Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 10.13 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Hermynia zur Mühlen

Hermynia zur Mühlen, geboren 1883 als Hermynia de Crenneville in Wien, gestorben 1951 in Radlett/ England. 1907 Heirat mit einem baltischen Grafen, 1919 Übersiedlung nach Berlin, seit 1921 Publizistin, Übersetzerin aus dem Russischen, Französischen und Englischen (u. a. des Gesamtwerks von Upton Sinclair), Autorin von Märchen, Kinder- und Jugendbüchern, Kriminalromanen, sozialistisch und antfaschistisch engagierter Gesellschaftsromanen und von Kurzgeschichten; 1933 Rückkehr nach Wien, 1938 Emigration in die Slowakei, dann nach England, wo sie ihre Bücher in englischer Sprache schreibt; nach dem Krieg wollte sie nach Wien zurückkehren, wurde aber (wie viele Exilautoren) von der herrschenden Kulturlobby bekämpft.
Wichtigste Werke: "Ende und Anfang" (1929, Erinnerungsbuch); "Unsere Töchter, die Nazinen" (1935, Roman); "Die Fahrt ins Licht" (1936, Erzählungen); "We Poor Shadows" (1944, Exilantenroman); "Came the Stranger" (1946 Roman; 1947 und 1996 deutschssprachige Fassung: "Als der Fremde kam"); "Kleine Geschichten von großen Dichtern" (1944, Prosaminiaturen über vergessene sowie von den Nazis ideologisch mißbrauchte österreichische Dichter wie Ferdinand Sauter, Jakob Julius David, Grillparzer oder Stifter.

Bücher von Hermynia zur Mühlen

Mühlen, Hermynia zur: Fahrt ins Licht. 66 Stationen

Cover: Fahrt ins Licht

Sisyphus Verlag, Klagenfurt 1999, ISBN 3901960015, broschiert, 381 Seiten, 24,54 EUR

Vorwort von Karl-Markus Gauß. Neuauflage des seit seiner Erstauflage 1936 nicht wieder erschienenen Geschichtenbuches der wohl bedeutendsten unter den vergessenen österreichischen Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts, die Insidern heute vor allem noch als Exponentin des sozialistisch-aufklärerischen Unterhaltungsromanes und als Übersetzerin ... mehr lesen
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Herzfelde, Wieland / Mühlen, Hermynia zur / Sinclair, Upton: Werter Genosse, die Maliks haben beschlossen .... Briefe 1919 - 1950

Weidle Verlag, Bonn 2001, ISBN 393113556X, Gebunden, 450 Seiten, 34,77 EUR

Herausgegeben mit einem Nachwort von Walter Grünzweig und Susanne Schulz. Der Briefwechsel Upton Sinclairs mit seiner Übersetzerin Hermynia Zur Mühlen und dem Malik-Verleger Wieland Herzfelde erlaubt einen Einblick in das Verlagsleben der Weimarer Republik wie des Exils. Es geht dabei nicht allein um Literatur, sondern mehr und mehr um die ideologische ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

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25.05.2012: Die FAZ taucht mitgenommen aus Stefan Merrill Blocks Roman über seinen bipolaren Großvater auf und verliebt sich mit Peter Goldsworthys 15-jährigen Helden in eine Lateinlehrerin. Die SZ findet die erstaunlichsten Querverbindungen in Marcel Beyers Reisebeschreibungen, Gedichten und ornithologischen Recherchen. Und sie stellt fest: Wer heute über Plagiat und Urheberrecht reden will, muss Philipp Theisohn lesen. Mehr lesen

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23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen