Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Johann Michael Moscherosch

Der Schriftsteller Johann Michael Moscherosch, Pseudonym Philander von Sittewald, wurde 1601 in Willstätt bei Kehl geboren. Sein Hauptwerk ist die Zeitsatire "Wunderliche und warhafftige Gesichte Philanders von Sittewald" (2 Bände, 1650; erstmals 1640 unter dem Titel "Les Visiones de Don Francesco de Quevedo Villegas oder Wunderbahre Satyr. Gesichte verteutscht durch Philander von Sittewalt"), in der er, über sein Vorbild, F. G. de Quevedo y Villegas' "Suenos", hinausgehend, in der Ichform das höfische Wesen mit seiner Nachahmung ausländischer Moden und Sitten karikiert. (So der Brockhaus) Moscherosch starb 1669 in Worms.

Bücher von Johann Michael Moscherosch

Moscherosch, Johann Michael: Insomnis Cura Parentum. Christliches Vermächtnuß oder Schuldige Vorsorg eines Trewen Vetters

Georg Olms Verlag, Hildesheim 2001, ISBN 3487115832, Gebunden, 312 Seiten, 60,33 EUR

Reprint der Straßburger Erstausgabe von 1643. Die "Insomnis Cura Parentum" ist neben den "Gesichten Philanders von Sittewalt" die zweite bedeutende deutschsprachige Prosaschrift des Satirikers J.M. Moscherosch (1601-1669). Drei Mal aufgelegt und seinerzeit nicht weniger bekannt als die Satiren, gibt sie eine Ehe- und Erziehungslehre und bietet Einblick ... mehr lesen
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Moscherosch, Johann Michael: Unter Räubern. Soldatenleben

G. Braun Verlag, Karlsruhe 2001, ISBN 3765081701, Gebunden, 160 Seiten, 14,83 EUR

Herausgegeben und bearbeitet von Walter E. Schäfer. "Der Frömmste hat eine Kuh gestohlen!" Mit diesem Schlachtruf begrüßen sich die Spießgesellen einer Bande entlaufener Soldaten im Dreißigjährigen Krieg, die zwischen Mosel und Rhein auf eigene Faust Krieg führen. Diese Erzählung, eines der wichtigsten Werke der Barockliteratur, berichtet in ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen