Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Ingeborg Bachmann

Ingeborg Bachmann wurde 1926 in Klagenfurt (Kärnten) als ältestes von drei Kindern geboren. Von 1945 bis 1950 studierte sie zunächst Rechtswissenschaft und Philosophie, später ausschließlich Philosophie mit den Nebenfächern Germanistik und Psychologie in Innsbruck, Graz und Wien. 1946 veröffentlichte sie ihre erste Erzählung "Die Fähre". Zwischen 1947 und 1952 arbeitete Bachmann an ihrem ersten Roman "Stadt ohne Namen", der aber bei keinem Verlag untergebracht werden kann. Von 1951 bis 1953 war sie Redakteurin der Sendergruppe Rot-Weiß-Rot in Wien. Im Februar 1952 wurde ihr Hörspiel "Ein Geschäft mit Träumen" erstmalig gesendet. Seit dem Spätsommer 1953 lebte sie bis 1957 mit Unterbrechungen als freie Schriftstellerin in Italien auf der Insel Ischia, in Neapel und Rom. Sie trat auf Einladung der Harvard-Universität in Cambridge (Massachusetts) eine Reise in die Vereinigten Staaten an und nahm am internationalen Seminar der Harvard-Summer School of Arts and Sciences and of Education teil, das von Henry Kissinger geleitet wird. Für die acht politischen Beiträge, die zwischen dem 09.11.1954 und dem 23.09.1955 erschienen, benutzte Ingeborg Bachmann das Pseudonym "Ruth Keller" (auch "R.K." bzw. "er"). In den Jahren 1957 bis 1958 arbeitete Ingeborg Bachmann als Dramaturgin beim Bayerischen Fernsehen in München. Im Jahr 1958 trat sie dem "Komitee gegen die Atomrüstung" bei, das sich gegen die Atombewaffnung der Bundeswehr richtet. 1959 wurde sie Mitglied des Deutschen PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland. Für den Erzählband "Das dreißigste Jahr" erhielt Bachmann den Literaturpreis 1960/61 des "Verbandes der Deutschen Kritiker". Ingeborg Bachmann starb 1973 in Rom an den Folgen eines Brandunfalls und wurde in Klagenfurt-Annabichl begraben.

Bücher von Ingeborg Bachmann

Bachmann, Ingeborg: Ich weiß keine bessere Welt. Unveröffentlichte Gedichte

Cover: Ich weiß keine bessere Welt

Piper Verlag, München 2000, ISBN 3492042554, Gebunden, 195 Seiten, 19,43 EUR

Drei Jahrzehnte nach ihrem tragischen Tod öffnen sich nun endlich die Archive und geben Ingeborg Bachmanns persönlichste Gedichte preis. Trauer um ihre verlorengegangene Poesie und eine tiefe Sprachlosigkeit umfangen Ingeborg Bachmann in ihren privatesten Momenten. Sie, die in einem Atemzug mit den größten Lyrikerinnen der europäischen Moderne ... mehr lesen
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Bachmann, Ingeborg: Die gestundete Zeit. Frühe Gedichte und Prosa gelesen von der Autorin. 1CD

Cover: Die gestundete Zeit

DHV - Der Hörverlag, München 2004, ISBN 3899403444, CD, 14,95 EUR

1 CD mit 65 Minuten Laufzeit. "Die gestundete Zeit" ist Ingeborg Bachmanns erster Gedichtband und Dokument eines nach Authentizität und Wahrhaftigkeit strebenden Lebens. Zwischen den Polen von Reden und Schweigen entfaltet sich in ihrem herausragenden literarischen Werk stets gleichermaßen der Schrecken und der Traum - aber auch die Liebe. ... mehr lesen
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Bachmann, Ingeborg / Henze, Hans Werner: Briefe einer Freundschaft.

Cover: Briefe einer Freundschaft

Piper Verlag, München 2004, ISBN 3492046088, Gebunden, 538 Seiten, 24,90 EUR

Herausgegeben von Hans Höller. Mit einem Vorwort von Hans W. Henze. Mit 8 Faksimiles. Zum ersten Mal Briefe von Ingeborg Bachmann und Hans Werner Henze. Zeugnis einer einzigartigen Freundschaft. "Ich lehnte mich an Sie an, ihr Geist half meiner Schwachheit auf", schreibt Hans Werner Henze über Ingeborg Bachmann. Der aufstrebende ... mehr lesen
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Bachmann, Ingeborg: Ein Tag wird kommen. Gespräche in Rom. Ein Porträt von Gerda Haller. Mit 1 CD

Cover: Ein Tag wird kommen

Jung und Jung Verlag, Salzburg - Wien 2004, ISBN 3902144823, Broschiert, 103 Seiten, 25,00 EUR

Mit 34 s/w-Fotos. Als sie im Herbst 1973 starb - "das entsetzliche Ende, der Feuertod", wie Hans Werner Henze schrieb -, da war das Leben einer der faszinierendsten Dichterinnen der deutschsprachigen Literatur an sein Ende gekommen. Oft genug hatte Ingeborg Bachmann gezeigt, dass auch Rätsel eine Antwort sein können. Erst wenige ... mehr lesen
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Bachmann, Ingeborg: Kritische Schriften.

Cover: Kritische Schriften

Piper Verlag, München 2005, ISBN 3492047076, Gebunden, 842 Seiten, 49,90 EUR

Herausgegeben und kommentiert von Monika Albrecht und Dirk Göttsche. Poesie und Intellekt, zwischen diesen zwei Polen bewegt sich Ingeborg Bachmanns lyrisches und erzählendes Schreiben auf originelle und immer wieder neue Weise. Die politische und philosophische Tiefendimension aber, die sich dahinter verbirgt, zeigt sich am deutlichsten ... mehr lesen
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Bachmann, Ingeborg: Der gute Gott von Manhattan. Hörspiel. 2 CDs. 90 Minuten

Cover: Der gute Gott von Manhattan

DHV - Der Hörverlag, München 2005, ISBN 3899406400, CD, 19,95 EUR

Regie:Gert Westphal. Gesprochen unter anderem von Charles Regnier, Martin Benrath, Gustl Halenke. Ausgezeichnet mit dem Hörspiel der Kriegsblinden 1959. Sie kennen sich noch keinen ganzen Tag. Doch Jan und die Studentin Jennifer lieben sich bereits mit Haut und Haaren. Das junge Glück sprengt alle Konventionen, ihre Leidenschaft schließt ... mehr lesen
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Bachmann, Ingeborg / Celan, Paul: Herzzeit - Briefwechsel.

Cover: Herzzeit - Briefwechsel

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2008, ISBN 351842033X, Gebunden, 401 Seiten, 24,80 EUR

Herausgegeben und kommentiert von Bertrand Badiou, Hans Höller, Andrea Stoll und Barbara Wiedemann. Die Liebesbeziehung zwischen den beiden bedeutendsten deutschsprachigen Dichtern nach 1945 beginnt im Wien der Nachkriegszeit. Bachmann studiert dort Philosophie, für Paul Celan ist Wien eine Zwischenstation. Im Mai 1948 lernen sie einander ... mehr lesen
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Bachmann, Ingeborg: Kriegstagebuch. Mit Briefen von Jack Hamesh an Ingeborg Bachman

Cover: Kriegstagebuch

Suhrkamp Verlag, Berlin 2010, ISBN 351842145X, Gebunden, 107 Seiten, 15,80 EUR

"Das ist der schönste Sommer meines Lebens, und wenn ich hundert Jahre alt werde das wird der schönste Frühling und Sommer bleiben. Vom Frieden merkt man nicht viel, sagen alle, aber für mich ist Frieden, Frieden!" 1945, unmittelbar nach Kriegsende, notiert die achtzehnjährige Ingeborg Bachmann diese Zeilen in ihrem ... mehr lesen
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Bachmann, Ingeborg: Die Radiofamilie.

Cover: Die Radiofamilie

Suhrkamp Verlag, Berlin 2011, ISBN 3518422154, Gebunden, 411 Seiten, 24,90 EUR

Herausgegeben von Joseph McVeigh. Im Herbst des Jahres 1951 tritt eine "kettenrauchende Meerfrau mit Engelhaar, die mehr flüsterte als sprach" in die Hörspielabteilung des amerikanischen Besatzungssenders Rot-Weiß-Rot in Wien ein. Ingeborg Bachmann, so der Name der jungen Frau, wird für die nächsten beiden Jahre das ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

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Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen