Kurt: Kurt Tucholsky: Gesamtausgabe. Texte und Briefe. Band 10: Texte 1928

Cover: Kurt Tucholsky: Gesamtausgabe. Texte und Briefe

Rowohlt Verlag, Reinbek 2001, ISBN 3498065394, Gebunden, 1058 Seiten, 49,00 EUR

Herausgegeben von Ute Maack. "Die deutsche Revolution hat im Saale stattgefunden", schreibt Kurt Tucholsky 1928 im Rückblick auf zehn Jahre Republik. Er zieht eine ernüchternde Bilanz: Die Stresemann'sche Politik einer deutsch-französischen Verständigung stagniert, in Deutschland erstarken Nationalismus und Revanchegeist. ... mehr lesen
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Tucholsky, Kurt: Kurt Tucholsky: Gesamtausgabe. Texte und Briefe. Band 8: Texte 1926

Cover: Kurt Tucholsky: Gesamtausgabe. Texte und Briefe

Rowohlt Verlag, Reinbek 2004, ISBN 3498065378, Gebunden, 1015 Seiten, 49,90 EUR

Herausgegeben von Gisela Enzmann-Kraiker und Christa Wetzel. In seinem dritten Jahr in Paris setzt sich Kurt Tucholsky weiter nachdrücklich für die deutsch-französische Verständigung ein und schreibt in der "Weltbühne" und der "Vossischen Zeitung" gegen das nationalistisch verzerrte Frankreichbild der Deutschen. ... mehr lesen
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Tucholsky, Kurt: Kurt Tucholsky: Gesamtausgabe. Texte und Briefe. Band 12: Deutschland, Deutschland über alles

Cover: Kurt Tucholsky: Gesamtausgabe. Texte und Briefe

Rowohlt Verlag, Reinbek 2004, ISBN 3498065416, Gebunden, 400 Seiten, 39,90 EUR

Herausgegeben von Antje Bonitz, Dirk Grathoff, Michael Hepp und Gerhard Kraiker. Am 6. August 1929 erschien in Willi Münzenbergs Neuem Deutschen Verlag "Deutschland, Deutschland über alles. Ein Bilderbuch von Kurt Tucholsky und vielen Fotografen Montiert von John Heartfield". Keine andere Publikation Tucholskys führte zu so ... mehr lesen
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Tucholsky, Kurt: Schloss Gripsholm. Eine Sommergeschichte

Cover: Schloss Gripsholm

Edition Büchergilde, Frankfurt am Main 2011, ISBN 3940111880, Gebunden, 176 Seiten, 24,99 EUR

Illustriert von Hans Traxler. Eine Sommerliebe in Schweden. Unnachahmlich graziös und amüsant erzählt, schwebend wie ein Schmetterling und sonnendurchflutet wie der Sommer selbst. Seit seinem Erscheinen 1931 haben sich Liebende dieses heitermelancholische Buch voller verliebter Torheiten und Verzauberungen immer wieder geschenkt. Hans Traxler hat ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen