Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Jürgen Fuchs

Jürgen Fuchs, 1950 im Vogtland geboren, kam schon als Abiturient mit den den DDR-Autoritäten in Konflikt, als er gegen die Niederschlagung des Prager Frühling protestierte. Er begann, in Jena Sozialpsychologie zu studieren, stieß zum Dichter- und Dissidentenkreis um Lutz Rathenow und wurde 1975 exmatrikuliert. Nach Protesten gegen Wolf Biermanns Ausbürgerung wurde er neun Monate lang im Gefängnis des MfS in Berlin-Hohenschönhausen gefangen gehalten und anschließend in die Bundesrepublik abgeschoben. In West-Berlin arbeitete Fuchs als Schriftsteller und Sozialpsychologe und hielt weiterhin Kontakte zu den verschiedenen Dissidentenkreisen in der DDR, in Polen und der Tschechoslowakei, weswegen er Opfer von Zersetzungsmaßnahmen der Stasi wurde. Jürgen Fuchs starb 1999 an Leukämie, was zu dem Verdacht führte, er sei während seiner Haft in Hohenschönhausen Opfer einer vorsätzliche radioaktivem Bestrahlung geworden.

Bücher von Jürgen Fuchs

Fuchs, Jürgen: Das Ende einer Feigheit. 2 CDs

Cover: Das Ende einer Feigheit

Hörbuch Hamburg, Hamburg 2010, ISBN 3899030893, CD, 14,95 EUR

2 CDs mit 115 Minuten Laufzeit. Mit einer Einführung von Herta Müller und einem Lied von Wolf Biermann. Gesprochen vom Autor und von Herta Müller. Gegen das Vergessen: Dieses Hörbuch erinnert an den Schriftsteller und DDR-Regimekritiker Jürgen Fuchs (1950-1999). Schon früh erhält er Publikationsverbot, 1976 wird er ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen