Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Helmuth Plessner

Helmuth Plessner, 1892 als Sohn eines Arztes in Wiesbaden geboren, studierte parallel Zoologie und Philosophie in Heidelberg, Berlin und Göttingen. Ab 1920 arbeitete er als Privatdozent für Philosophie an der Universität Köln, bis er aufgrund seiner jüdischen Abstammung 1933 aus dem Amt entlassen wurde und in die Niederlande emigrierte. Erst 1952 kehrte Plessner nach Deutschland zurück, um den neugegründeten Lehrstuhl für Soziologie an der Universität Göttingen anzunehmen. Sein anthropologisches Hauptwerk "Die Stufen des Organischen und der Mensch", das 1928 erschien und in dem er die inzwischen berühmte These der "exzentrischen Position" des Menschen formulierte, fand in Deutschland zunächst wenig Beachtung - zu stark war mit Max Scheler und Arnold Gehlen die Konkurrenz gerade innerhalb der philosophischen Anthropologie.

Bücher von Helmuth Plessner

Plessner, Helmuth: Grenzen der Gemeinschaft. Eine Kritik des sozialen Radikalismus

Cover: Grenzen der Gemeinschaft

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3518291408, Taschenbuch, 145 Seiten, 8,50 EUR

Mit einem Nachwort von Joachim Fischer. Plessners "Grenz-Schrift" galt seit 1924 als Geheimtipp. Entlang einer für deutsche Verhältnisse seltenen Limitierung von Gemeinschaftsutopien sucht sie durch die Denkfigur einer "Sehnsucht nach den Masken" ein "Gesellschaftsethos" zu begründen, das sich in den Kernkategorien "Distanz". "Spiele", ... mehr lesen
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Plessner, Helmuth: Politik, Anthropologie, Philosophie. Aufsätze und Vorträge

Cover: Politik, Anthropologie, Philosophie

Wilhelm Fink Verlag, München 2001, ISBN 3770535162, Gebunden, 356 Seiten, 35,80 EUR

Herausgegeben von Salvatore Giammusso und Hans-Ulrich Lessing. In Zusammenarbeit mit dem Instituto Italiano per gli Studi Filosofice, Napoli. ... mehr lesen
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Plessner, Helmuth: Elemente der Metaphysik. Eine Vorlesung aus dem Wintersemester 1931/32

Cover: Elemente der Metaphysik

Akademie Verlag, Berlin 2002, ISBN 3050037083, Gebunden, 196 Seiten, 64,80 EUR

Herausgegeben von Hans-Ulrich Lessing. Mit 2 Abbildungen und 61 Skizzen. Mit dieser Edition wird erstmals eine Vorlesung aus Helmuth Plessners wissenschaftlichem Nachlaß der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das klar und übersichtlich gegliederte Kolleg Elemente der Metaphysik präsentiert in leicht verständlicher Sprache ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen