Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 24.05.2012, 14.09 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Joseph Roth

Joseph Roth, 1894 als Sohn eines jüdischen Holzhändlers im ostgalizisischen Brody geboren, studierte Philosophie und Literatur in Lemberg und Wien. 1916 meldete er sich freiwillig zum Militärdienst im Ersten Weltkrieg. Dessen Ende erlebte der K.u.K.-Offizier in russischer Gefangenschaft. Nach seiner Freilassung arbeitete er als Journalist in Wien und in Berlin, unter anderem für den "Den neuen Tag", den "Vorwärts" und die "Frankfurter Zeitung". 1930 erlebte er mit seinem Roman "Hiob" seinen ersten literarischen Erfolg. In den folgenden Romanen wie "Radetzkymarsch" oder "Die Kapuzinergruft" beschrieb er wehmütig und kritisch zugleich den Untergang seines K.u.K.-Österreichs und das Scheitern der österreichischen Republik. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten emigrierte Roth nach Paris. Hier arbeitete er an verschiedenen Emigrantenpublikationen mit und setzte sich für die Restauration des untergegangenen habsburgischen Vielvölkerstaats ein. Doch weder finanziell noch persönlich kam er wieder auf die Beine. Im Jahr 1939, von persönlichen Schicksalsschlägen und lebenslangem starkem Alkoholkonsum gezeichnet, starb Joseph Roth in einem Pariser Armenhospital.

Bücher von Joseph Roth

Roth, Joseph: Kaffeehaus-Frühling. Ein Wien-Lesebuch

Cover: Kaffeehaus-Frühling

Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2001, ISBN 3462029673, Taschenbuch, 208 Seiten, 9,15 EUR

Herausgegeben von Helmut Peschina. Zwischen Schwarzmarkt und Schlagobers - die frühen Wien-Feuilletons von Joseph Roth. Als der junge Joseph Roth nach dem Ersten Weltkrieg nach Wien zurückkehrt, hat die Welt und hat Wien sich verändert. Von 1919 bis 1920 verfasst er als Redakteur und Lokalreporter der Zeitung "Der Neue Tag" ... mehr lesen
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Roth, Joseph: Hiob. Roman

Cover: Hiob

dtv, München 2002, ISBN 3423130202, Taschenbuch, 187 Seiten, 7,50 EUR

Schon im Titel spricht Joseph Roth sein dramatisches Thema an: die alttestamentarische Geschichte von Hiob, den von Gott geprüften Dulder. Im Roman ist es Mendel Singer, der in Ostgalizien ein bescheidenes Dasein als Lehrer fristet, bis ihn die Schicksalsschläge treffen: Der älteste Sohn muss und will zum russischen Militär, der ... mehr lesen
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Roth, Joseph: Die Filiale der Hölle auf Erden. Schriften aus der Emigration

Cover: Die Filiale der Hölle auf Erden

Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2003, ISBN 3462032321, Taschenbuch, 192 Seiten, 8,90 EUR

Herausgegeben und mit einem Vorwort von Helmut Peschina. Sehr genau hat Joseph Roth vom Pariser Exil aus die Entwicklungen in Deutschland und Österreich ab 1933 beobachtet und mit der ihm eigenen Schärfe und Brillanz kommentiert. So sind zahlreiche Essays und Feuilletons entstanden, in denen Roth zu einer der stärksten Stimmen gegen ... mehr lesen
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Roth, Joseph: Hiob. Roman eines einfachen Mannes. 2 CDs

Cover: Hiob

Edition Mnemosyne, Heidelberg 2005, ISBN 3934012248, CD, 28,00 EUR

2 CDs mit einer Laufzeit von 97 Minuten. Gelesen von Walter Schmiedinger. Live-Mitschnitt. ... mehr lesen
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Roth, Joseph: Geschäft ist Geschäft. Seien Sie mir privat nicht böse. Ich brauche Geld. Der Briefwechsel zwischen Joseph Roth und seinen Exilverlagen Allert de Lange und Querido 1933-1939

Cover: Geschäft ist Geschäft. Seien Sie mir privat nicht böse. Ich brauche Geld

Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2005, ISBN 3462034634, Gebunden, 581 Seiten, 34,90 EUR

Nach Hitlers Machtantritt war Joseph Roth (1894 - 1939) wie viele jüdische und linke Autoren zur Emigration gezwungen. In Frankreich, seinem bevorzugten Exilland, gab es jedoch keine Verleger, die sein Werk auf Deutsch publizieren wollten. Drei niederländische Verlagshäuser hatten Exilverlage für in Deutschland unerwünschte ... mehr lesen
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Roth, Joseph: Der Leviathan. 2 CDs. Gelesen von Senta Berger

Cover: Der Leviathan

Diogenes Verlag, Zürich 2009, ISBN 3257802587, CD, 19,90 EUR

2 CDs mit 90 Minuten Laufzeit. Die Redlichkeit des jüdischen Korallenhändlers Nissen Piczenik ist sprichwörtlich, und seine Korallen sind die schönsten weit und breit. Selbst aus fernen Dörfern kommen die Bäuerinnen ins kleine galizische Städtchen Progrody, um Schmuck bei ihm zu kaufen. Doch niemand ahnt etwas von ... mehr lesen
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Roth, Joseph: Radetzkymarsch. 14 CDs

Cover: Radetzkymarsch

Diogenes Verlag, Zürich 2007, ISBN 3257801599, CD, 49,90 EUR

14 CDs mit 17 Stunden und 22 Minuten Laufzeit. Sein Großvater hat dem Kaiser in der Schlacht bei Solferino das Leben gerettet. Sein Vater ist ein pflichtbewusster Beamter der k.u.k. Monarchie. Doch Carl Joseph von Trotta, Enkel des'Helden von Solferino'und Offizier wider Willen, ist sensibel und zartbesaitet. Während die alten Gewissheiten ... mehr lesen
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Roth, Joseph: Die Flucht ohne Ende. Ein Bericht. Ungekürzt gelesen von Martin Wuttke. 3 CDs

Cover: Die Flucht ohne Ende

Diogenes Verlag, Zürich 2010, ISBN 3257802838, CD, 24,90 EUR

3 CDs, 243 Minuten. Ungekürzte Lesung von Martin Wuttke. "Ich habe nichts erfunden, nichts komponiert. Es handelt sich nicht mehr darum, zu 'dichten'. Das Wichtigste ist das Beobachtete." So eröffnet Joseph Roth seinen Bericht über die Odyssee des Franz Tunda, eines österreichischen Offiziers im Ersten Weltkrieg, ... mehr lesen
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Roth, Joseph: Ich zeichne das Gesicht der Zeit. Essays, Reportagen, Feuilletons

Cover: Ich zeichne das Gesicht der Zeit

Wallstein Verlag, Göttingen 2010, ISBN 3835305859, Gebunden, 544 Seiten, 29,90 EUR

Herausgegeben von Helmuth Nürnberger. Viele seiner Zeitgenossen kannten ihn als Journalisten, der Mitte der zwanziger Jahre begann, auch Romane zu schreiben: Joseph Roth. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er zunächst als Romancier wiederentdeckt, als Meister impressionistischen Erzählens. Diese Ausgabe bietet nun erstmals eine repräsentative ... mehr lesen
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Roth, Joseph: Stationschef Fallmerayer. 1 CD

Cover: Stationschef Fallmerayer

Eulenspiegel Verlag, Berlin 2011, ISBN 3359011368, CD, 12,90 EUR

1 CD, 66 Minuten. Sprecher: Dieter Mann. "Stationschef Fallmerayer" ist die Geschichte eines Mannes, dem man unmöglich ein "ungewöhnliches Geschick" zutraut. Als die Gräfin Waleska auf der kleinen Bahnstation, zwei Stunden von Wien entfernt, auftaucht, nimmt das Leben des Bahnvorstehers Fallmerayer unerwartete Wendungen - und er beweist ... mehr lesen
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Roth, Joseph / Zweig, Stefan: Jede Freundschaft mit mir ist verderblich. Briefwechsel 1927 - 1939

Cover: Jede Freundschaft mit mir ist verderblich

Wallstein Verlag, Göttingen 2011, ISBN 3835308424, Gebunden, 624 Seiten, 39,90 EUR

"Deutschland ist tot. Für uns ist es tot. Es ist ein Traum gewesen. Sehen Sie es endlich, bitte!", so beschwört Joseph Roth 1933 Stefan Zweig in einem Brief. Roth, im galizischen Brody aufgewachsen, ist bis zu diesem Zeitpunkt einer der gefragtesten Feuilletonisten. Zweig, der aus einer wohl habenden jüdischen Familie in Wien stammt, ist ein literarischer ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Faktenhuber

24.05.2012: Aichinger hören, empfiehlt die Zeit. Bei Felicitas Hoppe hält sie sich die Ohren zu: Das klappert. Die SZ stellt eine Alkibiades-Biografie vor. Die NZZ sucht mit Adorno den Konvergenzpunkt von Philosophie und Soziologie. Gründliche Ermittlung bescheinigt die FR dem Reporterteam Koldehoff/Timm im Kunstfälscherprozess Beltracchi. Die FAZ zieht höchste finanzpolitische Autorität heran, um Thilo Sarrazin Unfug vorzuwerfen. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen