Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 25.05.2012, 14.00 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Immanuel Kant

Immanuel Kant, geboren 1724 in Königsberg, gilt als der bedeutendste Philosoph der Aufklärung. Als viertes von neun Kindern eines Riemermeisters besuchte er von 1732 bis 1740 das streng pietistische Gymnasium Fridericianum in Königsberg. 1740-46 studierte er an der Königsberger Universität, danach unterrichtete er als Hauslehrer (Hofmeister) bei verschiedenen Familien in Ostpreußen. 1754 kehrte er nach Königsberg zurück, wurde zum Magister promoviert, habilitierte sich und nahm eine thematisch sehr breite Vorlesungstätigkeit auf: Logik, Metaphysik, Moralphilosophie, Mathematik, Physik, Geografie (die er als akademisches Lehrfach einführte), später noch Anthropologie, Pädagogik, Naturrecht, natürliche Theologie, gelegentlich auch Festungsbau. Seine ungesicherte wirtschaftliche Lage besserte sich aber erst 1770, als ihm endlich die Professur für Logik und Metaphysik übertragen wurde. Rufe nach Erlangen, Jena und Halle lehnte er ab. 1796 stellte er seine Vorlesungen ein, 1801 zog er sich aus den akademischen Ämtern zurück. Immanuel Kant starb 1804 in Königsberg.
Zu seinen Lebzeiten stand Kant oft in heftigen Auseinandersetzungen und wurde andererseits sehr geschätzt. 1794 geriet er wegen seiner Religionsphilosophie in Konflikt mit dem preußischen Staat. Er war klein von Gestalt, etwas verwachsen und gesundheitlich nicht sehr stabil. Offenbar deshalb erlegte er seinem Leben eine äußerst strenge Disziplin auf. Sein Tag war exakt eingeteilt, und er hielt sich mit der Zuverlässigkeit eines Uhrwerks an die selbstgewählte Ordnung.
Ausgangspunkt und Grundlage seiner Anschauungen war die Physik Newtons. Sie regte ihn auch für Bereiche an, die nicht der Natur zugehören. Die Suche nach strenger Allgemeingültigkeit und Notwendigkeit prägt seine Philosophie. Doch erhielt er neben der newtonschen Physik nicht weniger Impulse durch eine Abwehr naiver Entwicklungen der Aufklärung. Etwa bis zu seinem 36. Lebensjahr hing Kant der Leibniz-Wolffschen Philosophie an, die er später als "Dogmatismus" bezeichnet. Sein Lehrer Knutzen war ein Wolffianer.
Unter dem Einfluss von John Locke und David Hume entfernte er sich von seinen philosophischen Vätern. Schon in dieser Zeit wird die Generalfrage nach der Möglichkeit metaphysischer Erkenntnis überhaupt zum treibenden Moment seiner Philosophie. Man unterscheidet bei ihm eine vorkritische und eine nachkritische Periode. Der Einschnitt wird 1769 durch seine Unterscheidung zwischen apriorischen Prinzipien von sinnlicher Erkenntnis markiert. Voll ausgebildet ist der kritische Ansatz aber erst 1781 mit dem Abschluß der "Kritik der reinen Vernunft", seinem Hauptwerk. (Projekt Gutenberg und Bautz)

Bücher von Immanuel Kant

Kant, Immanuel: Was ist Aufklärung?.

Cover: Was ist Aufklärung?

Deutsche Grammophon, Hamburg 2000, ISBN 3829109792, CD, 0 Seiten, 15,34 EUR

63,25 Minuten. Gesprochen von Frank Arnold. Inhalt: "Gedanken bei dem frühzeitigen Ableben des Herrn von Funk, in einem Sendschreiben an desse Mutter" (1760); "Versuch über die Krankheiten des Kopfes" (1764); "Was ist Aufklärung?"(1784). ... mehr lesen
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Kant, Immanuel: Schriften zur Ästhetik und Naturphilosophie. 3 Bände

Cover: Schriften zur Ästhetik und Naturphilosophie

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3518291173, Broschiert, 1387 Seiten, 39,88 EUR

Text und Kommentar herausgegeben von Manfred Frank und Véronique Zanetti. Diese Bände versammeln Kants Schriften zur Ästhetik und Naturphilosophie, ergänzt durch einen ausführlichen Kommentar, der eine gewissenhafte Situierung aller Texte in ihrem philosophiehistorischen, aber auch in Kants werkhistorischem Kontext bietet. ... mehr lesen
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Kant, Immanuel: Vorlesung zur Moralphilosophie.

Cover: Vorlesung zur Moralphilosophie

Walter de Gruyter Verlag, Berlin 2004, ISBN 3110179067, Paperback, 462 Seiten, 19,95 EUR

Herausgegeben von Werner Stark, mit einer Einleitung von Manfred Kühn. Die "Vorlesung über Moralphilosophie" aus den 1770er Jahren ist eine wichtige Erläuterung und Ergänzung zur "Grundlegung der Metaphysik der Sitten" von 1785. Die Neuedition der so genannten Menzer-Vorlesung präsentiert diese Vorlesung ... mehr lesen
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Kant, Immanuel: Theoretische Philosophie. Text und Kommentar

Cover: Theoretische Philosophie

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3518291181, Kartoniert, 1500 Seiten, 45,00 EUR

Herausgegeben von Georg Mohr. Als Immanuel Kant (1724-1804) im Jahr 1781 die erste seiner drei Kritiken, die Kritik der reinen Vernunft, veröffentlichte, läutete er damit einen Wendepunkt in der Philosophiegeschichte ein. Anläßlich des Kant-Jahres 2004 sind nun Kants zentrale Texte zur theoretischen Philosophie - die Kritik der ... mehr lesen
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Kant, Immanuel: Zum ewigen Frieden. Ein philosophischer Entwurf

Lorenz von Stein Institut, Kiel 2009, ISBN 3936773513, Kartoniert, 135 Seiten, 8,90 EUR

Sprachlich überarbeitet von Jost-Dietrich Busch.
... mehr lesen
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